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Donnerstag, 09.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lifestyle

Siemens und Stadtwerke geben elektrisch Gas

Einen Zweijahresvertrag zum Aufbau von Infrastrukturen für die Elektromobilität unterzeichneten gestern die Siemens AG und die Stadtwerke Augsburg. Die Partner wollen öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge errichten und neue Mobilitätskonzepte entwickeln.

"Infrastruktur gibt Sicherheit" - Umweltreferent Rainer Schaal

"Infrastruktur gibt Sicherheit" - Umweltreferent Rainer Schaal


Umweltreferent Rainer Schaal begrüßte die Kooperation als Startpunkt einer neuen Entwicklung, als Beginn des „Aufbaues der Infrastruktur, die Elektrofahrzeuge brauchen“. Augsburg gehört zwar nicht zu den 8 Modellvorhaben des „Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität“, die mit insgesamt 115 Millionen Euro gefördert werden. Schaal sieht dennoch Augsburg „als Kommune gefordert, ein Rückgrat zu schaffen“. Infrastruktur gebe die notwendige Sicherheit, um die Systeme der Elektromobilität marktgängig zu machen.

Einen Boom der Elektromobilität erwartet Georg Lutzenberger, Niederlassungsleiter des Standortes Augsburg der Siemens AG: „In zehn Jahren haben wir 20 Prozent Elektrofahrzeuge, der Markt ist in den nächsten Jahren sehr sehr spannend“. Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Claus Gebhardt will Augsburg zur „Pilotstadt für Elektromobilität“ machen. Mit Siemens hätten die Stadtwerke den richtigen Partner gefunden: „Siemens ist vor Ort und Technologieführer“.

„Es werden andere Mobilitätsmuster entstehen“

Vertragsunterzeichnung: Dr. Claus Gebhardt, Georg Lutzenberger, Norbert Walter (v.l.)

Vertragsunterzeichnung: Dr. Claus Gebhardt, Georg Lutzenberger, Norbert Walter (v.l.)


In einem ersten Schritt wollen die Stadtwerke weitere Ladestationen wie die am Hohen Weg (die DAZ berichtete) aufstellen; die nächsten beiden Säulen, die bis zu acht Fahrzeuge gleichzeitig bedienen können,  werden auf dem Siemensgelände und an der Fachhochschule errichtet. Erwartet werden zunächst Kunden, die auf zwei Rädern elektrisch unterwegs sind: mit Pedelecs, Elektrorollern und Segways. Für die nächsten Monate sind neue Produkte in Verbindung mit dem ÖPNV geplant. „Es werden andere Mobilitätsmuster entstehen“, so Stadtwerkechef Norbert Walter, dem dabei Mobilitätszentren an Aus- und Einfallstraßen mit Straßenbahnanschluss, Parkplätzen und Fahrradverleih vorschweben.

Der Strom an den insgesamt zehn geplanten Ladestationen wird zunächst kostenlos sein, später soll die Karocard als Bezahlsystem dienen. Besonderen Wert legt Claus Gebhardt auf die Stromgewinnung: „Der Strom stammt vollständig aus regenerativen Quellen und ist kein Strommix“, betonte der Stadtwerke-Geschäftsführer ausdrücklich.

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