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Mittwoch, 01.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Verkehr

Max-Linie: Ausschuss zerschießt Beschluss­vorlage der Verwaltung

Der Wirtschafts- und Beteiligungs­ausschuss der Stadt Augsburg hat in seiner gestrigen Sitzung die Beschlussvorlage der Verwaltung, die keine Straßenbahnlinienführung durch die Maxstraße vorsah, einstimmig abgelehnt und durch einen SPD-Antrag ersetzt.

Von Siegfried Zagler

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Sie kommt: „Nice-to-have-Erlebnisstraßenbahn“ in der Maximilianstraße


Die Verwaltung erhält demnach einen weiteren Prüfungsauftrag, der an einer Linie durch die Maximilianstraße festhalten soll. Von der Politik wurde gestern im Wirtschaftsausschuss keine bestimmte Linie festgelegt, aber fraktionsübergreifend waren sich die Ausschussmitglieder darüber einig, dass eine Straßenbahn durch die Maximilianstraße fahren solle. Die vorliegende Beschlussvorlage der Wirtschaftsreferentin Eva Weber sei „völlig unzureichend und inakzeptabel“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Kiefer. Stadträtin Rose-Marie Kranzfelder-Poth (FW) fasste die erhitzte Stimmung im Ausschuss folgendermaßen zusammen: „Die Weber-Vorlage hat provoziert. So geht’s gar nicht.“ Man könne diese Vorlage noch nicht einmal nicht zustimmend zur Kenntnis nehmen, sondern gar nicht zur Kenntnis nehmen, da sie gegen ältere Stadtratsbeschlüsse und den Bebauungsplan 470 verstoße.

CSU fällt um, „weil der Bürger das will“

Stadtrat Klaus Kirchner (SPD) betonte, dass der Stadtrat der Souverän sei und die Verwaltung auszuführen habe, was dieser beschließe. Reiner Erben, Fraktionschef der Grünen, fiel auf, dass diese Beschlussvorlage innerhalb der Stadtregierung nicht abgestimmt gewesen sein könne, wenn die CSU sofort aufgrund der Presseberichterstattung umfalle. Die CSU rechnete wohl mit diesem Vorwurf und legte vor Sitzungsbeginn via Pressemitteilung Wert darauf, dass ihr Antrag nicht gegen die Antragsstellung Eva Webers zu verstehen sei, „zumal die Referentin auf die jeweilige Beschlusslage in den städtischen Gremien der vergangenen Jahre hingewiesen hat.“ Die CSU versuche vielmehr mit ihrer Antragstellung bezüglich einer Straßenbahn durch die Maxstraße „eine zukünftig tragbare Lösung zu ermöglichen, die insbesondere auch getragen wird von der Nachfrage unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger im Bereich des Nahverkehrs.“ CSU-Stadträtin Hedwig Müller formulierte das im gestrigen Ausschuss deutlicher: „Wir sind umgefallen, weil die Bürger das wollen.“ Populismus kann man auch feiner formulieren: „Wir sind offen für alles“, so Stadtrat Thorsten Große (CSU), der sich persönlich auch eine zirkulierende für Touristen attraktive „Altstadtlinie“ vorstellen könne.

Norbert Walter gab sich zerknirscht und kämpferisch

Karl-Heinz Schneider (SPD) sah sich nach der Berichterstattung der Augsburger Allgemeinen in einer „Legitimationskrise gegenüber den Bürgern des Textilviertels“, denen er eine Linie durch die Maxstraße versprochen habe. Rolf Rieblinger (Neue CSM) brachte die verkehrstechnische Kompetenz des Wirtschaftsausschusses auf den Punkt: „Wir wollen eine Linie, aber wir wissen nicht welche.“

Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Norbert Walter, aus dessen Haus die fachliche Stellungnahme zur Max-Linie stammte, gab sich zerknirscht und hartnäckig zugleich. Er verwies auf den Bebauungsplan 500 zum Königsplatzumbau, nach dessen Inkraftsetzung für die Max-Linie keine Notwendigkeit mehr bestünde. Walter verwies auf die erhebliche Kosten der „Nice-to-have-Erlebnisstraßenbahn“, die sich um 6 Millionen Euro allein für den Neubau der Betriebsstrecke bewegen. Würde man die Maxstraße mit einem Einsatz zusätzlicher Straßenbahnen bedienen, müsste man mit jährlichen Betriebskosten von rund 5,5 Millionen Euro rechnen, während Effekte auf der Einnahmenseite nicht zu erwarten wären.

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Maxtram: Kontroverse Reaktionen der Parteien

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Logisch: Ab 2014 keine Tram mehr in der Maximilianstraße

Mit einer ebenso spitzfindigen wie verblüffenden Logelei haben Stadt­werke, Wirtschafts­referat und Regierung von Schwaben nach­gewiesen, dass nach Fertig­stellung des Königs­platzes keine der bestehenden Tramlinien 1 bis 4 und 6 durch die Maximilian­straße geführt werden kann. Von Bruno Stubenrauch Dies geht aus der Drucksache BSV/13/00123 hervor, einer druckfrischen Beschlussvorlage, mit der das Wirtschaftsreferat am kommenden Mittwoch […]

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Königsplatz: Der Rohbau steht

Rechtzeitig vor dem Schneeeinbruch der letzten Tage ist der Rohbau für das neue Gebäude im Haltestellendreieck am Königsplatz fertig geworden. Bis Ende April soll jetzt das elf Meter ausladende große Dach – eine Metallkonstruktion in sieben Metern Höhe – folgen.
Dies meldeten die Stadtwerke Augsburg (swa) gestern. Ebenfalls bis Ende April soll die Glasfassade fertiggestellt sein. […]

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Bahnhofsumbau: Planer vor Regressforderung

Die Stadtwerke Augsburg prüfen Schadenersatz­forderungen gegen die Planer der Bahnhofs­unter­tunnelung. Schuld ist der durch einen Planungs­fehler verursachte Fehlstart in der Halderstraße. Dies berichtete Baureferent Gerd Merkle gestern dem Bauausschuss des Stadtrates. Das mit der Tunnelplanung beauftragte Ingenieurbüro hatte versäumt, aktuelle Bestandserhebungen zur Abwasserkanalisation, die der Abfahrtsrampe der Tram in der Halderstraße teilweise im Weg ist […]

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Mit dem Handyticket 50% sparen

Die Stadtwerke Augsburg machen den Weg zum Einkaufsbummel noch attraktiver: Am Samstag, 8. und Sonntag, 9. Dezember kosten alle Handytickets für Busse und Bahnen nur die Hälfte. „Wir möchten so allen Nutzern des Handytickets Danke sagen und Neugierige einladen, das Angebot auszuprobieren“, so Dr. Michael Neßler, Bereichsleiter Kundenmanagement bei der Augsburger Verkehrsgesellschaft (AVG) der Stadtwerke zur Aktion. […]

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Parken: Zurück zur alten Regelung?

Zu Beginn dieses Jahres sind die gebührenpflichtigen Parkzeiten in Augsburg erheblich verlängert worden. Seit Februar muss man zwischen 8 und 20.30 Uhr fürs Parken bezahlen, früher nur zwischen 10 und 18 Uhr. Die Augsburger SPD setzt sich nun dafür ein, zur alten Regelung zurückzukehren. Von zirka 700.000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr ging die Rathausregierung damals durch diese Neuregelung aus. […]

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Kö-Verkehrsfreigabe: Geodatenamt überholt Tiefbauamt

Bereits seit Freitagnachmittag zeigt der amtliche Stadtplan der Stadt Augsburg die künftige Verkehrsführung rund um den Königsplatz. Damit überholte das Geodatenamt die offizielle Verkehrsfreigabe um drei Tage. Ab kommenden Montag, 12. November um 4.30 Uhr morgens wird der PKW-Verkehr wieder über den Kaiserhofknoten rollen. Erstmals werden dann die Schießgrabenstraße und die Schaezlerstraße in beiden Richtungen […]

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„Mobilo“ gilt jetzt auch im ÖPNV

Die Bonusmünze „Mobilo“, die Händler in der Augsburger Innenstadt für einen Einkauf ab einem bestimmten Warenwert aushändigen, kann jetzt auch beim Nahverkehr sparen helfen. Dies teilten die Stadtwerke gestern mit. Die Münze, die einen Gegenwert von 50 Cent hat, kann allerdings nur im swa-Kundencenter am Moritzplatz eingelöst werden. Für den Ticketkauf im Internet oder am […]

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