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Dienstag, 06.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Medizinische Sicherheit im Ausnahmezustand

Vom 12. bis 14. Oktober 2026 setzt das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) auf ein in Deutschland bislang einmaliges Schulungskonzept für Katastrophen- und Ernstfälle. Unter dem Namen T.A.C.T.I.C. (Trauma And Crisis Treatment in Incident Care) bereiten sich chirurgische Teams auf Szenarien wie Großschadenslagen, Terroranschläge oder Unfälle mit einem Massenanfall von Verletzten vor.

Von Bruno Stubenrauch

Das Universitätsklinikum Augsburg erprobt neuartiges Notfall-Training (Bild: UKA)

Das Besondere an dem Programm ist das Prinzip des gegenseitigen Unterrichts (Peer-Teaching): Die Fachbereiche Unfall-, Gefäß-, Viszeral- und Thoraxchirurgie vermitteln einander wechselseitig ihre jeweiligen notfallchirurgischen Kernkompetenzen. So lernen beispielsweise Gefäßchirurgen die Erstversorgung schwerer Knochenverletzungen, während Unfallchirurgen Techniken zur raschen Blutungsstoppung im Bauch- oder Brustraum vertiefen. Ergänzt wird die Fortbildung durch praktische Übungen an anatomischen Präparaten in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg.

Für die Bevölkerung in Augsburg und der Region bedeutet diese fächerübergreifende Vorbereitung ein deutliches Plus an Sicherheit: Selbst bei unvorhersehbaren Großschadenslagen und extremer Belastung der Notaufnahme ist sichergestellt, dass breit aufgestellte OP-Teams rund um die Uhr bereitstehen, um Schwerstverletzte ohne Zeitverlust bestmöglich zu versorgen.