Brechtfestival: Wengenroth bekommt Zuschlag für 2018
Der Kulturausschuss der Stadt Augsburg hat die Verwaltung beauftragt, dem Stadtrat einen Vertrag mit Patrick Wengenroth für das Jahr 2018 vorzulegen.
Der Kulturausschuss der Stadt Augsburg hat die Verwaltung beauftragt, dem Stadtrat einen Vertrag mit Patrick Wengenroth für das Jahr 2018 vorzulegen.
In der heutigen Sitzung des Kulturausschusses (ab 14.30 Uhr) ist Spannung angesagt. Andre Bücker stellt den kommenden Spielplan des Stadttheaters vor und wenig später wird Patrick Wengenroth den Stadträten ein Konzeptpapier zum Brechtfestival 2018 vorschlagen.
Nach einem inhaltlich und künstlerisch eher schwachen Brechtfestival endete die zehntägige Veranstaltungsreihe am gestrigen Sonntag mit einem großartigen Theaterabend.
„Die Gerechtigkeit ist das Brot des Volkes. So wie das andere Brot muss das Brot der Gerechtigkeit vom Volk gebacken werden. Reichlich, bekömmlich, täglich.“ Bertolt Brecht
Mit „Krise ist immer“ beschreibt das Künstlerensemble um Regisseurin Friederike Heller die langjährige Freundschaft von Bertolt Brecht und Walter Benjamin als narzisstische Beziehung zwischen Zerstörung und Selbstzerstörung. Aufhänger sind Dokumente der zwischen Benjamin und Brecht geführten Debatten aus der Entstehungszeit des 1931 gescheiterten Zeitschriftenprojekts „Krise und Kritik“.
Auch in diesem Jahr war die Gruppe Bluespots Productions wieder dabei beim Brechtfestival. Und auch diesmal hatten sie etwas Besonderes im Gepäck: Brechts Svendborger Gedichte in Kooperation mit dem dänischen Baggardtteatret in zwei Sprachen.
Noch bevor das erste Brechtfestival unter Leitung von Patrick Wengenroth zu Ende geht, steht fest, dass die ganz kleinen Festivalbesucher die großen Gewinner waren. Anstatt die Schulbank zu drücken, durften sechs Schulklassen aus den Stadtteil-Grundschulen Hochzoll, Herrenbach, Hammerschmiede, Hochfeld und Centerville in den Brecht-Bücherbus einsteigen und bekamen in der Bibliothek auf Rädern ein Programm geboten, das […]
Seit fünf Jahren schon ist Königsbrunn eine „Depandance“ des Brechtfestivals. Diesmal sprach der Musikwissenschaftler und Brechtforscher Joachim Lucchesi über die Lieder der Dreigroschenoper, unterstützt von Iris Marie Kotzian (Sopran) und Stefanie Knauer (Klavier).
Glanz und Elend des Gegenwartstheaters waren in dem von Selcuk Cara für das Brechtfestival 2017 inszenierten Lehrstück Bertolt Brechts „Die Maßnahme“ zu erleben.
Feminismus-Thementag beim Brechtfestival. Patrick Wengenroth nimmt Brechts ambivalentes Verhältnis zu Frauen zum Anlass, heutige Geschlechterverhältnisse aus feministischer Perspektive zu reflektieren. Mit dem Titel „Fuck Heroes, fight now.” war ein Gespräch über Gender und Gesellschaft auf der Brechtbühne angekündigt. Gezeigt wurde allerdings eine klassische Tragödie. Mit einem auf zwei Einzelfiguren aufgespaltenen Helden.