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Samstag, 27.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Maxtram: Kontroverse Reaktionen der Parteien

Unterschiedlich reagieren die Augsburger Rathausfraktionen auf die Ausführungen des Wirtschaftsreferats zu einer Tramlinie in der Maximilianstraße. Das Referat sieht keine Möglichkeit, eine der fünf Bestandslinien 1 bis 4 und 6 dort zu führen.



Die Ausführungen des Wirtschafts­referats, die wortgleich in einer Stellung­nahme zu einer SPD-Anfrage (DAZ berichtete) und in der Begründung zur Fort­schreibung des Nahver­kehrsplans zu finden sind, stehen in den Tages­ordnungs­punkten 5 und 6 der morgigen Sitzung des Wirtschafts­ausschusses zur Diskussion.

Sowohl SPD als auch Freie Wähler sehen einen Widerspruch zwischen dem Bebauungs­plan 470 „Beiderseits der Maximilian­straße“ vom August 2011 und der neuen Beschluss­vorlage. Der B-Plan 470 schafft gemäß textlicher Erläuterung „die Voraus­setzungen für einen gesicherten Linien­betrieb“, ohne sich jedoch mit der Einbindung ins Tram-Gesamtnetz zu befassen. Die Drucksache des Wirtschafts­referats schließt eine Tram in der Maxstraße aber nicht generell aus, sondern arbeitet lediglich heraus, dass keine der fünf Bestands­linien 1 bis 4 und 6 als Maxlinie geeignet ist.

Erkannt hat diesen Unterschied bisher nur die neue CSM-Fraktion, die eine Tram in der Maximilianstraße nicht abschreibt, sondern mit der in der Drucksache vorgestellten Ringlinie liebäugelt. Diese würde die zahlreichen Bildungs­ein­richtungen entlang der Linie 3 erschließen und auf dem Rückweg durch die Maximilian­straße verkehren.

Völlig offen gibt sich derzeit die CSU-Fraktion: Eine Entscheidung könne erst dann fallen, wenn alle Belange im Gesamt­zusammen­hang geprüft worden seien. Dazu gehören laut CSU die betrieblichen Belange der SWA, die Verknüp­fung mit der Mobilitäts­dreh­scheibe, die förder­rechtlichen und technischen Rahmen­bedingungen, eine Analyse des Fahrgast­auf­kommens auf der fraglichen Strecke und eine Fahrgast­befragung.