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Dienstag, 19.11.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Mozarthaus bleibt im Mozartjahr komplett geschlossen

Das Augsburger Mozarthaus in der Frauentorstraße ist seit dem 1. Oktober 2018 geschlossen, da es umfassend saniert und neu gestaltet wird. Die Wiedereröffnung war zum 300. Geburtstag von Leopold Mozart am 14. November 2019 vorgesehen. Daraus wird nichts, wie Kulturreferent Thomas Weitzel am Dienstag im Kulturausschuss berichtete.

Mozarthaus nachts Foto: Regio Augsburg

Frühestens Ende Januar 2020 soll nach Informationen der DAZ die Wiedereröffnung stattfinden. Die Sanierungsarbeiten sind noch im vollen Gang und die Weitzel-Aussage, dass man zumindest zu Leopold Mozarts Geburtstag wiedereröffnen könne, sei ohnehin nicht viel mehr als ein ein frommer Wunsch gewesen, hieß es aus informierten Kreisen.

Mit dem Geburtshaus von Leopold Mozart, dem Vater, Mentor und Manager des berühmtesten aller Mozarts, Wolfgang Amadeus, verfügt die Stadt Augsburg über ein starkes Kulturerbe. Das darin untergebrachte Museum soll nach einer umfassenden Neugestaltung für Bürger aus Augsburg und der Region sowie für Touristen aus aller Welt künftig ein zentraler Anlaufpunkt für Informationen über Leopold Mozart und sein Leben sein. Wolfgang Amadeus Mozarts Vater Leopold Mozart wurde am 14. November 1719 in Augsburg geboren. Seine Musikbeseeltheit und Erziehungshingabe ermöglichten die einzigartige Karriere seines Sohnes. Sein Leben und Wirken hält die Stadt Augsburg durch die Pflege des „Mozarthauses“ und der Musikschule „Leopold-Mozart-Zentrum“ (LMZ) in Ehren. Durch diverse Veranstaltungsreihen beansprucht die Stadt Augsburg die „Marke Mozart“ seit geraumer Zeit, doch 2019 kommts besonders dick: Der Violinwettbewerb Leopold Mozart findet vom 31. Mai bis zum 8. Juni 2019 statt, zuvor steht im Mai verteilt über mehrere Termine das Deutsche Mozartfest an. Mozart soll somit 2019 zu einer herausragenden Figur des städtischen Kultur-Marketing werden. Auf die Stadt Augsburg entfällt für die Neugestaltung der Ausstellung inklusive der Sanierung sämtlicher Räume des Hauses ein geplanter Betrag in Höhe von 300.000 Euro. Drittmittel in Höhe von 264.000 Euro werden von der Landesstelle für die nicht staatlichen Museen in Bayern sowie von bereits zugesagten Spendern und Sponsoren erwartet.