DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Mittwoch, 14.01.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Politik

Kommunalwahl: ÖDP präsentiert ihr Programm im Netz

Das Wahlprogramm der ÖDP Augsburg verbindet öko­logische Nach­haltigkeit und Ressourcen­schutz mit einer betont bürgernahen, sozial gerechten Stadt­entwicklung. Es setzt auf eine resiliente Infra­struktur sowie auf den Erhalt analoger Teilhabe und geschlechter­sensibler Gesund­heits­förderung. Die DAZ hat das Programm gelesen und für die Leser zusammengefasst.

Von Bruno Stubenrauch

Anders als die PDF-Versionen der Wahlprogramme von CSU und Grünen hat das als Webseite verfügbare ÖDP-Programm ein Inhalts­verzeichnis. Aus diesem heraus kann man die Einzel­themen direkt anspringen:

  • Augsburg braucht mehr Bäume
  • Augsburg braucht einen besseren Öffentlichen Personen­nahverkehr (ÖPNV)
  • „Friedensstadt Augsburg“ neu denken
  • Recht auf ein analoges Leben ohne Digitalzwang
  • Augsburg soll wieder sauber werden
  • Augsburg sorgt sich um einen guten Wasser­haushalt – denn Wasser ist Leben
  • Augsburg macht sich stark für frauen­spezifische Gesundheit
  • Augsburg stärkt die heimische Wirtschaft

Zu den Themen im Einzelnen:

Augsburg braucht mehr Bäume

Angesichts des Klimawandels strebt die ÖDP eine Ausweitung städtischer Grünflächen an. Da Nach­pflanzungen Altbäume ökologisch nicht sofort ersetzen, bedarf es einer Budget­erhöhung für die Grünpflege und das zuständige Amt. Mit einem Bürger­begehren soll die Neupflanzung von 7.000 Bäumen initiiert werden.

Augsburg braucht einen besseren Öffentlichen Personen­nahverkehr (ÖPNV)

Angestrebt wird ein flächen­deckender 15-Minuten-Bus-Takt und eine bessere Abstimmung der Umstiegs­punkte. Ein Straßenbahn-Bypass soll das Netz entlasten und die Erreich­­barkeit der Stadt­teile bei Veran­­staltungen sichern. Hierzu strebt die ÖDP zusammen mit der altaugsburg­gesellschaft ein Bürger­begehren an.

„Friedensstadt Augsburg“ neu denken

Die ÖDP definiert das Konzept der Friedensstadt als prozess­hafte Diskussions­kultur. Ziel ist eine inklusive Stadt­gesellschaft, die unter­schiedliche Lebens­entwürfe integriert und explizit Raum für den Austausch gegen­sätzlicher Meinungen schafft, ohne dabei ausgrenzend zu wirken.

Recht auf ein analoges Leben ohne Digitalzwang

Zur Vermeidung von Diskriminierung – insbesondere von Senioren oder Menschen mit Behinderung – fordert die ÖDP ein Recht auf die Nutzung öffent­licher Leistungen ohne Digital­zwang. Die Teilhabe am gesell­schaft­lichen Leben muss demnach auch ohne digitale Endgeräte oder obliga­torische Daten­preisgabe möglich bleiben.

Augsburg soll wieder sauber werden

Gegen die Vermüllung setzt das Programm auf verstärkte Reinigungs­zyklen, mehr­sprachige Hinweis­schilder und Bußgelder. Bürger­schaft­liches Engagement bei der Müll­beseitigung soll zudem öffentlich gewürdigt werden.

Augsburg sorgt sich um einen guten Wasserhaushalt – denn Wasser ist Leben

Für die ÖDP ist der Schutz der Wasser­versorgung als öffent­liches Gut obliga­torisch. Gefordert werden ein Monitoring der Grundwasser­bestände, die Begrenzung privater Entnahmen und die Umsetzung von Schwammstadt-Konzepten gegen Starkregen.

Augsburg macht sich stark für frauen­spezifische Gesundheit

Das Programm fordert eine geschlechter­sensible Medizin auf kommunaler Ebene. Konkrete Maßnahmen umfassen die kostenlose Bereit­stellung von Menstruations­produkten in öffent­lichen Gebäuden, Aufklärungs­initiativen zu Erkrankungen wie Endometriose und die Vernetzung lokaler medi­zinischer Akteure zur Schließung diag­nostischer Lücken.

Augsburg stärkt die heimische Wirtschaft

Zur Sicherung der Nahversorgung und der sozialen Funktion von Begegnungs­stätten strebt die ÖDP die Förderung des lokalen Einzel­handels und Handwerks an. Dies soll durch einen intensi­vierten Dialog zwischen Stadt­verwaltung und Betrieben sowie durch den Abbau büro­kratischer Hemmnisse erreicht werden.


Weiterführende Links:

ÖDP-Wahlprogramm 2026 im Netz

Das Programm als pdf (80 kB)

gesamten Beitrag lesen »



„Wir. Du. Eva.“ – CSU stellt Wahlprogramm vor

Am vergangenen Freitag hat neben den Grünen auch die CSU Augsburg ihr Programm für die Kommunal­wahl 2026 vorgestellt. Die CSU setzt darin auf das Leitbild der „Gesunden Stadt“ und verfolgt einen ganz­heit­lichen Ansatz zur Stärkung von Lebens­qualität und Resilienz durch Investi­tionen in Bildung, Innovation, soziale Sicherheit und Stadt­entwicklung. Die DAZ hat das 40-seitige Programm gelesen […]

gesamten Beitrag lesen »



BSW startet Wahljahr mit Grundsatzrede zur Außenpolitik

Auch Unterstützerunterschriften sind Thema Mit deutlich mehr als 120 Besucherinnen und Besuchern ist der erste Neujahrs­empfang des Bündnis Sahra Wagenknecht BSW in Augsburg auf große Resonanz gestoßen. Hauptredner war der Politik­wissen­schaftler und Nahost-Experte Dr. Michael Lüders, der in einem langen, zugleich kurz­weiligen Vortrag Grund­linien und Bruch­stellen deutscher Außen­politik analysierte. Von Bruno Stubenrauch Unter dem Titel „Friedens­angst? Warum […]

gesamten Beitrag lesen »



„Dafür sind wir hier:“ Grüne stellen Wahlprogramm vor

Am vergangenen Freitag haben die Augsburger Stadt-Grünen ihr Programm für die Kommunal­wahl 2026 vorgestellt. Geprägt von dem Gedanken, dass Zukunft dort entsteht, wo Menschen leben, hat die Partei grüne Grund­über­zeugungen in konkrete Antworten auf die Heraus­forderungen einer bayerischen Großstadt übersetzt. Die DAZ hat das 96-seitige Programm gelesen und für die Leser zusammengefasst. Obwohl das Programm […]

gesamten Beitrag lesen »



BSW lädt zum Neujahrsempfang

Zwischen diplomatischer Krise und kommunalem Aufbruch: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) lädt am kommenden Sonntag, den 11. Januar 2026, zum Neujahrs­empfang in das Hotel am Alten Park ein. Prominenter Gast der Ver­an­staltung ist der Politik­wissen­schaftler und Best­seller-Autor Dr. Michael Lüders, seit 6. De­zem­ber 2025 auch stell­ver­treten­der Bundes­vor­sitzen­der der Partei. Unter dem Titel „Friedens­angst – Warum deutsche Außen­poli­tik […]

gesamten Beitrag lesen »



„26 für 26“: Florian Freund bläst zum „Großputz“ in Augsburg

Kaputte Fliesen, beißender Geruch und Eltern, die aus Verzweiflung selbst zum Putzeimer greifen: Der Zustand der Schul­toiletten ist für OB-Kandidat Dr. Florian Freund (SPD) mehr als nur ein Ärgernis – es ist eine „Bankrott­erklärung“ der aktuellen Stadt­führung. Pünktlich zum Schulstart nach den Weihnachts­ferien präsentiert Freund zwei zentrale Wendepunkte seines Programms „26 für 26“, um die Stadt wieder […]

gesamten Beitrag lesen »



Meet & Greet: Was bedeutet Maduros Entführung für Europa und die Welt?

Die weltpolitische Lage gibt zu Beginn des Jahres 2026 bereits Anlass zur Sorge. Vor diesem Hintergrund lädt Volt Augsburg zu einem politischen Meet & Greet mit Diskussion ein. Unter dem Titel „Was bedeutet Maduros Entführung für Europa und die Welt?“ geht es am Donnerstag, 8. Januar 2026 um 19 Uhr in den Zeughausstuben Augsburg um aktuelle globale […]

gesamten Beitrag lesen »



Neue Grundschule mit Montessori-Konzept

Zum Schuljahr 2026/27 eröffnet die Augs­burger Lehmbau­gruppe in der Mindel­heimer Straße in Augsburg-Ober­hausen die Momento Schule Augsburg. Von Bruno Stubenrauch Aktuelle Außenansicht der Schule Die neue Grundschule mit offener Ganztags­struktur setzt auf einen bewusst späteren Schul­beginn und ein päda­gogisches Konzept, das die Montessori-Pädagogik mit aktuellen Erkennt­nissen aus Lern­forschung, Neuro­didaktik und Positiver Pädagogik verbindet. Die Schul­gründung […]

gesamten Beitrag lesen »



V-Partei³ rügt Instagram-Videos von OB Eva Weber

Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) steht im Fokus einer kommunal­aufsicht­lichen Prüfung, beantragt vom Stadtrat Roland Wegner (V-Partei³). Im Raum steht der Vorwurf, die Rathaus­chefin würde die Grenzen zwischen ihrem öffent­lichen Amt und ihrer partei­politi­schen Arbeit auf Instagram syste­matisch verwischen. Von Bruno Stubenrauch Konkret geht es um Videos auf Webers Instagram-Kanal „eva.k.weber“, die sie bei offi­ziellen Terminen […]

gesamten Beitrag lesen »



Instagram und die zwei Hüte

Warum OB Eva Webers „Collabs“ ein Problem sind Kommentar von Bruno Stubenrauch Darf eine Oberbürger­meisterin auf Instagram zeigen, was sie tut? Natürlich – sie soll es sogar. Doch die Art und Weise, wie Eva Weber ihr Amt digital inszeniert, wirft Fragen auf, die weit über ein paar Likes hinausgehen. In unserer Demokratie gilt das strikte […]

gesamten Beitrag lesen »