Augsburgs Tourismus boomt
Wirtschaftsfaktor Gastfreundschaft
Die Fuggerstadt hat sich in der vergangenen Dekade zu einem touristischen Schwergewicht entwickelt. Das belegt eine aktuelle Marktanalyse des Münchner dwif-Instituts.
Von Bruno Stubenrauch
Welterbe Info-Zentrum bei Nacht (Foto:DAZ)Die Branche genießt heute eine wirtschaftliche Relevanz wie nie zuvor: Im Jahr 2024 generierte der Tourismus in Augsburg einen Bruttoumsatz von über 685 Millionen Euro – ein stolzes Plus von fast 40 Prozent gegenüber 2014.
Insgesamt verzeichnete die Stadt knapp 15 Millionen Aufenthaltstage. Während der Tagestourismus mit 13,7 Millionen Gästen das stabile Fundament bildet, erweist sich das Übernachtungsgewerbe als dynamischer Wachstumsmotor: Mit 1,28 Millionen Übernachtungen konnte hier seit 2014 eine Steigerung von rund 59 Prozent erzielt werden. Davon profitieren längst nicht mehr nur Hotels; die Wertschöpfung zieht sich auch durch Gastronomie, Einzelhandel und den Dienstleistungssektor.
Welterbe und Fußball als Zugpferde
Tourismusdirektor Götz Beck führt diesen Erfolg primär auf zwei Faktoren zurück: Die Ernennung des Augsburger Wassermanagements zum UNESCO-Welterbe im Jahr 2019 habe die internationale Strahlkraft massiv erhöht. Parallel sorge der FC Augsburg durch seine Präsenz in der Bundesliga für eine kontinuierliche, reichweitenstarke mediale Aufmerksamkeit und locke tausende Gästefans in die Stadt.
Für Johannes Hintersberger, Vorsitzender des Verkehrsvereins Region Augsburg, ist die Richtung klar: Trotz inflationsbedingter Effekte zeigt die reale touristische Wertschöpfung von über 314 Millionen Euro, dass Augsburg als Reiseziel nachhaltig an Attraktivität gewonnen hat. Bezieht man das Umland mit ein, knackt der Tourismus in der Region längst die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro.



