Nachruf
Abschied von einem Kultbauwerk
Der sogenannte „kleine Steg“ am Hochablaß ist marode: Eine sichere Nutzung kann aufgrund von festgestellten Mängeln nicht mehr garantiert werden, so die Stadt am Freitag überraschend.
Von Bruno Stubenrauch
Der Steg war nicht nur eine saubere und elegante Abkürzung auf dem Weg zum westlichen Kuhsee-Ufer, sondern auch ein idealer Platz zur Beobachtung der bis an die Mauer schwimmenden Wasservögel.
„Die Verwaltung prüft derzeit, ob die Mängel durch Sanierungsmaßnahmen behoben werden können oder der Steg abgerissen werden muss.“ Das hört sich nicht gut an. Von einem Neubau steht da nichts. Und bei dem in Augsburg üblichen Sanierungstempo – siehe Perlach und Dominikanerkirche – müsste man wohl in Jahrzehnten denken, bis die geradlinige Ingenieurbaukunst des 20. Jahrhunderts wieder betreten werden könnte. Dann lieber weg damit – kurz und schmerzlos. Adieu kleiner Steg!
