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Freitag, 17.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

„Augsburg2014.de“: Grüne fordern CSU zu einem Wahlkampf-Neustart auf

Die Augsburger Grünen sehen in der Weiterverwendung der „augsburg2014.de“-Domain auf den Wahlkampfmaterialien der CSU eine unzulässige Vermischung von Parteipolitik und Vertretung der Stadt Augsburg.

Riskante Variante? Werbemittel mit der "Fußnote" augsburg2014.de

Werbemittel mit der "Fußnote" augsburg2014.de


„Wir fordern ein anderes Verständnis der CSU bei ihrem öffentlichen Auftreten. Das Zurückrudern bei der Änderung der Homepage-Adresse des OB-Kandidaten Gribl reicht nicht, wenn weiterhin auf sämtlichen Wahlkampfmaterialien mit „augsburg2014.de“ so getan wird, als stünden CSU und OB-Kandidat Gribl alleine für die Stadt Augsburg“, so Reiner Erben, OB-Kandidat der Augsburger Grünen. Nach Auffassung von Erben habe die CSU schon öfters versucht, die Trennung zwischen CSU-Wahlwerbung und öffentlichen Ämtern aufzuheben beziehungsweise „zu verunklaren“, wie es in einer Presseerklärung der Augsburger Grünen am gestrigen Montag heißt. Im Gegensatz zu einer Empfehlung des Medien- und Kommunikationsamtes (MuK) habe zum Beispiel Oberbürgermeister Kurt Gribl in den zurückliegenden Stadtteilgesprächen auf Plakaten eingeladen, die samt Stadt-Logo monochrom in Blau eingefärbt waren.

“Es handelt sich keineswegs um Lappalien”

Reiner Erben

Reiner Erben


Auch die Diskussion um die Neugestaltung der städtischen Homepage belege nach Auffassung der Grünen den CSU-Gestaltungswillen bezüglich eines Corporate Identity für Amt, Partei und Stadt. Das Gleiche gelte auch für die Verwendung der Marke „Augsburg“ und der entsprechenden Domain „augsburg2014.de“. Damit verwische die CSU ebenfalls die Trennung zwischen Partei und Stadt. „Bei diesen Vorgängen handelt es sich keineswegs um Lappalien, denn es geht um das Selbstverständnis wie und ob eine klare Trennung von Parteipolitik und öffentlichen Ämtern umgesetzt wird. Die CSU und ihre Marketing-Strategen verunklaren dabei bewusst und rudern erst dann (teilweise) zurück, wenn der öffentliche Druck zu groß wird“, so Erben. Am Ende der Pressemitteilung fordert die Grüne Stadtratsfraktion die CSU auf, ihr Wahlkampfmaterial eindeutig vom Erscheinungsbild der Stadt Augsburg abzugrenzen und auf eine Verwendung von „augsburg2014.de“ zu verzichten.