DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 15.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Dirk Wurm: Es braucht Klarheit zur Modernisierung und zum Neubau des Theaters

Die aktuell in die Kritik geratene Planung des Bauteils 2 der Augsburger Theatersanierung könnte zu einem Thema im Wahlkampf werden. Die Politik schießt sich gerade darauf ein. Vergangene Woche gab OB-Kandidat Dirk Wurm ein Statement ab. 

Nach intensiven Diskussionen über die Modernisierung des Großen Hauses des Staatstheaters Augsburg und die Ausgestaltung des sogenannten Bauteils 2 – den Neubau des Verwaltungs- und Werkstättengebäudes samt Schauspielhaus – im Sommer dieses Jahres, sei nicht klar, wie es nun weitergehe und welche Kosten dafür voraussichtlich auf die Augsburgerinnen und Augsburger zukommen werden. So beginnt eine Stellungnahme vom OB-Kandidaten der SPD, Dirk Wurm.

„Klar ist, dass die Modernisierung des Großen Hauses am Kennedy-Platz kommt, und dass dafür auch die Infrastruktur mit einem entsprechenden Verwaltungs- und Werkstättengebäude errichtet werden muss. Das Große Haus in zentraler Lage mit seinem differenzierten Programm stellt einen Mehrwert für unsere Stadt und sein kulturelles Leben dar“, so Wurm.

„Klar ist auch, dass das ganze Vorhaben finanzierbar sein muss, weswegen der Stadtrat auf Antrag der SPD eine Kostenobergrenze von 189 Millionen Euro für beide Bauteile beschlossen hat (zuzüglich konjunkturell bedingter Baupreissteigerungen)“, so Wurm.

Unklar stellt sich dagegen für Dirk Wurm und die SPD-Fraktion im Rathaus die Situation rings um das neue Schauspielhaus dar, welches als Anbau an das Große Haus geplant ist. Die Kostensituation sei nicht geklärt.

„Hier braucht es schnellstmöglich Antworten, unter Berücksichtigung der temporären und gut angenommenen Spielstätten im martini-Park und am Gaskessel. Denn einerseits wurden diese Spielstätten mit erheblichem finanziellen Aufwand hergestellt, andererseits kann in der räumlichen Diversität durchaus eine Chance für die Verankerung des Staatstheaters in der Stadtgesellschaft liegen, indem neue, „theaterfernere“ Zielgruppen angesprochen werden“, erklärt Dirk Wurm.

„Mir ist wichtig, dass Modernisierung und Neubau des Theaters Augsburgs realistisch und ordentlich dargestellt werden und, dass nicht Luftschlösser gebaut werden, die am Ende nicht finanzierbar sind, sodass damit das Engagement der Mitarbeiter*innen des Staatstheaters auf allen Ebenen, ebenso wie das der Bürger*innen umsonst war“, so Wurm weiter.

„Dies sollte bis Ende des Jahres gelingen, denn nur mit einem klaren Konzept zur Umsetzung wird es auch möglich sein, private Unterstützer mit Hilfe der Stiftung für das neue Staatstheater Augsburg zu gewinnen. Unterstützung, die es dringend braucht und die bei ähnlichen Vorhaben in anderen Städten dann auch akquiriert werden konnte“, so Wurm abschließend.

 

gesamten Beitrag lesen »



André Bücker: Es macht keinen Sinn, auf Dauer im Gaswerk zu bleiben

André Bücker, Intendant des Staatstheaters Augsburg, positioniert sich im Gespräch mit Jürgen Kannler bezüglich der Augsburger Theatersanierung. Für die DAZ ein Grund sich zu verneigen, denn schließlich steht aktuell das gesamte Bauteil 2 auf dem Prüfstand. Das Interview erschien zuerst in a3kultur und darf freundlicherweise von der DAZ „nachgedruckt“ werden. „Ich gehe heute davon aus, […]

gesamten Beitrag lesen »



Traum oder Wirklichkeit? „Luzid“ am Staatstheater Augsburg

Als deutsche Erstaufführung inszeniert David Ortmann Rafael Spregelburds Stück auf der Brechtbühne Von Halrun Reinholz So viel Harmonie zu Beginn! Eine glückliche Familie – Mutter mit Tochter und Sohn, wie sich dann herausstellt – ist in einem sehr angenehmen Restaurant-Ambiente („Feng Shui!“) versammelt, um den 25. Geburtstag von Lucas zu feiern. Dass es so harmonisch nicht bleiben […]

gesamten Beitrag lesen »



Über die Vergänglichkeit der Liebe und die Erinnerung daran

Bittersweets Aufzeichnungen: Gerhard Gross schenkt der Brecht-Sammlung der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg ein bedeutendes Dokument Paula Banholzer, Tochter des Arztes Carl Banholzer, der im Unterallgäu praktizierte, besuchte in Augsburg das Maria-Theresia-Gymnasium. Bert Brechts und ihre Wege kreuzten sich im Frühling 1917. Brecht verliebte sich in Paula, nannte sie „Bi“ oder auch „Bittersweet“, weil sie lange seinem […]

gesamten Beitrag lesen »



Selbstbestimmt? – Schnitzlers Fräulein Else am Theter Ensemble

Mit dem City Club am Königsplatz bringt man nicht zwangsläufig Theater in Verbindung. Und doch logiert hier seit geraumer Zeit das Theter Ensemble: Junge Theaterbegeisterte, deren harter Kern einst beim JTT des (damals noch nicht Staats-) Theaters Augsburg seine „Grundausbildung“ hatte.   Der künstlerische  Leiter Leif Eric Young gehört dazu, die Dramaturgin Eva Ries. Und […]

gesamten Beitrag lesen »



Mozarthaus bleibt im Mozartjahr komplett geschlossen

Das Augsburger Mozarthaus in der Frauentorstraße ist seit dem 1. Oktober 2018 geschlossen, da es umfassend saniert und neu gestaltet wird. Die Wiedereröffnung war zum 300. Geburtstag von Leopold Mozart am 14. November 2019 vorgesehen. Daraus wird nichts, wie Kulturreferent Thomas Weitzel am Dienstag im Kulturausschuss berichtete. Frühestens Ende Januar 2020 soll nach Informationen der DAZ die […]

gesamten Beitrag lesen »



Lettl-Verein wird von Stadt gefördet: Kulturausschuss genehmigt 25.000 Euro

Der Augsburger Maler Wolfgang Lettl (1919 -2008) hat ein Werk von über 500 Bildern hinterlassen. Seit 1992 wird Lettls Vermächtnis, das auf dem Kunstmarkt nie geschätzt wurde, von einem Verein zur „Förderung surrealer Kunst“ ausgestellt, verbreitet und erhalten. Das verborgene Lettl-Museum in der Zeuggasse wird nun von der Stadt mit einer einmaligen Zahlung von 25.000 Euro […]

gesamten Beitrag lesen »



Wahlkampf: SPD bemängelt Defizite der Augsburger Kulturpolitik

Der Wahlkampf macht es möglich: Die SPD benennt eine große Schwachstelle der Augsburger Stadtregierung, nämlich die Defizite in der Kulturpolitik. Von Siegfried Zagler Mit Thomas Weitzel ist die Stadt Augsburg mit einem Kulturrefenten geschlagen, der kaum aktive Kulturpolitik macht, keine Vorstellungen und schon gar keine Pläne entwickelt. Dafür gibt es reihenweise Gutachten und einen städtischen […]

gesamten Beitrag lesen »



Neue Sonderausstellung im „Römerlager“: Die Via Claudia Augusta, ein unsichtbares Denkmal

Eine neue Sonderausstellung kommt ins „Römerlager“  Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg zeigen vom 12. Oktober 2019 bis 1. März 2020 im „Römerlager“ (Zeughaus), die Sonderausstellung „Die Via Claudia Augusta, ein unsichtbares Denkmal“. Neben erhaltenen Spuren der antiken Straße in Bayern ist auch Wissenswertes zur Organisation einer Baustelle und den Urhebern der Via Claudia Augusta zu sehen. Während der […]

gesamten Beitrag lesen »



Theaterpremiere am Tag der deutschen Einheit: Born in the GDR

Am 3. Oktober zeigt das Sensemble Theater BORN IN THE GDR. Ein Schauspiel mit Daniela Nering, Wini Gropper, Dörte Trauzeddel und Fred Brunner. Regie führt Dagmar Franz-Abbott. „Wir leben in Deutschland und manchmal haben wir sie fast vergessen – die Mauer, die sich einst durch unser Land zog. 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal – Zeit […]

gesamten Beitrag lesen »