DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 22.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Ausstellungen

Artothek soll ins Höhmannhaus ziehen

Die Neue Galerie im Höhmannhaus soll ab Januar 2027 einen neuen Zweck erhalten: Neben wechselnden Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst soll dort künftig die Artothek Augsburg untergebracht werden. Über das Nutzungskonzept berät der Kulturausschuss am Montag, 12. Oktober.

Von Bruno Stubenrauch

Das Höhmannhaus am Herkulesbrunnen (Bild: Monica Smekal / Gemini)

Die Artothek ermöglicht es Privatpersonen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, originale Kunstwerke gegen eine geringe Gebühr für einen begrenzten Zeitraum auszuleihen. Bislang wird sie von der Augsburger Gesellschaft für Gegenwartskunst (GfG) ehrenamtlich in einem kleinen Raum hinter der Fachbibliothek der Kunsthalle Augsburg im Glaspalast betrieben. Der Standort ist nach Einschätzung der Stadt nur eingeschränkt sichtbar und erreichbar.

Mit dem Umzug ins Höhmannhaus soll die Kunstleihe besser zugänglich werden. Zugleich soll die Neue Galerie in der Innenstadt kontinuierlicher für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden.

Kunstleihe und Ausstellungen unter einem Dach

Vorgesehen ist, den rückwärtigen Gewölberaum der Neuen Galerie für die Präsentation und Ausleihe des Artotheksbestands zu nutzen. Die übrigen Räume mit Schaufensterfunktion sollen wechselnden Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst vorbehalten bleiben. Sowohl die GfG als auch die Kunstsammlungen und Museen Augsburg sollen dort eigene Ausstellungen und Präsentationen aus dem Bestand der Artothek realisieren können. Geplant sind neben regionalen auch überregionale künstlerische Positionen.

Ergänzend sind Vorträge, Lesungen, Gespräche und Diskussionsveranstaltungen möglich. Auch Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und Kulturinstitutionen sollen schrittweise ausgebaut werden.

Ehrenamtlicher Betrieb, Vertrag noch auszuarbeiten

Die GfG soll den operativen Betrieb der Artothek weiterhin maßgeblich ehrenamtlich übernehmen. Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg sollen den Standort in die städtische Museums- und Programmstruktur einbinden. Die Einzelheiten wollen Stadt und GfG in einem Kooperationsvertrag regeln. Dabei geht es unter anderem um Öffnungs- und Ausleihzeiten, Zuständigkeiten, Aufsicht, Sicherheit, Haftung, Versicherung und Kostenverteilung.

Zusätzliche laufende Personal- oder Sachkosten für den städtischen Haushalt sind nach dem vorliegenden Konzept nicht vorgesehen. Der Umzug soll außerdem dringend benötigte Flächen im Glaspalast freimachen: Der bisherige Artotheksraum wird für die Erweiterung der Fachbibliothek und als Depotfläche für Zeichnungen und Druckgrafik des 20. und 21. Jahrhunderts benötigt. Ein Teil dieser Bestände soll aus dem Schaezlerpalais in die Kunsthalle im Glaspalast verlagert werden.

Der Stadtrat hatte die Kunstsammlungen und Museen Augsburg bereits 2025 beauftragt, die Nutzung der bislang nur unregelmäßig bespielten Neuen Galerie neu zu bewerten. Der Kulturausschuss berät am Montag über das Nutzungskonzept und den Auftrag zur Ausarbeitung eines Kooperationsvertrags. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat.

gesamten Beitrag lesen »



Ak­tu­el­le Studie be­stä­tigt: das UNESCO-Welt­erbe stärkt den Tou­ris­mus

Der UNESCO-Welt­erbe-Titel für die his­to­ri­sche Was­ser­wirt­schaft – das „Augs­bur­ger Was­ser­ma­nage­ment-Sys­tem“ – war nicht zuletzt auch für die Regio Augs­burg Tou­ris­mus GmbH ein ge­wis­ser Kraft­akt: per­so­nell, or­ga­ni­sa­to­risch, fi­nan­zi­ell. Hat sich das alles ge­lohnt? Diese eben­so be­rech­tig­te wie span­nen­de Frage wird ak­tu­ell von den ersten Zwi­schen­er­geb­nis­sen einer Er­he­bung in UNESCO-Welt­erbe-Des­ti­na­ti­o­nen mit einem ein­deu­ti­gen „Ja“ be­ant­wor­tet. Von Bruno […]

gesamten Beitrag lesen »



Philipp Röth im Grafischen Kabinett: Landschaften zwischen Romantik und Moderne

Ab 25. September 2026 sind im Grafischen Kabinett der Kunst­sammlungen Augsburg rund 50 Zeichnungen und Gemälde des Malers Philipp Röth (1841–1921) zu sehen. Die Ausstellung ist bis 14. Februar 2027 geöffnet – der Eintritt ist frei. Von Bruno Stubenrauch Weite Felder, dramatische Wolken­himmel, vereinzelte Menschen in stiller Natur – die Gemälde von Philipp Röth haben eine besondere […]

gesamten Beitrag lesen »



Europäische Freundschaft in Farbe: AAA 53 zu Gast in der BBK-Galerie

Vom 25. September bis 25. Oktober 2026 zeigt die BBK-Galerie beim Glaspalast Werke französischer Künstlerinnen und Künstler des Verbands AAA 53 aus der Mayenne. Die Aus­stellung setzt eine seit 1993 gepflegte Kunst­freundschaft zwischen Frankreich und Augsburg fort. Von Bruno Stubenrauch Viviane Michel, „L’odeur de la Rhubarbe“, Bleistift und Walnusstinte auf Fabriano-Baumwoll­papier, 60 × 40 cm, 2025 (Bild: Viviane Michel) Seit 1993 […]

gesamten Beitrag lesen »



„Was ich anhatte…“: Zwölf Geschichten gegen die Schuldzuweisung an Betroffene

Zwölf Kleidungsstücke, zwölf persönliche Geschichten und eine gemeinsame Erfahrung: Sexualisierte Gewalt lässt sich nicht mit dem erklären, was eine Frau trägt. Die Wanderausstellung „Was ich anhatte…“ ist vom 13. bis 27. Sep­tem­ber in der Neuen Galerie im Höhmannhaus zu sehen. Von Bruno Stubenrauch Bild: Monica Smekal / Gemini Die Frage, was eine Frau zum Zeitpunkt eines […]

gesamten Beitrag lesen »



Aufgestellt und ausge­grenzt: Neue Ausstellung beleuchtet jüdisches Sportleben

Ab dem 11. Sep­tem­ber zeigt eine Wan­der­aus­stel­lung im Vier­metz­hof des Ma­xi­mi­li­an­mu­se­ums die Le­bens­we­ge jü­di­scher Sport­le­rin­nen und Sport­ler aus Baye­risch-Schwa­ben. Die Werk­schau ent­stand in Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen der Uni­ver­si­tät Augsburg, dem Jü­di­schen Mu­se­um, dem FC Augsburg und den Kunst­samm­lun­gen. Von Bruno Stubenrauch Heinz Landmann schießt für die Jugendmannschaft der PTGA im Spiel gegen München ein Tor. Augsburg, um […]

gesamten Beitrag lesen »



Museum am Telefon: Kunstsammlungen laden zu „Bei Anruf Kultur“ ein

Die Kunstsammlungen & Museen Augsburg bieten am 14. August und 19. Oktober kostenfreie telefonische Führungen durch das Maximilian­museum an. Das bundesweite Angebot „Bei Anruf Kultur“ macht Museumsbesuche unabhängig von Mobilität, Sehvermögen oder Wohnort möglich. Von Bruno Stubenrauch Vision der Modellkammer des Maximilian­museums Augsburg (Bild: Kunstsammlungen & Museen Augsburg / Monica Smekal / Gemini) Kultur erleben, ohne das Haus zu […]

gesamten Beitrag lesen »



78. Große Schwäbische Kunst­ausstellung: Ausschreibung startet mit neuem Nachwuchspreis

Der Berufsverband Bildender Künstle­rinnen und Künstler Schwaben-Nord und Augsburg e.V. sowie der BBK Allgäu Schwaben Süd e.V. haben die Aus­schreibung für die 78. Große Schwäbische Kunst­aus­stellung 2026/27 gestartet. Die tradi­tions­reiche Werkschau findet vom 28. November 2026 bis zum 29. März 2027 in der Kunst­halle Augsburg im Glaspalast statt. Von Bruno Stubenrauch Teilnehmen können alle Künstle­rinnen und Künstler, die […]

gesamten Beitrag lesen »



„Ukiyo“ im Grafischen Kabinett: Ausstellung verlängert bis 2. August

Die Ausstellung „Ukiyo. Japans fließende Welt in Farbholzschnitten und Netsuke“ im Grafischen Kabinett wird verlängert. Ursprünglich bis 19. Juli geplant, sind die Werke nun noch bis zum 2. August 2026 zu sehen. Die Schau zeigt zwei Bestandskomplexe japanischer Kunst aus den eigenen Sammlungen der Kunstsammlungen & Museen Augsburg. Von Bruno Stubenrauch Bild: Victor van der Saar / […]

gesamten Beitrag lesen »



25 Jahre „die Kiste“: Augsburger Puppen­theater­museum feiert Jubiläum

Das Augsburger Puppen­theater­museum „die Kiste“ wird 25 Jahre alt – und nimmt das Jubiläum zum Anlass für eine besondere Sonder­ausstellung. „Abenteuer Museum – 25 Jahre auf Entdeckungs­reisen in der Kiste“ ist noch bis 22. November 2026 zu sehen. Von Bruno Stubenrauch Bild: swa City / Florian Moch Jim Knopf und Lukas der Loko­motiv­führer, Urmel aus dem Eis, das […]

gesamten Beitrag lesen »