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Mittwoch, 22.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Neuer Stadtrat: Grüne gehen in Opposition

Die Augsburger Grünen werden nicht Teil der von OB Dr. Florian Freund angestrebten „Start­mehrheit“ im Stadtrat sein. Das hat Freund der zweit­stärksten Fraktion nach der Wahl mitgeteilt. Die Grünen kündigen nun an, die Opposition „kraftvoll anzuführen“ – und werfen der SPD Machtspiele vor.

Von Bruno Stubenrauch

Ergebnis der Stadtratswahl 2026 (Quelle: Stadt Augsburg

In einer gemeinsamen Erklärung von Dr. Hannah Judith, Markus Schnitzler, Fraktions­chef Peter Rauscher und OB-Kandidatin Martina Wild zeigen sich die Grünen enttäuscht. „Wir sind bereit, Verant­wortung zu übernehmen“, heißt es darin. Man habe sich in Gesprächen mit SPD und CSU konstruktiv gezeigt. Statt eines breiten Bündnisses aller demo­krati­schen Kräfte werde nun eine „Festung gegen die Grünen“ gebaut. „Statt Inhalten stehen Machtspiele um Posten und Personal im Mittelpunkt“, kritisieren die Grünen.

Untergeordnete Rolle grüner Themen

Florian Freund breche damit noch vor seiner Ver­eidigung sein erstes Versprechen an die Bürger. Man habe inhaltlich viele Über­ein­stimmungen fest­gestellt – etwa bei Klimaschutz, sozialer Gerechtig­keit und Anpassung an den Klima­wandel. Diese Themen spielten nun eine unter­geordnete Rolle.

Die Grünen kündigen an, ihre Themen als zweit­stärkste Kraft weiterhin ent­schlossen in den Stadtrat einzu­bringen. Das neu­gebildete Bündnis werde man fort­laufend an Trans­parenz und Ehrlich­keit erinnern.