Die Augsburger Stadtverwaltung legt dem Stadtrat am 9. Juli einen neuen Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung der nördlichen Fuggerstraße vor. Der Entwurf verzichtet auf das bisher geplante, kostspielige Provisorium einer Musterfläche und setzt auf den Erhalt des Baumbestands. Das Projekt soll über elf Millionen Euro kosten und verschiebt andere Fuß- und Radwegeprojekte.
Von Bruno Stubenrauch
Verhindern einen Baubeginn vor 2029: Parkende Regionalbusse in der Fuggerstraße, die mangels Fertigstellung nicht zum Hauptbahnhof umziehen können (Foto: DAZ)
Die Neugestaltung der nördlichen Fuggerstraße zwischen Königsplatz und Staatstheater steht vor einer grundlegenden Wende. Die Verwaltung hat für die kommende Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses eine neue Beschlussvorlage (BSV/26/00123) vorgelegt, die das bisherige Konzept deutlich verändert. Ziel ist ein Grundsatzbeschluss, der den direkten Umbau des Bereichs einleitet und langjährige Planungsblockaden aufhebt.
Verzicht auf teures Provisorium
Wegfallen wird insbesondere die im März 2025 beschlossene Herstellung einer sogenannten Musterfläche. Diese sollte ursprünglich im Maßstab 1:1 zwischen Königsplatz und Holbeinstraße errichtet werden, um Materialien, Entsiegelungen und neue Stadtmöbel für mindestens ein Jahr lang zu erproben. Die Kosten für dieses temporäre Experiment, das wegen anstehender Leitungsarbeiten später wieder komplett hätte zurückgebaut werden müssen, waren auf rund 350.000 Euro veranschlagt worden.
Gegen diese Planung hatte sich bereits im Kommunalwahlkampf Kritik formiert. Vorwürfe richteten sich gegen den Aufwand für ein Provisorium, das keinen nachhaltigen Nutzen gebracht hätte. Nun folgt die Verwaltung diesen Bedenken und kippt die Teststrecke. Baureferent Steffen Kercher begründet den Schwenk in der Vorlage mit veränderten Prämissen und dem Ziel einer direkten, schnelleren Realisierung.
Klimawandel zwingt zum Umdenken
Ein Hauptgrund für die Neuplanung sind veränderte Anforderungen an den Umweltschutz. Die ursprüngliche Entwurfsplanung aus dem Jahr 2014 sah noch vor, die zwei existierenden Baumreihen der Allee vollständig zu fällen und durch eine vierreihige Neupflanzung zu ersetzen. Angesichts des Klimawandels gilt diese Radikallösung heute als unzeitgemäß; die Bestandsbäume sollen nun erhalten und in die neue Struktur integriert werden.
Zudem sollen die Grünstreifen verbreitert und entsiegelt werden, um als verdunstungsoffene Flächen das Stadtklima zu verbessern. Nach dem geplanten Schwammstadtprinzip wird das Niederschlagswasser der Gehwege künftig direkt in diese Grünzonen geleitet. Um den Wurzelraum der alten Bäume zu schonen, verzichtet die Stadt auf die ursprünglich vorgesehenen gusseisernen Baumroste und Plättenbeläge in diesen Zonen.
Explodierende Kosten und verschobene Projekte
Neben ökologischen Gründen zwingen vor allem finanzielle Zwänge zum Handeln. Der komplette Umbau wurde im Jahr 2014 auf knapp 10,5 Millionen Euro beziffert; die Baupreissteigerungen hätten das alte Projekt bis heute auf mindestens 18,8 Millionen Euro verteuert. Die nun angestrebte, bestandsnahe Variante soll die Baukosten senken und wird auf 11 bis 13 Millionen Euro geschätzt, wofür Zuschüsse der Städtebauförderung erwartet werden.
Umstritten dürfte jedoch die Querfinanzierung des städtischen Eigenanteils werden. Dieser soll nach aktuellen Plänen aus dem Bereich für den Ausbau von Geh- und Radwegen entnommen werden. Die Verwaltung bestätigt in der Vorlage offen, dass dies zur zeitlichen Verschiebung anderer Fuß- und Radverkehrsprojekte im Stadtgebiet führen wird. Allein die kompletten Planungskosten belaufen sich vorab auf rund 1,15 Millionen Euro.
Baubeginn erst im Jahr 2029
Trotz des Verzichts auf die Musterfläche ist mit einem schnellen Baubeginn nicht zu rechnen. Nach dem groben Zeitplan sollen die Jahre 2026 und 2027 für Gutachten, die Planungsüberarbeitung und die Öffentlichkeitsbeteiligung genutzt werden. Der eigentliche Projektbeschluss durch den Stadtrat soll erst im Jahr 2027 erfolgen, gefolgt von der Ausführungsplanung im Jahr 2028.
Der erste Spatenstich ist frühestens für Mitte 2029 vorgesehen. Zwingende Voraussetzung hierfür ist die Verlagerung der Regionalbusse, die derzeit noch in der Straßenmitte parken. Diese können erst nach Fertigstellung des neuen Regionalbusterminals am Hauptbahnhof umgeleitet werden, was nach aktuellem Stand im Sommer 2029 der Fall sein soll. Die Bauarbeiten an der Fuggerstraße sollen sich anschließend mindestens bis in das Jahr 2031 hinziehen. Ob Oberbürgermeister Dr. Florian Freund die Fuggerallee, eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen, innerhalb seiner ersten Amtszeit umsetzen kann, ist also keineswegs sicher.
Der Stadtrat wird am 30. Juli 2026 final über den Grundsatzbeschluss entscheiden.
Weiterführende Links:
SPD präsentiert „friedliche“ Vision für die Fuggerstraße
Fuggerstraße: Bäume schön und gut – aber wer schützt uns vor dem Regen?
Artikel vom
06.07.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Politik, Städtebau, Umwelt, Verkehr
Der Aufstieg der Augsburger Kaufmannsfamilien Fugger und Welser wird meist mit den Männern verbunden. Eine besondere Schauspielführung im Juli rückt nun die weiblichen Akteure hinter den Kulissen in den Fokus.
Von Bruno Stubenrauch

Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH, Daniela Sailer
Während Jakob Fugger durch seine Finanzen für Kaiser und Päpste Weltgeschichte schrieb, blieben die Frauen der Familie historisch oft im Schatten. Dabei hatten bereits seine Großmutter und seine Mutter einen erheblichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg. Die Führung beleuchtet die entscheidenden Fragen zum Einfluss dieser Frauen.
Im Mittelpunkt der Stadtführung stehen Barbara Fugger-Bäsinger, Sibylla Fugger und Margarethe Peutinger. Eine Schauspielerin erweckt die drei historischen Persönlichkeiten zum Leben. Der Rundgang zeigt auf, wie sie die Geschicke der Handelshäuser lenkten, während die Männer auf Reisen waren.
Sektempfang im Erlebnismuseum
Die Teilnehmer erwartet eine Zeitreise durch die Renaissance-Stadt. Nach dem rund eineinhalbstündigen Rundgang endet die Veranstaltung mit einem Sektempfang. Dieser findet im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengässchen 23) statt, wobei der Eintritt in die Dauerausstellung im Preis bereits inbegriffen ist.
Drei Frauen, zwei Familien, eine Aufstiegsgeschichte!
- Wann: Samstag, 4. Juli, 14:30 Uhr
- Ort: Treffpunkt an der Tourist-Information am Rathausplatz, Augsburg
- Referent: Schauspielführung
- Veranstalter: Regio Augsburg Tourismus GmbH / Erlebnismuseum
- Ticketpreise: 18 Euro, ermäßigt 16 Euro, Familie 48 Euro, Mini-Familie 34 Euro (inkl. Museumseintritt)
- Mehr Info: fugger-und-welser-museum.de/veranstaltungen/
Artikel vom
30.06.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kultur, Geschichte, Veranstaltungshinweise
Das Fugger und Welser Erlebnismuseum baut sein Angebot aus: Es findet nun an jedem Wochenende mindestens eine Museumsführung statt – mit wechselnden Themen, spannend für Einheimische wie Touristen.

Jakob Fugger und Bartholomäus V. Welser im Gespräch in der Goldenen Schreibstube (Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH, Norbert Liesz)
Die Termine im Februar:
Sonntag, 01.02. (11 Uhr) & Samstag, 21.02. (14.30 Uhr): „Von Handel, Geld und Macht“ (Überblicksführung).
Sonntag, 08.02. (11 Uhr): „Geh’ doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ (Kinderführung, 8–11 Jahre).
Samstag, 14.02. (14.30 Uhr): „Der Kaiser und der Kaufmann“ (Über die Allianz von Macht und Geld).
Sonntag, 22.02. (11 Uhr): „Luther und der Kapitalismus“ (Reformationsgeschichte und „Fuckerei“).
Sonntag, 22.02. (14.30 Uhr): „Clara Superstar“ (Kinderführung über ein reisendes Nashorn, 5–8 Jahre).
Details:
- Dauer: jeweils 1 Stunde
- Kosten: 12 € (erm. 10 €, Familien 25 €, Kinder unter 17 J. 5 €) inkl. Museumseintritt
- Treffpunkt: Museumskasse
Weitere Informationen zu öffentlichen und buchbaren Führungen im Fugger und Welser Erlebnismuseum gibt es unter fugger-und-welser-museum.de/programm.
Artikel vom
22.01.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kultur, Kurznachrichten, Museen, Veranstaltungshinweise
Am 30. Dezember 2025, genau 500 Jahre nach Jakob Fuggers Tod, öffnet sich in der Augsburger St.-Anna-Kirche ein Jahrhunderte lang verborgen gebliebenes Geheimfach. Darin liegt ein verschollenes Testament, das die globale Machtbalance aus den Angeln hebt.
Von Bruno Stubenrauch

Screenshot fugger.world
Das ist der Ausgangspunkt für „Fuggers Erbe“, den neuen Thriller von Dr. Florian M. Nebel. Was als lokale Nachricht beginnt, wächst sich zu einer globalen Suche nach Identität, Macht und Herkunft aus. Im Zentrum steht der Augsburger Lokaljournalist Anton Pfaller, der zusammen mit der Historikerin Sophia Burda in ein Geflecht aus wirtschaftlichen Interessen, kirchlichen Geheimnissen und persönlichen Verwicklungen gerät.
Die Spur führt von Augsburg über Zürich bis in die Tiefen des Vatikans und zu den Glaspalästen moderner Tech-Milliardäre – und zu einem Erbe, das alle Vorstellungen übersteigt. Augsburg ist dabei mehr als Kulisse: Die Stadt bildet den historischen und emotionalen Mittelpunkt des Romans.
Website als zweite Ebene
Der Roman erzählt in moderner Mehrformat-Form: klassische Prosa, Nachrichtenfetzen, Social-Media-Posts und Interviews verweben sich zu einem filmischen Erzählstrom.
Gleichzeitig öffnet die Website fugger.world eine zweite Ebene: komplexe kryptografische Rätsel, darunter der Appendix Secretus und der anspruchsvoll gestaltete Fugger-Code, bei dem Leser im Buch Codewörter finden müssen, um mittels AES-256 verschlüsselte Texte zu entschlüsseln. Wer also aufmerksam zwischen den Zeilen liest und verborgene Muster erkennt, öffnet die Tür zu tieferen Ebenen der Geschichte, die über die gedruckten Seiten hinausreichen.
Hauptcharakter Anton Pfaller auch auf Instagram
Ein besonderes Highlight: Der fiktive Charakter Anton ist bereits vor Romanbeginn auf Instagram aktiv. Ab dem 30. Dezember, dem Tag der Testamentseröffnung, verschmelzen Buch und Wirklichkeit: Antons Posts begleiten die Handlung in Echtzeit, was eine völlig neue Art der Immersion schafft – man liest nicht nur über ihn, man kommuniziert mit ihm.
Dieser interaktive Thriller verbindet moderne Themen wie enorme Vermögenskonzentration und digitale Transparenz mit der historischen Tiefe Augsburgs und stellt am Ende die eine entscheidende Frage: Was macht einen Menschen wirklich reich?
Fuggers Erbe
Thriller von Dr. Florian M. Nebel
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„Fuggers Erbe“ ist am 11.11.2025 erschienen, zusätzlich in Englisch als „Fuggers Legacy“.
Infos, Rätsel & Bonusmaterial:
fugger.world
Instagram:
Anton Pfaller
Artikel vom
13.12.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Literatur, Kultur, Kurznachrichten
Die Kunstsammlungen & Museen Augsburg präsentieren vom 12. Dezember 2025 bis 12. April 2026 im Schaezlerpalais eine Sonderausstellung zum 500. Todestag Jakob Fuggers.
Von Bruno Stubenrauch

Albrecht Dürer, Bildnis Jakob Fugger der Reiche, um 1520 – Foto: © bpk | Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Die Fugger förderten nicht nur Handel, sondern auch Künstler, Architekten und Kunsthandwerker und trugen so zur Blüte von Malerei, Kunsthandwerk und kulturellem Austausch in Augsburg bei.
Die Schau zeigt erlesene Gemälde, seltene Schmuckstücke und kostbares Kunsthandwerk aus dem Besitz der Fugger-Familie sowie Leihgaben. Ein Highlight ist das Dürer-Porträt von Jakob Fugger, nach Jahren in München erstmals wieder in Augsburg zu sehen.
Die Ausstellung gliedert sich in drei Themenräume:
- Dürers Porträt und venezianische Meisterwerke wie Paolo Veroneses „Venus und Adonis“ oder Werke von Paris Bordone, Tiepolo und Canaletto.
- „Fugger im Bild“: Porträts von Familienmitgliedern, darunter Ulrich Fugger von Hans Maler und erstmals ausgestellte Darstellungen von Octavianus Secundus’ Kindern.
- Kunsthandwerk der Reichsstadt Augsburg: Kabinettmöbel, Renaissance-Schmuck und prächtige Sammlungsobjekte, darunter der Kunstschrank von Christoph Erhart (um 1602/04).
Die Ausstellung wird unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten gezeigt und bietet ein begleitendes Programm mit Führungen, Vorträgen und Workshops. Eine kleine Broschüre informiert zusätzlich über die gezeigten Objekte.
Reichtum der Kunst: Jakob Fugger und sein Erbe
Ort: Schaezlerpalais, 2. OG
Laufzeit: 12.12.2025 – 12.04.2026
Artikel vom
13.12.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kultur, Ausstellungen, Museen
Augsburgs Wahrzeichen haben noch nie so bezaubernd ausgesehen. Die Künstlerin Manuela Winbeck hat den berühmten Türmen und historischen Toren unserer über 2000 Jahre alten Stadt ein völlig neues, modernes und doch märchenhaftes Gesicht verliehen.
Winbecks neue Kollektion, eine liebevolle Hommage an die „steinernen Wächter“ zwischen Lech und Wertach, präsentiert Ikonen wie das Rote Tor, den Perlachturm und das Jakober Tor in einem neuen Gestaltungsstil, der sofort ins Auge sticht:
Klare Linien treffen auf zarte Farben und verspielte Muster im Hintergrund – moderne Romantik. Der historische Untere St. Jakobs Wasserturm oder der moderne Hotelturm erstrahlen in lebendigen Tönen und leuchtenden Farben. Die Werke sind mehr als nur Bilder; sie sind kleine Fenster in die Seele Augsburgs und schenken ein stilvolles Stück Heimatgefühl.
Neugierig geworden?
Die Bilder können als Postkarten in der Buchhandlung am Obstmarkt oder im tim-Shop erworben werden. Die gerahmten Kunstwerke in den Formaten 20 x 20 cm und 40 x 40 cm, die jedem Büro, Lokal oder Zuhause einen Hauch faszinierender Augsburger Romantik verleihen, sind in der Augsburger Rahmenhandlung Heydel in der Bäckergasse 16 ausgestellt und dort erhältlich. Alle Motive sind im Schaufenster zu sehen.
Mehr zur Künstlerin:

Bernd Heydel von der Rahmenhandlung mit gerahmten Augsburg-Bildern von Manuela Winbeck
Artikel vom
02.12.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kunst, Kurznachrichten
Die SPD will die Fuggerstraße in Augsburg in einen Boulevard verwandeln – verkehrsberuhigt, mit 17 Meter breiten Gehwegen und bis zu 60 Bäumen, die durch Schattenwurf und Verdunstung das Mikroklima verbessern und die Aufenthaltsqualität steigern sollen. Doch sind die Prioritäten wirklich richtig gesetzt?
Kommentar von Bruno Stubenrauch

15 bis 20 Millionen Euro will die SPD in die 330 Meter lange Straße investieren – in etwa so viel, wie ein ganzer Kilometer sechsspurige Autobahn kostet. Bei 60 Bäumen entspricht das zwischen 250.000 und 330.000 Euro pro Baum – genug, um ein kleines Einfamilienhaus zu finanzieren.
Viel Geld, gerade wenn man bedenkt, dass Augsburg im Jahr nur etwa zehn Hitzetage zählt, während es rund 100 Regentage gibt. Wer draußen verweilen möchte, kämpft also nicht primär mit der Sonne, sondern mit Regen. Das eigentliche Problem der Menschen bleibt ungelöst.
Prioritäten neu setzen
Die Frage drängt sich auf: Wäre es nicht sinnvoller, statt der Pflanzung vier teurer Baumreihen die Gehwege zu überdachen? Überdachungen würden sofortigen Schutz an zehnmal mehr Tagen im Jahr bieten, die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen und vermutlich weniger kosten als die millionenschweren Bäume.
Cafés, Eisdielen und Sitzgelegenheiten könnten wettergeschützt betrieben werden, Veranstaltungen wären unabhängig vom Wetter möglich. Bäume verschönern zwar das Stadtbild, spenden Schatten und können den Raum gliedern – wenn sie nicht gerade wertvolle Blickachsen verstellen. Ihr Nutzen im Alltag beschränkt sich jedoch auf die wenigen heißen Tage.
Es geht um nutzbaren Raum
Die SPD läuft Gefahr, ein Prestigeprojekt – grün, teuer, repräsentativ – zu favorisieren, während pragmatische Lösungen gefragt sind. In der Fuggerstraße geht es um nutzbaren Raum. Eine Überdachung der Gehwege wäre eine Investition, die sich direkt auszahlt – unabhängig von den wenigen Hitzetagen.
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Artikel vom
20.11.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kommentar, Parteien, Politik, Städtebau
Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch stellten SPD-OB-Kandidat Dr. Florian Freund und die Architekten Eberhard Wunderle, Sebastian Berz und Helmut Winhard ihren Zukunftsplan für die Fuggerstraße vor.
Von Bruno Stubenrauch

Visualisierung: Büro Helmut Winhard
Eberhard Wunderle beschrieb den Entwurf als „friedliche Planung zur Innenstadt“: Vier Baumreihen und neue Vorgartenzonen sollen ein ruhiges Stadtbild schaffen. Das bestehende Verkehrssystem könne ohne Änderungen weiter genutzt werden, was eine zügige Umsetzung ermögliche.
Sebastian Berz betonte die große klimatische Bedeutung erdverwurzelter Großbäume: Sie kühlten die Umgebung deutlich stärker als Kübelbäume und benötigten weniger Pflege. Die neue Fuggerpromenade könne zum „Grünen Tor“ der Innenstadt werden und zentrale Stadtteile klimatisch miteinander verbinden.
Dr. Florian Freund bezeichnete die Planung als zukunftsfähig und finanzierbar – und kündigte an, im Falle seines Wahlsiegs „sofort mit der Umsetzung“ zu beginnen.
Kommentar
Artikel vom
20.11.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kommunalwahl 2026, Parteien, Politik, Städtebau, Umwelt
Am Samstag, den 19. Juli 2025 von 12 bis 17 Uhr findet auf dem Königsplatz vor der Deutschen Bank die Veranstaltung „Aufbruch zur Klimastadt – Fuggerallee jetzt!“ statt.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Wiederbegrünung der Fuggerstraße als Symbol für eine umfassende Begrünung der Augsburger Innenstadt im Kontext des Klimawandels zu fordern. Acht umwelt- und verkehrspolitische Initiativen haben sich zusammengeschlossen, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und einen Aufbruch zur Klimastadt einzuleiten, da bisherige politische Versprechungen nur zu unzureichenden Maßnahmen geführt haben.
Die Veranstaltung bietet Live-Musik von den Künstlern Manuel Bolling, Martin Dix, Taljesin und Songhill Garten sowie Informations- und Infostände.

Artikel vom
19.07.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kurznachrichten, Aktion, Demo, Städtebau, Umwelt, Verkehr
Anlässlich der Jakober Kirchweih 2025 bietet die Fuggerei am kommenden Samstag und Sonntag, den 19. und 20. Juli, ab 9 Uhr freien Eintritt für ihre Besucher. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt.
In der Fuggerei, die Teil der Kirchweih ist, öffnet an beiden Tagen ab 12 Uhr ein Waffelstand und ein Eiswagen. Darüber hinaus gibt es eine Bastelstation, Gartenschach, eine Waldstation und viele weitere Mitmachangebote. Führungen durch die Geschichte und das Leben in der ältesten Sozialsiedlung der Welt stehen ebenfalls auf dem Programm, darunter zwei Kinderführungen jeweils um 15 Uhr.
Auch Bienen wohnen hier
An beiden Tagen um 14.30 Uhr gibt Imker Andreas Stiel Einblicke in die süße Seite der Fuggerei. Er erklärt alles rund um seine Tätigkeit und die hier lebenden Bienen. Das Ergebnis, der Bienenhonig, kann auch gekauft werden: von 9 bis 20 Uhr in der Herrengasse beim gelben F.
Die Museen der Fuggerei sind am Fest-Wochenende länger geöffnet: am Samstag von 9 bis 22 Uhr und am Sonntag von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt sowohl in die Fuggerei selbst als auch zu allen Veranstaltungen an den beiden Festtagen ist kostenlos. Unter dem Jahr beträgt der Eintrittspreis für Erwachsene 8 Euro (ermäßigt 7 Euro) und für Kinder von 8 bis 17 Jahren 4 Euro.

Eingang zur Fuggerei in der Jakoberstraße 26 – Foto: DAZ
Artikel vom
17.07.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Geschichte, Aktion, Baukultur, Kurznachrichten, Lifestyle, Veranstaltungshinweise, Wissen