Freibadsaison 2026 in Augsburg: AfD kritisiert Anstieg der Polizeieinsätze
Nach dem Ende der Freibadsaison 2026 sorgt die Sicherheitslage in den Augsburger Bädern für politische Diskussionen. Die AfD-Stadtratsfraktion übt deutliche Kritik und beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen aus dem städtischen Sportausschuss. Die Stadtverwaltung hingegen sieht keinen Grund zur Sorge und verweist auf das insgesamt niedrige Niveau der Vorfälle.
Von Bruno Stubenrauch

Drei Polizeieinsätze von Juni bis September: Freibad Lechhausen (Bild: DAZ)
Laut dem Bericht des Sport- und Bäderamtes wurden im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 16. September 2026 insgesamt 12 Polizeieinsätze in und an den vier städtischen Freibädern (Familienbad, Bärenkellerbad, Fribbe und Freibad Lechhausen) verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr 2025, in dem lediglich 5 Einsätze registriert wurden, bedeutet dies ein Plus von 140 Prozent.
Besonders im Fokus steht dabei das Bärenkellerbad: Hier stieg die Zahl der polizeilichen Einsätze von einem Fall im Jahr 2025 auf sieben Fälle in der abgelaufenen Saison. Das Spektrum der Einsatzgründe reicht von Diebstahl und Sachbeschädigung über Beleidigung und Hausfriedensbruch bis hin zu Körperverletzungsdelikten.
Kritik der AfD am städtischen Lagebild
Die AfD-Fraktion nimmt diesen Anstieg in einer Pressemitteilung zum Anlass für scharfe Kritik. Fraktionsvorsitzender Andreas Jurca verweist darauf, dass die Polizeieinsätze überproportional stark zugenommen hätten – die Besucherzahlen seien im gleichen Zeitraum nur um rund 37 Prozent gewachsen. Es sei fragwürdig, die Sicherheitslage vor diesem Hintergrund als unproblematisch abzutun.
Statistisch würden sich „immer wieder dieselben Personengruppen als problematisch“ herausstellen. Die Fraktion fordert deshalb effizientere Maßnahmen und ein offenes Ansprechen der Entwicklung: „Die Augsburger Bürger haben ein Recht darauf, ihre Freibäder unbeschwert besuchen und sich dort sicher fühlen zu können“, so die AfD.
Verwaltung verweist auf niedriges Gesamtniveau
Die Stadt Augsburg stellt die Situation in ihrer Bilanz deutlich anders dar. Trotz des statistischen Anstiegs bewege sich die Zahl von 12 Einsätzen während der gesamten Sommersaison und bei Hunderttausenden von Badegästen weiterhin auf einem „vergleichsweise niedrigen Niveau“.
Zudem, so die Verwaltung, ließen sich aus den bloßen Einsatzgründen und Fallzahlen keine Rückschlüsse auf die konkrete Schwere der einzelnen Vorfälle oder deren Hintergründe ziehen.