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Donnerstag, 02.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Monty Python’s Spamalot: „Always look on the bright side of life“

Schlechte Vorzeichen für die Frei­licht­­bühnen­­saison: Die Produktion „Monty Python’s Spamalot“ musste wegen der Schließung der Frei­licht­bühne am Roten Tor kurz­fristig verlegt werden. Und wieder mal erwies sich das Augsburger Theater als Meister der Improvisations­kunst und „zauberte“ eine Ersatz­spiel­stätte aus dem Hut. Monty Python auf dem Gaswerk-Areal hat Charme und kommt beim Publikum an.

Von Halrun Reinholz

König Artus und die farbenfrohen Ritter der Tafelrunde, v.l.: Johan Vandamme, Patrick L. Schmitz, Mehdi Salim, Hannes Staffler, Marina Lötschert, Florian Gerteis

Um König Artus, seine Tafelrunde und die Suche nach dem heiligen Gral geht es in dem Monty-Python-Film, der als Vorlage für das Musical „Monty Python Spamalot“ dient. Die Filme der legendären Komikergruppe Monty Python aus den 1970er Jahren mit britischem Nonsense-Humor haben Kultstatus. Monty-Python-Mitglied Eric Idle hat aus dem Artus-Film „Die Ritter der Kokosnuss“ ein bühnentaugliches Musical gemacht, ihm aber noch einen musikalischen Hit aus dem Film „Das Leben des Brian“ beigefügt: „Always look on the bright side of life“. Fast könnte man meinen, das Augsburger Theater hätte das Stück ausgewählt, um seine viel erprobte Stehaufmännchen-Situation in Monty-Python-Manier selbstironisch darzustellen. Zumindest wird das Lied als „Singalong“-Angebot in der Aufführung hymnenartig zelebriert. Wie auch immer, die Botschaft an das Publikum zum Ende der Spielzeit lautet eindeutig: Den Spaß an der Kunst lassen wir uns nicht nehmen.

Zunächst muss sich das Publikum an die neuen örtlichen Gegebenheiten gewöhnen: Industrie-Ambiente statt Mittelalter-Kulisse. Die Tribüne ist breit und geht steil hoch. Befürchtungen wegen schlechter Sicht in den ersten Reihen zerstreuen sich schnell, denn das Bühnenbild wird auf drei Ebenen bespielt und man hat alles sozusagen auf komfortabler Augenhöhe.

Die Fee aus dem See und König Artus mit dem gefundenen Gral: Katja Berg, Patrick L. Schmitz (Fotos: Jan-Pieter Fuhr)

Von Anfang an sind die Zu­schauer Teil der Auf­füh­rung, denn noch vor dem offi­zi­ellen Beginn steht die „Fee aus dem See“ (Katja Berg) mit dem Fern­glas auf der Bühne, um den pas­sen­den Mann für sich zu suchen. Nach eini­gen Ver­wer­fungen wird sie schließ­lich fündig und holt „Dieter“ (Patrick L. Schmitz) auf die Bühne, der schnell­stens zum König Artus mutiert und sich mit der Hilfe seines Knappen „Patsy“ (Johan Vandamme) auf die Suche nach Gefolg­schaft für die Tafel­runde und schließ­lich auf die Suche nach dem hei­li­gen Gral macht. Auf nicht vor­han­denen Pfer­den reiten die edlen Herren unter dem Ge­klapper von Kokos­nuss-Hälf­ten grazil durch die Lande. Skur­rile Aben­teuer und absurde Begeben­heiten wechseln sich in schneller Folge ab und sorgen im Publikum meist für ungebremste Heiterkeit.

Das liegt vor allem an den versierten Haupt­dar­stellern, die zum Teil immer wieder auf der Augsburger Freilicht­bühne ihr Gastspiel gaben und hier meist in wech­selnden Rollen auftreten: Florian Gerteis (Sir Robin, auch wunderbar als Bruder Maynard), Marina Lötschert (Sir Lancelot und Mutter von Sir Galahad), Hannes Staffler (elegant mit Föhn-Locke als Sir Galahad, herrlich auch als Schwarzer Ritter), Mehdi Salim (als ängstlich-inkonti­nenter Sir Bedevere) und die äußerst wandelbare Stephanie Marin in mehreren Rollen. Unter­stützt werden sie von einem Musical­ensemble aus Studenten der Everding-Akademie, dem heimischen Ballett­ensemble, dem Opernchor und der Statisterie und zusammen zeigen sie sich jeder irrwitzigen Situation mit komischem Potenzial gewachsen. Auch das Publikum wird bei der Suche nach dem heiligen Gral gefordert, denn der Fingerzeig Gottes (dem der allen FCA-Fans wohl­bekannte Radio­moderator Rolf Störmann seine sonore Stimme leiht) weist auf die Zuschauer­tribüne. Und selbst­ver­ständlich gibt es zum Schluss auch ein Happy-End für die Fee aus dem See, auch wenn diese da noch etwas nachhelfen muss.

Ein herrlicher Klamauk für Monty Python- und Comedy-Fans. Aber die Insze­nierung ist viel­schichtig genug, um nicht in plattem Slapstick zu verblöden. Zwar kommt der Sprachwitz des britischen Humors nur ungenügend in der deutschen Version an und vieles, was in den 1970ern als witzig empfunden wurde, musste dem heutigen Zeitgeist gemäß wohl „geglättet“ werden. Doch die Berliner Regisseurin Anna Weber zeigt einen unver­krampften Umgang mit Tabus. Es gelingt ihr, Klischees zu durch­brechen und ad absurdum zu führen, Geschlechter­rollen infrage zu stellen und umzukehren, ohne einen moralischen Zeigefinger zu heben und auch ohne sich in peinlicher Korrekt­heit zu verstricken. Der Ritter „Frauenquote“, ein Regie-Gag in knallig-gelbem Outfit, hat keine Chance, in die Tafelrunde aufgenommen zu werden, aber Sir Lancelot darf sich fröhlich als Frau outen.

Bemerkenswerterweise ist das Regie-Team überwiegend weiblich. Das Bühnenbild mit See und sehr wandelbarem Ritterhelm im Hintergrund kommt von Sina Manthey, die knalligen Kostüme in kräftigen Farben von Laura Kirst, Choreo­grafin ist Helena Sturm. Die Musik unter der Leitung von Sebastiaan van Yperen harmoniert beschwingt und gut gelaunt mit dem Geschehen auf der Bühne. Monty Python Spamalot ist ein Spaß für einen schönen Sommerabend, den das Premieren­publikum mit begei­stertem Applaus quittierte.



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Er­leb­nis­mu­seum: Das Führungs­pro­gramm im Juli

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„Eine Stadt besteht nicht aus Steinen, sondern aus den Menschen, die darin leben.“

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Gericht bestätigt Bestellung von Tatjana Dörfler zur Bildungs- und Kultur­referentin

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Vom 8. bis 29. Juli 2026 zeigen zwei Berufs­integrations­klassen der Augsburger Berufs­schule 2 die Aus­stellung „Viele Sprachen – viele Wahrheiten“. Die Schau in der Haunstetter Straße rückt 31 Sprich­wörter aus ver­schiedenen Mutter­sprachen in den Mittel­punkt und schlägt Brücken zum Deutschen. Von Bruno Stubenrauch Unter dem Titel „Viele Spra­chen – viele Wahr­heiten“ prä­­sen­tie­ren die Schü­­le­rin­nen und Schü­ler der bei­den […]

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Polizei zieht positive Bilanz der Sommernächte

Die Polizei hat eine insgesamt positive Bilanz der Augs­burger Sommer­nächte gezogen. Die drei­tägige Veran­staltung sei aus poli­zei­licher Sicht mit wenigen Ausnahmen friedlich verlaufen. Bereits im Vorfeld habe es umfang­reiche Vor­be­reitungen und enge Abstim­mungen zwischen Polizei, Stadt Augsburg und weiteren Betei­ligten gegeben. Von Bruno Stubenrauch Für einen größeren Polizeieinsatz sorgte am Freitag­abend eine Aus­einander­setzung im Bereich […]

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Kurznachrichten

Wenn Kinder schwer krank werden: Fach­veranstaltung zur Kinder-Palliativ­versorgung



Am Mittwoch, 15. Juli 2026, lädt der Augsburger Hospiz- und Palliativ­versorgung e.V. zu einer kosten­freien Informations­veranstaltung in den Augustanasaal im Augustanahaus ein. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie werden schwer­kranke Kinder und ihre Familien in der Region Augsburg begleitet? Von Bruno Stubenrauch Augustanahaus Wenn ein Kind lebens­bedrohlich erkrankt, verändert sich das Leben der gesamten Familie grundlegend. […]

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bfg-Kaffeenachmittag zum Thema „Trennung von Staat und Kirche“



Am Mittwoch, den 1. Juli, lädt der Bund für Geistes­­­freiheit (bfg) Augsburg K.d.ö.R. wieder zu seinem traditio­­­nellen, offenen Kaffee­­nachmittag in das bfg-Zentrum in der Haunstetter Straße 112 ein. Der Nachmittag widmet sich dem Thema „Trennung von Staat und Kirche“. Ab 16 Uhr sind Mitglieder sowie alle interes­­­sierten Bürge­rinnen und Bürger herzlich willkommen, in geselliger Runde […]

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Lange Nacht der Wissenschaft: Forschen, Staunen und Mitmachen – kostenlos in der Augsburger Innenstadt



Am Samstag, 4. Juli 2026, verwandelt sich die Augsburger Innenstadt von 18.30 bis 23 Uhr in eine lebendige Wissens­landschaft. Zur vierten „Langen Nacht der Wissen­schaft“ laden die Uni­versität Augsburg, die Tech­nische Hochschule Augsburg und die Stadt gemeinsam ein – der Eintritt ist frei. Von Bruno Stubenrauch Kein Numerus Clausus, kein Stu­dien­ab­schluss nötig: Wer immer schon mal „Uni­luft […]

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swa Kunden­center am 2. Juli ab 15.30 Uhr geschlossen



Das Kunden­center der Stadt­werke Augsburg (swa) am Königs­platz bleibt am Donnerstag, 2. Juli, ab 15.30 Uhr wegen einer betrieblichen Veranstaltung geschlossen. Ab Freitag, 3. Juli, steht es ab 8 Uhr wieder offen. Wer am Donnerstag­nachmittag persönliche Beratung benötigt, sollte den Besuch auf einen anderen Tag verlegen. Telefonisch sind die swa-Mitarbeitenden weiterhin erreichbar – unter 0821 6500-6500. Fahr­plan­auskünfte und aktuelle Informationen […]

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DLRG warnt vor Blaualgen am Weitmannsee



Bei Unter­suchungen des Land­rats­amts Aichach-Friedberg wurde am Weit­mann­see in Kissing die Blaualgen­gat­tung Tychonema nach­ge­wie­sen. Die DLRG warnt Bade­gäste und rät ins­be­sondere vom Baden mit Hunden und Klein­kin­dern ab. Die Gefahr ist mit bloßem Auge oft nicht er­kenn­bar. Im Gegen­satz zu vielen anderen Blaualgen bil­det Tychonema keine sicht­baren grünen Teppiche an der Wasser­ober­fläche. Die Alge wächst […]

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