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Freitag, 16.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Brechtmeile: Eine kleine Sensation im Brechthaus

Die fünfte „Brechtmeile“, ein von der Stadt und der Regio Augsburg entwickeltes Format „zu Ehren des großen Bertolt Brecht“ hatte am vergangenen Wochenende zwei Überraschungen vorzuweisen.

Brecht-Collagen von Ernst Wilhelm Foto: DAZ

Zum einen, dass man Brecht auch ehren kann, wenn man bayerische Gstanzl spielt, wie es im Drunken Munkey mit dem „Haberer-Zwoagsang“ der Fall war. Das Dialektische und die darin verschrobenen Weisheiten sind sehr nah bei Brecht, besonders dann, wenn man sie so süffisant mit einem feinen ironischen Unterton vorträgt wie Siegfried und Gisela Bradl (Gesang, Gitarre und Akkordeon). Überraschend die Mackie-Messer-Ballade, von Bradl großartig interpretiert. Schade nur, dass das Publikum dieser Kneipe eher wenig Interesse an den Tag legte. Im weiteren Verlauf des Abends folgten im Brechts stilsichere Chansons von Andrea Geis, die mit ihren Interpretationen das Publikum begeisterte. Klassisch dagegen die Brecht-Revue von Lena Weixler (Gesang) und Stephanie Knauer (Klavier).

Ein angenehmer Sommerabend in der kühlen Gasse Auf dem Rain, die sich für das Label „Brechtmeile“ sowenig eignet, wie ein langstieliges Sektglas in den Händen von Oskar Maria Graf. Am Samstag war das Ehepaar Schiller mit einer poetischen Gegenüberstellung an der Reihe. Sybille Schiller stellte die Buckower Elegien dem Mariendorfer Tagebuch von Rilke gegenüber und erzählte ihre erlebte Geschichte des 17. Juni als sechsjähriges Kind.

Doch die eigentliche Sensation war die Ausstellungseröffung im hinteren Raum des Brechthauses. Die Witwe des 2006 verstorbenen Künstlers Erich Wilhelm stellte dem Brechthaus 17 Collagen ihres Mannes zur Verfügung. Waltraud Vogel-Wilhelm erzählte kurzweilig die Lebensgeschichte ihres Mannes und erklärte einige der Grafiken, die zum ersten Mal ausgestellt sind. Erich Wilhelm hat als Künstler keine Ausstellung organisiert, sein umfangreiches Werk wartet noch auf seine Entdeckung. Der erste Schritt ist unternommen.

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Steigenberger Hotel soll sich von „Drei Mohren“ trennen

Das Hotel „Drei Mohren“ in der Augsburger Maximilianstraße steht erneut wegen seines Namens in der Kritik. Die Omnipräsenz der sprachlichen Begrifflichkeit sowie der bildlichen Darstellung im Außen- wie Innenbereich „knüpfe stark an rassistische Darstellungen aus der Zeit der Sklaverei und der Rassentrennung an“, so Claas Henschel, der am Lehrstuhl für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg beschäftigt […]

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Im Labyrinth der Versäumnisse – eine Chronologie zur Causa Höhmannhaus

Schön weitläufig wohnt es sich im „Höhmannhaus“, einem viergeschossigen Patrizierhaus in der Maximilianstraße, das in seinem Kern auf das 16. Jahrhundert zurückgeht und dessen hofseitige Flügelbauten mit Elias Holl in Verbindung gebracht werden. Es gibt ein kühles Treppenhaus, einen historisch anmutenden Aufzug und einen großflächigen Hinterhof mit einem schattigen Garten. Auf einem der zehn Klingelschilder steht […]

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Stadträte des Augsburger Kulturausschusses diskutieren über „Politik und Utopien“

„Politik und Utopien“ so das Thema eines Frühschoppen-Gesprächs mit den Mitgliedern des Augsburger Kulturausschusses. Im Rahmen des Kulturprogramms zum Hohen Friedensfest findet am Samstag, den 4. August, von 10 bis 12 Uhr ein Frühschoppen in Brechts Bistro (Auf dem Rain 6) statt. Es besteht die Möglichkeit zu einem Weißwurst-Frühstück oder einer vegetarischen Alternative. Von Politikern erwarten […]

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Theater Augsburg: „Spielfeld performativer und politischer Auseinandersetzung“

André Bücker startete in seiner ersten Saison neue Projekte und Kooperationen; die selbstreferenzielle Bewertung des Augsburger Theaters fällt – wenig überraschend – positiv aus, während es zugleich – einigermaßen überraschend – Kritik von der Stadtspitze gibt. Oberbürgermeister Kurt Gribl zeigte sich verschnupft über Bückers „Neuausrichtung der Sponsorenstrategie“ sowie über die Kommunikation bezüglich der Zuschauerzahlen in […]

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Ausstellung: Mythos, Macht und Menschlichkeit

Druckgrafiken von Hendrik Goltzius aus der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau werden im Schaezlerpalais bis zum 23. September ausgestellt Der in dem niederrheinischen Ort Brüggen bei Venlo geborene Hendrick Goltzius (1558–1616/17) gilt als einer der prominentesten Kupferstecher des Manierismus. Er war schon zu seinen Lebzeiten so bekannt, dass er während seines Italienaufenthalts 1590 bis 1591 inkognito reiste – […]

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Theater Augsburg kooperiert mit Ensemble aus Kapstadt

Das Theater Augsburg bereitet für die Spielzeit 2018/2019 und 2019/20 eine Kooperation mit dem südafrikanischen Figurentheater Ukwanda vor, die mit Mitteln des TURN-Fonds von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird. Im Rahmen des Programms, das der Zusammenarbeit von deutschen und afrikanischen Künstlern gewidmet ist, soll unter dem Arbeitstitel »World Heritage / Sharitage: Water« eine Inszenierung […]

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Sensemble Theater geht mit Rekordzahlen ins Saison-Finale

Sensemble Theaterleiter Sebastian Seidel zeigt sich mit den Besucherzahlen zufrieden Die Sensemble-Saison ist noch nicht  zu Ende und schon steht fest, dass die Besucherzahlen zum 20. Male in Folge gestiegen sind: Alle Vorstellungen von HERZ ÜBER KOPF 2.0 bis zum Saison-Ende sind restlos ausverkauft. Nur für das IMPROTHEATER-FESTIVAL im martini-Park am 10. und 11. August gibt […]

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Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement

Ein neues Format zum Nachdenken und Diskutieren zur politischen Rolle der Autoren in einer zunehmend sich veränderten Öffentlichkeit soll drei Tage im Rahmen des Augsburger Friedensfestes die Zuhörer in den Bann ziehen. In der Reihe „Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement“ kommen einflussreiche Künstler zu Wort, um ihre Arbeit in einen politschen Kontext zu stellen. […]

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Predigt-Slam in der Kresslesmühle

Am kommenden Mittwoch findet in der Kresslesmühle eine bemerkenswerte Veranstaltung statt, die sich bereits zum siebten Mal jährt: der Augsburger Predigt-Slam. Unter den Slamern befinden sich der Intendant des Augsburger Stadttheaters André Bücker, Kulturredakteur Richard Mayr (Augsburger Allgemeine) und DAZ-Herausgeber Siegfried Zagler. Weitere Teilnehmer sind Pia Ligner-Böld sowie Dirk von Gehlen. Sieben Minuten darf gepredigt […]

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