Wasser als Welterbe-Motiv: „Nah am Wasser“ im Kongress am Park
Wasser ist in Augsburg mehr als ein Element – es ist Identität. Seit 2019 gehören 22 Objekte der historischen Wasserwirtschaft als Augsburger Wassermanagement-System zum UNESCO-Welterbe. Mit der Ausstellung „Nah am Wasser“ greift das Kongress am Park dieses Erbe nun künstlerisch auf – großformatig, vielschichtig und eindrucksvoll.
Von Bruno Stubenrauch
Bei der Vernissage der Ausstellung „Nah am Wasser“ begrüßten (von links) Geschäftsführer Götz Beck, Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle, Kulturreferent Jürgen K. Enninger sowie Ausstellungskurator Winfried Heid geladene Gäste im Augsburger Tagungszentrum Kongress am Park. (Foto: Petra Kluger)Kuratiert vom Heidelberger Galeristen Winfried Heid, versammelt die Schau internationale Positionen aus Malerei und Fotografie. Die Werke begegnen den Besucherinnen und Besuchern im Foyer und in angrenzenden Räumen – eingebettet in die denkmalgeschützte Sichtbeton-Architektur der 1970er-Jahre mit ihren markanten orangefarbenen Loungemöbeln und der leuchtenden Lichtskulptur. Kunst, Architektur und Thema treten dabei in einen spannungsvollen Dialog.
Mehr als eine Ausstellung
Exemplarisch stehen dafür die eindringlichen Schwarz-Weiß-Fotografien von Barbara Klemm, die Wasser als gesellschaftlichen und atmosphärischen Resonanzraum zeigen. Eine besondere Bildsprache entfalten die mit der Camera obscura aufgenommenen Arbeiten von Günter Derleth, der als einer der renommiertesten Vertreter dieser Technik gilt. Expressiv und farbintensiv wiederum widmet sich Manfred Fischer in seinen Gemälden der Bewegung von Meer und Wellen.
„Nah am Wasser“ ist damit mehr als eine Ausstellung – sie ist eine Einladung, das Augsburger Welterbe neu zu sehen und das Element Wasser als künstlerische, historische und urbane Kraft zu erleben. Zu sehen ist die Schau während öffentlicher Veranstaltungen mit gültigem Ticket. Darüber hinaus ist eine Besichtigung nach telefonischer Vereinbarung montags bis donnerstags zwischen 9 und 16 Uhr möglich.