Hochablaß: swa beginnen mit Fischtreppe
Mitte August beginnen die Stadtwerke Augsburg (swa) mit dem Bau einer Fischaufstiegsanlage am Hochablaß. Mit 70 Becken wird künftig ein Höhenunterschied von fast acht Metern für Fische und Kleinlebewesen überwunden. Das Wehr wird damit erstmals seit über 120 Jahren durchgängig. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich eineinhalb Jahre.
Von Bruno Stubenrauch

Unterhalb der sogenannten „Bastion“ beginnen die swa ab 10. August mit dem Bau der Fischaufstiegsanlage (Bild: swa/Thomas Hosemann)
Die Anlage entsteht unterhalb der sogenannten Bastion auf der östlichen Lechseite in Hochzoll. Die 70 Becken sind jeweils vier mal zwei Meter groß und werden in Serpentinen angelegt. Sediment am Boden lädt die Fische zum Ausruhen ein. „Die Anlage ist eine wichtige Investition in die Artenvielfalt und den Schutz unserer Gewässer“, erklärt swa-Sprecher Jürgen Fergg.
Hochablaß bleibt für Fußgänger frei
Der Bau der Fischaufstiegsanlage war eine Auflage beim Bau des 2013 in Betrieb gegangenen Wasserkraftwerks am Hochablaß. Die Planungen wurden mehrfach überarbeitet – unter anderem, um die Anlage mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Wassermanagementsystem Augsburg in Einklang zu bringen.
Fußgänger können den Lechsteg über den Hochablaß weiterhin nutzen. Einschränkungen für Anwohner sollen geringgehalten werden, Lärm durch das Einrammen von Spundwänden ist jedoch nicht ganz zu vermeiden. Die Bauzeit ist abhängig vom Pegelstand des Lechs; bei Hochwasser müssen die Arbeiten unterbrochen werden.