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Donnerstag, 29.02.2024 - Jahrgang 16 - www.daz-augsburg.de

Ausstellung: Kalenderwoche – Frank Mardaus

Der Fotograf Frank Mardaus zeigt 181 Objekte seines Langzeitprojekts bei einer Ausstellung der Kunstsammlungen & Museen Augsburg im Glaspalast

 „Kalenderwoche – Frank Mardaus“, © Frank Mardaus

In der neuen Ausstellung „Kalenderwoche“ der Kunstsammlungen und Museen Augsburg stellt Frank Mardaus sein Langzeitprojekt aus, welches sich dem Sammeln und Ordnen von Zeit widmet. Zu sehen ist die Ausstellung mit 181 Objekten vom 26. Januar bis zum 7. April 2024 in der Halle 1 – Raum für Kunst im Glaspalast (Beim Glaspalast 1). Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 25. Januar, um 19 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Begrüßung übernehmen Dr. Christof Trepesch, leitender Museumsdirektor und Dr. Thomas Elsen, Leiter des H2 – Zentrum für Gegenwartskunst mit Halle 1. Der Künstler ist ebenfalls anwesend.

Langzeitprojekt zum Sammeln und Ordnen von Zeit

Das eigentliche Material von Frank Mardaus in seinem Langzeitprojekt „Kalenderwoche“ ist die Zeit, abgebildet durch Fotografie, Text und Ton. Gesammelt hat er alles in den Jahren 2001 bis 2012, akkurat zugeordnet nach Kalenderwochen. Diese sind Ordnungsprinzip, aber auch eine Art performativer Marker zahlreicher Abbildungen: Ein Blatt Papier mit einer Nummer, die den Menschen und die Dinge wiederbringen aus einer Gegenwart, die schon wieder vergangen ist. 181 Objekte zeigen auf poetische Weise „gesammelte“, zugeordnete Zeit. – Für sein Projekt erhielt der Fotograf 2021 ein Stipendium im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Bundesrepublik Deutschland.

 

Vita des Künstlers Frank Mardaus

Frank Mardaus (*1969) ist Fotograf mit dem Schwerpunkt narrativer Fotografie. In Augsburg geboren, lebte er in den Jahren 1982 bis 1984 mit seiner Familie in Algerien, bevor diese wieder nach Althegnenberg zurückkehrte. Im Anschluss an sein Studium der VWL, Philosophie und neueren deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg begann Frank Mardaus im Jahr 1996 seine Tätigkeit als freischaffender Künstler. Seit 2005 ist er zudem Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg. 2008 folgte seine Promotion zur wissenschaftlichen Betrachtung des fotografischen Schreibens in Uwe Johnsons „Jahrestagen“.