DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 11.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Freie Wähler beantragen Erste-Hilfe-Schulungen für Stadtrat

Die Fraktion der Freien Wähler Augsburg hat im Stadtrat ein frei­williges Programm für regel­mäßige Erste-Hilfe- und AED-Schulungen für die Mitglieder des Stadt­rates und den Ober­bürger­meister beantragt.

Von Bruno Stubenrauch

Gängige Defibrillator-Modelle (Bild: Monica Smekal / Gemini)

Erst am Montag berichtete die DAZ über das Augs­burger Erst­helfer­system „Region der Lebens­retter“. Nun wollen die Freien Wähler, dass auch die Mit­glieder des Stadt­rates ihre Kennt­nisse in Erster Hilfe und der Anwendung von Defi­bril­la­toren regel­mäßig auf­frischen.

Schulung zu Beginn jeder Wahlperiode

Nach dem Vorschlag soll zu Beginn jeder Wahl­periode eine quali­fi­zierte Erste-Hilfe- und AED-Schulung angeboten werden. Während der Wahl­periode soll minde­stens alle zwei Jahre eine Auf­frischung folgen. Die Teilnahme soll frei­willig sein.

Auf dem Programm sollen unter anderem das Erkennen lebens­bedroh­licher Notfälle, der richtige Notruf, die Rettungs­kette, Herz-Lungen-Wieder­belebung und die Anwendung eines auto­mati­sierten externen Defi­bril­lators (AED) stehen. Auch der Umgang mit Bewusst­losig­keit, Atemnot, Herz­infarkt, Schlag­anfall und Ver­letzungen soll ver­mittelt werden.

Die Schulungen sollen möglichst auf die ört­lichen Gegeben­heiten abge­stimmt werden. Dazu gehören beispiels­weise die Standorte von Defi­bril­latoren in städti­schen Gebäuden und der Umgang mit dem Treppen­schlitten im Augs­burger Rathaus.

Antrag der Freien Wähler

Die Fraktion begründet ihren Vorstoß mit den zahl­reichen öffent­lichen Terminen von Stadt­rätinnen und Stadt­räten. Bei Veran­stal­tungen, Vereins­festen, Empfängen oder Bürger­ver­samm­lungen könnten jederzeit medi­zinische Notfälle auftreten.

„Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Still­stand zählt jede Minute“, erklärt Stadt­rätin Susanne Rößner. Regel­mäßige Auf­frischun­gen könnten Sicher­heit geben und helfen, die Zeit bis zum Ein­treffen des Rettungs­dienstes sinnvoll zu überbrücken.

Wann der Antrag im Stadtrat bezie­hungs­weise in den zu­stän­digen Aus­schüssen beraten wird, steht derzeit noch nicht fest.