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Donnerstag, 08.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Ausnahmejahr 2026: Fastenzeiten fallen zusammen

In diesem Jahr beginnen die christliche Fastenzeit und der musli­mi­sche Ramadan am selben Tag: dem Mittwoch, 18. Februar 2026. Auch die Bahá’í-Fastenzeit (2.–21. März) fällt in diesen Zeitraum, während Alevitinnen und Aleviten bereits am 11. und 12. Februar ihre Hizir-Fastentage hielten.

Von Bruno Stubenrauch

Symbolbild

Landesbischof Christian Kopp von der Evangelisch-Luthe­rischen Kirche in Bayern (ELKB) betont die verbindende Kraft der Religionen: „Gerade in diesen heraus­fordernden Zeiten suchen wir als religiöse Menschen das Verbin­dende. Wir träumen von einer Welt, die friedlich und gut für alle sein kann.“

Viele Moscheegemeinden laden zum gemeinsamen Fasten­brechen (Iftar) ein, oft auch in Koope­ration mit Kirchen­gemeinden. Öffentliche Iftar-Abende mit Anmeldung sind zum Beispiel am 26. Februar in Augsburg von Religions for Peace, am 6. März in Kempten mit dem Sozialdienst muslimischer Frauen und am 14. März in München in der Evan­ge­lischen Olympia­kirche mit dem Inter­kultu­rellen Dialogzentrum IDIZEM e.V.

Gemeinsame Ziele, unterschiedliche Zeiten

Christliche Fastenzeit und Ramadan teilen das Ziel der Besinnung, Dankbarkeit und Soli­darität. Unter­schiede gibt es in Dauer und Praxis: Die Fastenzeit dauert 40 Tage bis Ostern und ist oft indi­viduell gestaltet, während der Ramadan vom Morgen­grauen bis Sonnen­unter­gang verbind­liches Fasten, Gebet und soziale Ver­antwortung umfasst.

Der Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan richtet sich nach dem islami­schen Mond­kalender. Er beginnt mit dem Sichtbar­werden der Neumond­sichel des neunten Monats (Muharram) und verschiebt sich daher jedes Jahr um etwa 10 bis 12 Tage gegenüber dem gregori­anischen Kalender nach vorne.

Muslime verzichten während des Ramadans von der Morgen­dämmerung (Sahur) bis zum Sonnen­untergang auf Essen, Trinken, Rauchen und andere körper­liche Genüsse. Sobald die Sonne untergeht, wird das Fasten minuten­genau mit dem Iftar, dem abendlichen Fasten­brechen beendet.

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