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Samstag, 27.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Leise Fragen, vorläufige Antworten

Eine Ausstellung der Stadtparkasse beleuchtet das Verhältnis zwischen Israel und Deutschland

Von Frank Heindl

Ein Wunder nahezu, dass Beziehungen zwischen Israel und Deutschland „trotzdem“ zustande kamen – Besucher in der derzeitigen Ausstellung in der Stadtsparkasse (Foto: Frank Heindl).

Ein Wunder nahezu, dass Beziehungen zwischen Israel und Deutschland „trotzdem“ zustande kamen – Besucher in der derzeitigen Ausstellung in der Stadtsparkasse (Foto: Frank Heindl).


Diese Ausstellung stellt ihre Fragen leise – und das ist ihr größter Verdienst. „Israelis und Deutsche“, am Dienstagabend in der Kassenhalle der Stadtsparkasse Augsburg eröffnet, gibt auch keine lauten Antworten. Wer sich die Fotos aufmerksam ansieht, wer die Texte aufmerksam liest, der wird selbst Fragen stellen – und vielleicht ein paar persönliche Antworten finden. Pauschale Antworten will diese Ausstellung nicht geben, weil man sie nicht geben kann.

1948 wurde der Staat Israel offiziell gegründet, drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, der aus jüdischer Sicht weniger ein Krieg als vielmehr ein Vernichtungsfeldzug war. Kein Wunder also, dass es weitere 17 Jahre dauerte, bis der kleine Wüstenstaat diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland aufnahm. Ein Wunder eher, das betonten mehrere Redner bei der feierlichen Eröffnung, dass es überhaupt so weit kam. Bis es so weit kam, musste viel geschehen, vor allem mussten Menschen sich begegnen, mussten, vor allem, Juden es wagen, sich mit diesen Deutschen zu konfrontieren, die sich ihnen gegenüber als mörderische Ungeheuer bewiesen hatten. Oberbürgermeister Kurt Gribl wies in seiner Rede darauf hin, dass dies nicht nur im Großen gilt, zwischen den Ländern, den Regierungen, sondern auch im kleinen Augsburg: 1946 seien 25 jüdische Mitbürger nach Augsburg zurückgekommen – „welche mutiger Antritt!“ – und hätten die Jüdische Kulturgemeinde wieder gegründet. Auf solch kleinen Schritten baute sich die Wiederannäherung der beiden Staaten auf, auf solch kleinen Schritten, die für die Einzelnen ein immenses Wagnis gewesen sein mögen. (mehr …)

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Freie Theater mit konkreten Forderungen: Ein neues Papier stellt differenzierte Wünsche vor

Die Freien Theater Augsburgs haben ihre Forderungen nach höheren Zuschüssen aus dem städtischen Kulturetat konkretisiert. In einem vierseitigen, übersichtlich gegliederten und differenzierten Papier wendet sich die Gruppe erneut an Politik und Öffentlichkeit. Von Frank Heindl Als Anlass für ihr nachdrückliches Insistieren auf eine veränderte Wahrnehmung in der Politik gibt die Gruppe an, die momentane Diskussion […]

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Grüne üben Kritik an „Sommernächten“

Die Fraktion der Augsburger Grünen erkennt an dem neuen Stadtfestformat eine „Weiterentwicklung des ehemaligen Maxstraßenfestes“, aber eben in der Maxstraße eine Stagnation. In ihrer heutigen Stellungnahme erhärten sie die Kritik des FW-Stadtrates Volker Schafitel, der das Treiben auf der Maxstraße als „Sauf- und Fressfest“ bezeichnete. Die Grüne Stadtratsfraktion zeigt sich „erfreut“, dass nach ihrer langjährigen […]

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„Sommernächte“: Stadt bezeichnet dreitägiges Stadtfest als „Erfolg“

Die Stadt Augsburg hat mittels einer städtischen Pressemitteilung die „Augsburger Sommernächte“ als Erfolg bewertet. Es gibt aber auch scharfe Kritik. „Das neue Stadtfest der „Augsburger Sommernächte“ ist ein Erfolg. Drei Tage lang haben Zehntausende Besucher aus Augsburg und der ganzen Region ein stimmungsvolles Fest gefeiert. Friedlich und heiter ging es zu und viele fröhliche Gesichter […]

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Diese Grafik ist ein Dokument einer falschen Kulturpolitik

Es geht nicht um den Welthunger, nicht um die Klimakatastrophe und auch nicht um die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung in Russland und der Türkei, es geht nicht um Kriege und Flüchtlingsströme, und es geht auch nicht um seelische Grausamkeiten, die kranke Eltern ihren Kindern zufügen. Kommentar von Siegfried Zagler Kulturetat 2015: 57% gingen als Betriebskostenzuschuss […]

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Synagoge: Violinkonzert am Dienstag

Joseph Joachim – ein jüdischer Geiger des 19. Jahrhunderts Der Verein der Freunde und Förderer des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben hat ein weiteres Konzert des renommierten Violinisten Jochen Brusch im Festsaal der Synagoge organisiert. Nachdem Brosch im letzten Jahr Fritz Kreisler interpretierte, stehen diesmal Werke von Joseph Joachim (1831–1907) auf dem Programm. Joachim wurde in der […]

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Kultur: Führungen und Veranstaltungen der Kunstsammlungen vom 2. bis 5. Juli

Die Führungen und Veranstaltungen der städtischen Kunstsammlungen vom 2. bis 5. Juli ermöglichen den EM-gestressten Bürgern und von den Sommernächten zerschossenen Bewohnern der Stadt Augsburg eine Reise zurück in die Mitte der Seele. So startet zum Beispiel am Samstag, 2. Juli der erste Tag der Sonderausstellung Andreas Langen / Kai Loges – Die arge Lola […]

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Stadttheater: Die nächste Spielzeit kann beginnen

Thema „Stadttheater ohne Großes Haus“ im Kulturausschuss: Einige Ersatzspielstätten sind gefunden Von Frank Heindl Nach der Nachricht von der Schließung des Großen Hauses habe man zunächst in Schockstarre, dann in Panikhaltung verharrt – und sei schließlich doch energisch zur Planung übergegangen. So schilderte Juliane Votteler am Dienstag vor dem Kulturausschuss den pragmatischen Umgang mit den […]

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Unglück darf keine Spuren hinterlassen

Uraufführung im Hoffmannkeller: „Die schärfsten Gerichte …“ Von Frank Heindl Grauenhaft, diese Frau! Was in der an Kälte, Rücksichtslosigkeit, Durchsetzungswillen steckt, das reicht, um mehrere Familien zugrunde zu richten. Und in der Tat, sie dehnt ihr Vernichtungspotential aus bis in die Familie der Tochter, zerstört sogar das Leben der Enkelin. Rosalinda hat kein Mitleid verdient. […]

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Theatersanierung: 12000 Unterschriften für städtische Planung

Mit der letzten Vorstellung im Großen Haus des Augsburger Stadttheaters wurde aus Sicht von Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl mit der Abgabe von zirka 12.000 Unterschriften ein starkes Signal aus der Bürgerschaft gegeben, die städtische Planung weiter zu verfolgen. Die Theaterkritiker, die einen Bürgerentscheid anstreben, um die von der Stadt geplante Sanierung zu stoppen, bewerten diesen […]

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