DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Sonntag, 27.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Erinnerungsarbeit

Erneut Besuch aus Japan: Diesmal kommt die Wirtschaft

Zwei Wochen nach dem Besuch einer japanischen Jugenddelegation kommt erneut eine Gruppe aus Japan nach Augsburg. Am 17. Sep­tem­ber empfängt die Stadt 13 Mit­glieder der Yamaoka Memorial Foundation, darunter Vertreter der japanischen Wirtschaft.

Von Bruno Stubenrauch

Auch der Japan-Garten steht auf dem Besuchsprogramm (Bild: DAZ)

Der eintägige Besuch steht im Zeichen des deutsch-japanischen Austauschs. Auf dem Programm stehen unter anderem das Ausbildungszentrum von Everllence, der Botanische Garten mit seinem Japan-Garten, der Rudolf-Diesel-Hain und eine Stadtbesichtigung. Empfangen wird die Delegation von Oberbürgermeister Dr. Florian Freund im Rokokosaal der Regierung von Schwaben.

Besuch bei Everllence und im Japan-Garten

Nach dem Empfang führt das Programm die Gäste zunächst in das Ausbildungszentrum von Everllence. Anschließend geht es in den Botanischen Garten. Dort sind ein gemeinsames Mittagessen und eine Führung durch den Japan-Garten vorgesehen.

Am Nachmittag besucht die Delegation den Rudolf-Diesel-Hain im Wittelsbacher Park. Eine geführte Stadtbesichtigung soll weitere Einblicke in die Geschichte und Gegenwart Augsburgs vermitteln. Den Abschluss des Tages bildet ein gemeinsames Abendessen bei Feinkost Kahn. Am Freitag, 18. Sep­tem­ber, reist die Gruppe weiter nach Leipzig.

Yamaoka und die Verbindung zu Augsburg

Die Yamaoka Memorial Foundation ist eng mit der Entstehung der Augsburger Städtepartnerschaften mit Japan verbunden. Namensgeber der Stiftung ist Magokichi Yamaoka. Er hatte in Deutschland studiert und sich für den hier entwickelten Dieselmotor interessiert. Später gründete er das japanische Maschinenbauunternehmen Yanmar, das heute weltweit rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Seine Verbundenheit mit Augsburg zeigte Yamaoka 1957 mit der Stiftung des Rudolf-Diesel-Hains. Zwei Jahre später wurden auf seine Initiative die Städtepartnerschaften mit Nagahama und Amagasaki begründet. Beide japanischen Städte waren beziehungsweise sind Standorte des Unternehmens Yanmar.

Augsburg war damit die erste deutsche Stadt mit einer japanischen Partnerstadt und ist bis heute die einzige deutsche Kommune mit zwei japanischen Partnerstädten.

Von der Jugend zur Wirtschaft

Die Yamaoka Memorial Foundation unterstützt auch den Jugendaustausch zwischen Augsburg und seinen japanischen Partnerstädten. Anfang September waren 13 junge Erwachsene aus Amagasaki und Nagahama sowie fünf Begleitpersonen eine Woche lang in Augsburg zu Gast (DAZ berichtete).

Die aktuelle Reisegruppe ist anders zusammengesetzt: Sie besteht überwiegend aus Fördermitgliedern der Stiftung, darunter Vorsitzende, Geschäftsführer und weitere Führungspersönlichkeiten aus der japanischen Wirtschaft.

gesamten Beitrag lesen »



Japanische Jugend­delegation zu Gast in Augsburg

Vom 30. August bis 6. September 2026 empfängt Augsburg eine Jugend­dele­gation aus den japani­schen Partner­städten Amagasaki und Nagahama. 13 junge Erwach­sene im Alter von 18 bis 25 Jahren sowie fünf Begleit­per­sonen wohnen bei Gast­familien im Raum Augsburg – und erleben so den Alltag in der Stadt hautnah. Von Bruno Stubenrauch Bild: Monica Smekal / Gemini Ein vielfältiges Programm erwartet die […]

gesamten Beitrag lesen »



Trau­er­grup­pe: Raum für Aus­tausch und Be­glei­tung nach Partner­verlust

In der fes­ten, ge­lei­te­ten Trau­er­grup­pe kön­nen Trau­ern­de, die ihren Part­ner oder ihre Part­ne­rin ver­lo­ren haben, Ge­dan­ken und Ge­füh­le tei­len, Er­in­ne­run­gen le­ben­dig wer­den las­sen und ge­mein­sam mit An­de­ren Wege fin­den, mit der Trau­er um­zu­ge­hen. Von Bruno Stubenrauch Bild: Monica Smekal / Gemini Die er­fah­re­nen Trau­er­be­glei­te­rin­nen und Trau­er­be­glei­ter be­glei­ten ein­fühl­sam und hel­fen dabei, den er­leb­ten Ver­lust zu […]

gesamten Beitrag lesen »



Aufgestellt und ausge­grenzt: Neue Ausstellung beleuchtet jüdisches Sportleben

Ab dem 11. Sep­tem­ber zeigt eine Wan­der­aus­stel­lung im Vier­metz­hof des Ma­xi­mi­li­an­mu­se­ums die Le­bens­we­ge jü­di­scher Sport­le­rin­nen und Sport­ler aus Baye­risch-Schwa­ben. Die Werk­schau ent­stand in Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen der Uni­ver­si­tät Augsburg, dem Jü­di­schen Mu­se­um, dem FC Augsburg und den Kunst­samm­lun­gen. Von Bruno Stubenrauch Heinz Landmann schießt für die Jugendmannschaft der PTGA im Spiel gegen München ein Tor. Augsburg, um […]

gesamten Beitrag lesen »



Wer wir wirklich sind (3): Die Leihgabe

Am vergangenen Wochenende rollte ein Regionalzug in den Augsburger Hauptbahnhof ein und brachte mehr als einen Reisenden. Er brachte eine Geschichte mit, die sich nicht einfach abschütteln lässt. Von Sait İçboyun Ein Mann im Rentenalter stieg aus, erschöpft, aber entschlossen. Zehn Stunden hatte er im Zug gesessen, das Deutschlandticket in der Tasche, quer durch die […]

gesamten Beitrag lesen »



Wozu dient Erinnerung? – Die Enkel der Vertriebenen haben Europa im Blick

Als einzige Stadt in Bayern und wahrscheinlich auch bundesweit richtet die Stadt Augsburg aufgrund einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Stadtregierung alle zwei Jahre einen Empfang für die ost- und südost­deutschen Landsmannschaften aus, die im Bund der Vertriebenen auch lokal organisiert sind. Am 9. Februar fanden sich zum zweiten Mal im Gögginger Parktheater mit den Vertretern aller […]

gesamten Beitrag lesen »



Erinnerungskultur: Kostenlose Führungen durch die Halle 116

Der Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ in Augsburg bietet am Sonntag, 11. Januar, und am Sonntag, 25. Januar 2026 jeweils um 11.30 Uhr kostenlose Führungen durch seine Dauerausstellung an. Eine Anmeldung ist nicht erfor­derlich; Treff­punkt ist die Halle 116 in der Karl-Nolan-Straße 2 bis 4. Regulär ist der Lern­ort mitt­wochs von 10 bis 15 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Für […]

gesamten Beitrag lesen »



Abschied von einem Kultbauwerk

Der sogenannte „kleine Steg“ am Hochablaß ist marode: Eine sichere Nutzung kann aufgrund von fest­gestellten Mängeln nicht mehr garantiert werden, so die Stadt am Freitag überraschend. Von Bruno Stubenrauch Der Steg war nicht nur eine saubere und elegante Abkürzung auf dem Weg zum westlichen Kuhsee-Ufer, sondern auch ein idealer Platz zur Beobachtung der bis an […]

gesamten Beitrag lesen »



Ende einer Ära: Wo waren die Denkmalschützer?

Fast 60 Jahre nach dem Beginn der Atom­energie in Gund­remmingen ver­schwindet eines ihrer letzten sichtbaren Zeichen: Die markanten Kühltürme des ehemaligen Kern­kraft­werks werden am Samstag, 25. Oktober 2025 gesprengt – ein symbol­trächtiger Moment für den Rückbau des einst größten Atom­standorts Deutschlands. Von Bruno Stubenrauch Das Kernkraftwerk Gundremmingen war ein Stück deutscher Energie­geschichte. Mit Block A ging […]

gesamten Beitrag lesen »



Der 3. Oktober und seine sym­bolische Leere

Seit 1990 gilt der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit. Begründet wird das damit, dass an diesem Datum der Einigungs­vertrag in Kraft trat und damit die staatliche Wieder­ver­einigung formal vollzogen wurde. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Dieser Tag ist weit weniger „geschicht­lich aufgeladen“, als es die Insze­nierung jedes Jahr nahelegt. Kommentar von Bruno Stubenrauch […]

gesamten Beitrag lesen »