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Samstag, 27.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Sozialpolitik

Sozialticket: Zwei weitere Stellungnahmen und eine Nebelfahrt

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg, das die Vergaberegelung der Stadt bezüglich des Sozialtickets kassierte, hat zu zwei weiteren politischen Stellungnahmen sowie zu einer spektakulären Nebelfahrt geführt.

Von Siegfried Zagler



Gleiches ungleich behandelt: Die Stadt Augsburg ist mit ihrem Sozialticket "light" gescheitert

Gleiches ungleich behandelt: Die Stadt Augsburg ist mit ihrem Sozialticket "light" gescheitert


„Wir begrüßen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg, das klar erklärt hat die bisherige Lösung verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz. Augsburg braucht ein Sozialticket für alle Menschen, die auf soziale Hilfen angewiesen sind. Die aktuelle Schmalspurlösung ist von Anfang an der falsche Weg gewesen, sind doch alle Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach SGB II (Hartz IV) davon ausgeschlossen. Wir fordern deshalb ein Sozialticket ohne wenn und aber, so der Vorstandsvorsitzende der Augsburger Grünen, Matthias Strobel.

Von Markus, Markus Arnold (FDP) ist zu vernehmen, dass sich die Stadt Augsburg ein Sozialticket sparen sollte und die (bisher) dafür im Haushalt eingestellten 500.000 Euro besser bei karitativen Einrichtungen aufgehoben wären. Markus Arnold räumt zwar ein, dass der Regelsatz bei Hartz-IV für Mobilität zu niedrig angesetzt sei, vertritt aber die Auffassung, dass in dieser Angelegenheit nicht die Kommunen, sondern der Gesetzgeber auf Bundesebene gefordert sei. Mit dieser Haltung liegt Arnold auf der gleichen Wellenlänge wie die beiden gescheiterten Sozialreferenten der vergangenen Stadtratsperioden, Konrad Hummel (SPD) und Max Weinkamm (CSU). Arnold kündigte gestern an, dass er im Sozialausschuss sowie im Stadtrat gegen ein erweitertes Sozialticket stimmen werde. „Wir können es uns nicht leisten“, so Arnold.

Thomas Lis, Fraktionsvorsitzender der AfD nahm die Debatte um das gescheiterte Sozialticket zum Anlass, um auf die allgemeine Finanzsituation der Stadt einzugehen und um wenig verklausuliert darzulegen, dass die AfD ein Sozialticket nicht für sinnvoll hält. Man müsse die schlechte finanzielle Entwicklung der Stadt stoppen, damit man wieder Spielräume habe, so Lis. „Während die Umlandgemeinden im Geld schwimmen, kämpft Augsburg mit stetig sinkenden Anteilen an der Einkommensteuer und gleichzeitig ständig stark steigenden Ausgaben im Sozialhaushalt.“ Die AfD erwarte nun von der Stadtregierung, dass sie eine saubere Lösung erarbeite, die auch eine klare Finanzierung und vor allem eine Gegenfinanzierung aufzeige. Bei den vielen sinnvollen anstehenden Projekten, müsse der Sozialreferent darlegen, wo er die Prioritäten setzte und auf welche Projekte er ggf. verzichten werde.

Weit daneben liegt Lis bei seiner Annahme, dass die aktuelle Stadtregierung das vom Verwaltungsgericht kassierte Sozialticket auf den Weg gebracht hat. Die Grünen und die SPD hätten sich beim Haushalt verbiegen müssen und dem aktuellen Sozialreferenten Stefan Kiefer hätte auffallen müssen, dass dieses Sozialticket gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoße. „Durch die der großen Koalition geschuldete Kompromisssuche, die in diesem Fall ja ein grobes Verbiegen der SPD und der Grünen erforderte“, sei keine gute Lösung erarbeitet worden. – Dem Fraktionsvorsitzenden der AfD ist bei seiner Nebelfahrt offenbar entgangen, dass das aktuelle Sozialticket mit der gescheiterten Vergabepraxis noch in der zurückliegenden Stadtratsperiode von der CSM und CSU entwickelt und beschlosssen wurde. Die SPD, die Grünen und die Linken hatten sich vehement gegen diese Variante gewehrt, konnten sich aber mit ihren Vorstellungen eines Sozialtickets für alle Bedürftigen gegen die damalige bürgerliche Allianz nicht durchsetzen.

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Sozialticket: Das Urteil, die ersten Reaktionen

Das Urteil des Augsburger Verwaltungsgerichts in Sachen Sozialticket hat zu ersten Bewertungen seitens der Politik geführt. Laut Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg muss die Stadt Augsburg erneut über das Sozialticket entscheiden. Vier Leistungsempfänger nach SGB II (Hartz IV) hatten dagegen geklagt, dass ihnen kein Sozialticket gewährt worden ist. Das Gericht hat die Ablehnung einer speziellen Gruppe […]

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Sozialticket: Stadt muss neu entscheiden

Der Stadtratsbeschluss in Sachen Sozialticket vom Januar 2014 ist hinfällig. Das Augsburger Verwaltungsgericht hat vier Klägern Recht gegeben, deren Antrag auf ein Sozialticket abschlägig entschieden wurde. Die Stadt kann nun Berufung beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München einlegen oder dem Stadtrat einen neuen Beschluss vorlegen. Bei den Klägern handelt es sich um arbeitssuchende Hartz-IV-Empfänger, die gemäß […]

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Grüne diskutieren Erstauf­nahme­einrichtung für Asyl­bewerber am Flughafen

Die erste Gelegenheit, die am Augsburger Flughafen geplante Erstaufnahme­einrichtung für 500 Asylbewerber (EAE) öffentlich zu diskutieren, bieten die Grünen auf ihrer Stadtversammlung am morgigen Mittwoch. Am Augsburger Flughafen – Foto: Kleeblatt-Film Die EAE steht nach der Begrüßung und einer offenen Runde als dritter Punkt auf der Tagesordnung der traditionell öffentlichen Stadtversammlung der Augsburger Grünen, die […]

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Asyl: AfD für Erstauf­nahme­ein­richtung in Augsburg

Die AfD-Fraktion im Augsburger Rathaus spricht sich dafür aus, die für Schwaben vorgesehene Erstaufnahme­einrichtung für Asylbewerber in Augsburg zu errichten. Dies könne Augsburg bei der längerfristigen Unterbringung entlasten.
Erstaufnahmeplätze werden auf das von der Landesregierung zugewiesene Aufnahme­kontingent von Flüchtlingen angerechnet. Damit ergäbe sich eine deutliche Entspannung […]

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Amt für soziale Leistungen barrierefrei

Das Amt für soziale Leistungen (ASL) in der Stadtmetzg hat seit Mittwoch einen neu eingebauten Aufzug. Damit ist die Stadt Augsburg beim Ausbau der Barrierefreiheit ihrer öffentlichen Gebäude einen großen Schritt weiter. Verwaltungsgebäude der Stadt sollten von allen Bürgern, auch von Müttern mit Kinderwagen, älteren und mobilitätseinge­schränkten Menschen gleicher­maßen genutzt werden können, so OB Kurt […]

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Stadtbücherei: Schließt Lechhausen während der Sommerferien?

Die Stadtteilbücherei in Lechhausen soll während des Ferienmonats August geschlossen werden. Dies ist aus dem Veranstaltungskalender der Neuen Stadtbücherei zu entnehmen: „Im August ist die Stadtteilbücherei Lechhausen geschlossen“, heißt es dort lapidar. Verschiedene Stadtteilbüchereien sollten wegen Personalmangel bereits in der Vergangenheit während der Sommerferien geschlossen werden. Damals gab es nach Informationen der DAZ eine Initiative von „ganz […]

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Sozialarbeit für Prostituierte

Die Stadtratsfraktion der Grünen sieht die Situation von Prostituierten in der Stadt Augsburg verbessert. Am kommenden Montag wird der Allgemeine Ausschuss zwei SozialarbeiterInnen-Stellen beschließen, die im Milieu arbeiten werden. „Mit diesen beiden Stellen erkennt die Stadt nun endlich an, dass auch sie einen Auftrag hat, sich um Prostituierte zu kümmern und es nichts bringt, sich […]

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Mehr Transparenz bei Asyl­unterkünften

Aus schlechter Erfahrung mit der „Ottostraße“ im Stadtteil Rechts der Wertach wollen OB Dr. Kurt Gribl und Sozial­referent Dr. Stefan Kiefer mit dem Thema Asyl­unter­künfte künftig „offen und transparent“ umgehen. Dies gab die Stadt am Freitag bekannt. Die Unter­bringung von Asylbe­werbern bleibe selbst­verständlich Ange­legenheit der Regierung von Schwaben, so der OB. „Es ist aber Aufgabe […]

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Sozialpaten gesucht

Zur Verstärkung der Sozialpaten werden neue Freiwillige gesucht. Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an einem Engagement als Sozial­paten haben, sind am Mittwoch, den 21. Mai von 16 bis 18 Uhr zu einer Informa­tions­veran­staltung eingeladen. Die Veranstaltung findet im Freiwilligen-Zentrum Augsburg, Philippine-Welser-Str. 5 (Innenhof des Verwaltungs­gebäudes I der Stadt Augsburg) statt. Sozialpaten sind engagierte Bürgerinnen und Bürger im Bündnis […]

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