Die Augsburger Zeitung

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DAZ-Archiv vom 8. April 2017 • www.daz-augsburg.de

FCA: Was darf man hoffen?

Der FCA ist in großen Schwierigkeiten. Dabei geht es nicht nur um die Frage, Abstieg oder Nichtabstieg, sondern um den ersten Schritt zur Fähigkeit eines Denkens, das die Möglichkeit eröffnet, sich selbst richtig einzuschätzen.

Kommentar von Siegfried Zagler

Immanuel Kant ist 1804 gestorben und dennoch ist sein Werk so gegenwärtig, dass man denken könnte, er sei heute mit seiner Erkenntnistheorie über Facebook, Twitter und Co. millionenfach bestätigt. Kant hat nicht nur die Philosophie zu einer Aufklärungswissenschaft erhoben, sondern beschrieben, was Denken ist, was Vernunft von Verstand unterscheidet und wohin das Denken zu führen hat. Kants Vermächtnis ist die Schwerkraft der Philosophie, die, so Kant, um drei Fragen zu kreisen habe: 1. Was kann ich wissen? 2. Was soll ich tun? 3. Was darf ich hoffen? Daraus ergebe sich die absolute Frage: “Was ist der Mensch?”

Der Mensch solle den Mut haben, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen, ist ein berühmtes Mosaik des Kant´schen Imperativs. Dass den meisten Menschen nicht der Mut fehlt, sondern der Verstand, kann man exemplarisch jeden Tag auf Facebook und Twitter nachlesen. Dass Millionen User in den sozialen Netzwerken schreiben und ihr Meinen nicht mit den Kriterien der Erfahrung und des Verstandes abgleichen, könnte Kants absolute Frage, was der Mensch denn sei, zu einer schlichten Antwort überführen: “eitel, was sonst?”


Dietz unter Druck

In der Augsburger CSU brennt es wieder unterm Dach: Leo Dietz und Volker Ullrich stehen schwer unter Druck.

Kommentar von Siegfried Zagler

Wer die Verhältnisse in der Augsburger CSU kennt, weiß, dass diese Meldung eine parteipolitische Sensation ist: Eine in der CSU-Nomenklatura unbedeutende Persönlichkeit wagt sich in eine Kampfkandidatur gegen den amtierenden Vorsitzenden, der sich erst [...]

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