Nicht nur Häuser und Brunnen wurden zum Ruhm der reichen Stadt Augsburg zur Schau gestellt, sondern auch kunstvolle Gartenanlagen. „Wie einst Augsburg blühte“ zeigt eine Schau im Grafischen Kabinett.
Von Halrun Reinholz

Foto: Carl Remshart (1678–1735): Schauerscher Garten nach Westen, Kolorierter Kupferstich. (c) Städtische Kunstsammlungen
Schon der Stadtplan von Jörg Seld aus dem 16. Jahrhundert lässt ahnen, dass zwischen den bebauten Flächen im Stadtgebiet zum Teil weitläufige Grünflächen waren. Dr. Christof Nicht, Kurator der Ausstellung im Grafischen Kabinett, machte sich auf die Suche nach Bilddarstellungen solcher Gartenanlagen, die zum Prestige eines jeden gut betuchten Haushalts gehörten. Und dazu zählten auch die Klöster und Kirchen, die sich aufwändig präsentieren wollten. Vor allem in der Barockzeit ging es darum, der Natur durch kunstvolle Dekoration nachzuhelfen. Neben den Nutzbereichen (Obstgarten) gab es deshalb immer einen ausgedehnten Zierbereich, wo man sich bei der Präsentation exotischer und ausgefallener Pflanzenzüchtungen übertraf.
Die erste Tulpe in Europa soll in einem Augsburger Garten geblüht haben. Nicht verwunderlich, dass die Kunstwerke auch verewigt wurden – in Stichen, Zeichnungen oder Gemälden. Die kleine aber feine „Gartenschau“ im Grafischen Kabinett der Kunstsammlungen vermittelt eine Ahnung davon, wie und wo die prachtvollen Gartenanlagen auf dem Gebiet der heutigen Innenstadt ihren Glanz verbreitet haben. Das gesamte Areal des heutigen Stadtmarktes zum Beispiel umfasste zwei Gärten, die sich von den Häusern an der Annastraße bis zur damaligen Stadtmauer erstreckten. Bei freiem Eintritt lassen sich noch bis zum 9. Juli einige nette Entdeckungen im Grafischen Kabinett machen.
Wie einst Augsburg blühte. Grafisches Kabinett, Maximilianstraße – Bis zum 9. Juli 2017.
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20.04.2017
| Autor: sz
Rubrik: Ausstellungen
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20.04.2017
| Autor: sz
Rubrik: Musik, Theater
Die letzte Ballettproduktion der aktuellen Spielzeit ist auch der fulminante Abschied von Ballettdirektor Robert Conn und vermutlich dem größten Teil seines Ensembles, das noch einmal alle Facetten seines Potenzials zum Besten gibt.
Von Halrun Reinholz
Ravels Bolero gilt mit seinem rhythmischen und klanglichen Spannungsbogen als Inbegriff der musikalischen Erotik, prädestiniert für eine tänzerische Darstellung, für die er letztlich auch komponiert wurde. Umso überraschender die im Kongress-Saal aufgeführte Choreografie von Riccardo de Nigris, [...]
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20.04.2017
| Autor: sz
Rubrik: Musik, Theater
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20.04.2017
| Autor: sz
Rubrik: Theater
„Am Tag nach Weihnachten ist der Maler und Szeneaktivist Siegfried Stiller, Mann der ersten Stunde im Kulturpark West, politisch engagierter Künstler, enfant terrible der freien Szene, von uns gegangen. Ganz leise, fast unbemerkt hat er am 27.12.2016 aufgehört zu leben – im starken Kontrast zu seinem immer lauten, direkten, unbekümmerten, sich selbst nicht schonenden Einsatz […]
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20.04.2017
| Autor: sz
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Am Samstag, den 8. April ging auf der Brechtbühne mit der letzten Vorstellung der Brecht-Revue „Die Welt ist schlecht! Und ich bin: Brecht!“ das Brechtfestival 2017 endgültig zu Ende. Ein Festival, das weder künstlerisch noch im Vermittlungsauftrag überzeugte. Es handelte sich um ein Festival, dessen Wirksamkeit im Grunde darin bestand, das bisherige Konzept des Festivals […]
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17.04.2017
| Autor: sz
Rubrik: Festival