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Mittwoch, 12.08.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

„A“ wie Augsburg

Liegt in Sachen Theatersanierung ein zweites Bürgerbegehren in der Luft?

Theatersanierung: Achatz-Vorentwurf - Stand: Februar 2015

Theatersanierung: Achatz-Vorentwurf - Stand: Februar 2015


Eine Bürger-Gruppierung, die in erster Linie aus „Theaterleuten“ des Eigenbetriebs Stadttheaters hervorgeht, setzt sich wohl in Kürze mit dem Slogan „A wie Augsburg“ dafür ein, dass die ursprüngliche Achatz-Planung umgesetzt werden soll und nicht die von der Stadtregierung abgespeckte Variante. Die Gruppe, die gerade dabei sein soll, sich bezüglich ihrer inhaltlichen Forderungen Kompetenz anzueignen, könne sich auch vorstellen, ihre theaterpolitische Vision mit einem Bürgerbegehren in das Handwerk des Machbaren, also in die Politik zu überführen. Nach Informationen der DAZ hat die Gruppierung vor, mit dieser Kampagne das aktuell in Vorbereitung befindliche Bürgerbegehren zu konterkarieren, das sich kritisch mit der Finanzierbarkeit der aktuellen Theatersanierungsplanung auseinandersetzt.

Das „A“ der Kampagne soll bedeuten, dass sich die Gruppe dafür stark macht, dass man in Augsburg eine Theaterplanung realisiert, die ein A-Orchester ermöglicht. Ein A-Orchester muss mindestens 100 Planstellen haben. Während in A-Orchestern, den am besten eingestuften Ensembles, der Verdienst relativ angemessen ist, sieht das in den B-, C- und D-Orchestern anders aus. Das Augsburger Orchester mit seinen 70 Planstellen ist ein B-Orchester. Während sich zum Beispiel die Stadt Bamberg mit 113 Planstellen ein A-Orchester leistet, kommen die Ulmer mit einem C-Orchester und 56 Planstellen zurecht.  Zirka 20 Prozent der 133 in Deutschland öffentlich geförderten Orchester sind A-Orchester.