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Donnerstag, 29.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Mobilität und Bedeutung

Mobilitätsplan auf den Weg gebracht

Der Augsburger Mobilitätsplan wird neu aufgestellt. Die Bürgerbeteiligung dazu startet am 13. Mai im Kongress am Park. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Oberbürgermeisterin Eva Weber am heutigen Mittwoch, den 4. Mai, gemeinsam mit Baureferent Gerd Merkle und Tiefbauamtsleiter Dr. Gunther Höhnberg das Projekt und dessen Bedeutung sowie den bevorstehenden Prozess vorgestellt.

Projektleiter Planersocietät Dennis Jaquet, Oberbürgermeisterin Eva Weber, Baureferent Gerd Merkle, Leiter des Tiefbauamtes Dr. Gunther Höhnberg (v.l.) Foto: Ruth Plössel / Stadt Augsburg

Ende 2021 hat mit ersten Gesprächen mit verschiedenen Interessengruppen ein mehrjähriger Prozess zur Neuaufstellung des Augsburger Mobilitätsplans begonnen. Dieser soll den bestehenden Gesamtverkehrsplan von 1998 ablösen. Nun beginnt die Einbindung eines möglichst breiten Querschnitts der Augsburger Bevölkerung. Am Freitag, 13. Mai findet hierzu das erste Mobilitätsforum statt, bei dem sich Bürger an der Entwicklung des neuen Mobilitätsplanes beteiligen und ihre Ideen mit einbringen können. Diese Impulse werden als konkrete Projekte und Handlungsanweisungen im Augsburger Mobilitätsplan festgehalten.

„Mobilität ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen für Augsburg: Wie lassen sich die unterschiedlichen Anforderungen – bedürfnisgerechte und sichere Mobilität, gute Erreichbarkeit, bezahlbares öffentliches Mobilitätsangebot, Einhaltung der Klimaziele und hohe Lebensqualität – in Zukunft umsetzen? Wie soll die Mobilität in Augsburg in Zukunft aussehen? Wo wollen wir gemeinsam hin? Wie wollen wir uns in Zukunft von A nach B bewegen?“ So die Stadt Augsburg in ihrer heutigen Stellungnahme.

OB Weber: Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern das Beste für Alle auf den Weg bringen

„Wir haben bereits eine ganze Reihe von Konzepten entwickelt, die die Richtung für den Augsburger Mobilitätsplan vorgeben: Das Stadtentwicklungskonzept STEK und ganz aktuell die Studien und Beschlüsse zu Klimaschutz und Klimaanpassung. Darin stecken viele spannende und richtige Ansätze, wie Smart Mobility, Multimodalität, die Stärkung des Umweltverbundes, Stadt der kurzen Wege und vieles mehr. Jetzt brauchen wir einen breiten Konsens, um diese Ansätze zu einer Gesamtlösung zu verschmelzen, sodass Augsburgs Erreichbarkeit und Mobilität für alle nachhaltig sichergestellt ist, wir aber den öffentlichen Raum wieder mehr für uns Menschen nutzen können. Damit die Stadt auf der einen Seite gut erreichbar und gleichzeitig auch attraktiv bleibt. Daher darf bei der Neuaufstellung des Mobilitätsplans nicht ein „Entweder – oder“ den Kurs vorgeben, sondern ein „Sowohl – als auch“. Wir wollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern das Beste für Alle auf den Weg bringen.“

Gerd Merkle: So lassen sich die Anforderungen unterschiedlicher Nutzungsgruppen besser verstehen 

„Die Stadt Augsburg erarbeitet den Augsburger Mobilitätsplan, um innovative, klimagerechte und zeitgemäße Mobilitätslösungen für alle Menschen in Augsburg anzubieten: Vom Schüler über die Pendlerin bis zum Rentner. Für die erfolgreiche Ausgestaltung des Mobilitätsplans spielen die Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Rolle, denn Sie sind diejenigen, die die Angebote täglich nutzen. Sie wissen was funktioniert und was nicht. So lassen sich die Anforderungen unterschiedlicher Nutzungsgruppen besser verstehen und bedürfnisorientierte Mobilitätslösungen finden.“ So Baureferent Gerd Merkle in seiner Kommentierung.

Projektbeteiligte und Fördermittel

Die fachliche Ausarbeitung des Augsburger Mobilitätsplans sowie auch die Konzipierung, Umsetzung und Moderation des Beteiligungsprozesses wird unter der Federführung des Tiefbauamts der Stadt Augsburg von Fachleuten aus der Stadtverwaltung und externen Planern durchgeführt. Letztere sind Planersocietät (Dortmund), WVI GmbH (Braunschweig) und Team Ewen (Darmstadt).

Der Augsburger Mobilitätsplan ist ein Förderprojekt. Die Erstellung des Augsburger Mobilitätsplans wird durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Programms Nr. 439 „Förderung von nachhaltigen Mobilitätskonzepten“ bezuschusst.