Beteiligung des Freistaats am Neubau des Römischen Museums wird konkret
Der Freistaat Bayern übernimmt 50 Prozent der Baukosten für das neue Römische Museum und stellt das Grundstück der ehemaligen Justizvollzugsanstalt kostenfrei zur Verfügung. Dies hat das Bayerische Kabinett am Dienstag, 17. März beschlossen.
Von Bruno Stubenrauch
Römisches Museum, Entwurfsvariante aus der Machbarkeitsstudie
Die Stadt Augsburg wertet den Beschluss des Kabinetts als wichtigen Schritt für die Zukunft des Römischen Museums. Der geplante Museumsneubau ist auf maximal 60 Millionen Euro veranschlagt, wovon bis zu 30 Millionen Euro vom Freistaat übernommen werden sollen. Grundlage für die Entscheidung ist eine von der Stadt beauftragte Machbarkeitsstudie, die den Standort in der Karmelitengasse, im Bereich der früheren römischen Siedlung Augusta Vindelicum, als besonders geeignet bewertet.
Oberbürgermeisterin Eva Weber sprach von einer „sehr guten Nachricht“ für die Stadt und verwies auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Ziel sei es, der römischen Geschichte Augsburgs – die rund ein Viertel der über 2.000-jährigen Stadtgeschichte ausmacht – wieder einen zentralen Ort zu geben.
Grundsatzbeschluss noch im April
Auch Kulturreferent Jürgen K. Enninger sieht das Projekt auf einem guten Weg. Der Neubau rücke „in greifbare Nähe“ und werde das römische Erbe der Stadt künftig wieder sichtbarer machen.
Mit dem Kabinettsbeschluss ist eine wesentliche Voraussetzung für die weiteren politischen Schritte erfüllt. Der Augsburger Stadtrat will noch im April 2026, also unter der alten Stadtregierung, einen Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Projekts fassen.





