B17 wird zur Fahrradstraße
Rekordbeteiligung bei der Augsburger Radlnacht
Wo sonst Autos über die B17 rollen, gehörte die Fahrbahn am Samstagabend den Fahrrädern. Ein mehr als fünf Kilometer langer Demonstrationszug zog durch Augsburg – erst nach über 40 Minuten waren alle Teilnehmer auf der Strecke.
Von Bruno Stubenrauch

Bild: Klimanetz Augsburg / Stefan Sohnle
Die dritte Augsburger Radlnacht hat nach Angaben der Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord erreicht: Rund 4.700 Menschen beteiligten sich an der Demonstration für bessere Bedingungen im Radverkehr. Im vergangenen Jahr waren es etwa 2.100 Teilnehmer.
Besonders eindrucksvoll war der Abschnitt über die B17. Für kurze Zeit verwandelte sich eine der wichtigsten Verkehrsachsen Augsburgs in eine breite Fahrradstraße. Entlang der Auffahrten schlossen sich immer wieder weitere Radfahrerinnen und Radfahrer dem Zug an. Während zu Beginn bereits mehr als 4.000 Menschen unterwegs waren, sei die Zahl bis zum Ende der Fahrt auf rund 4.700 angewachsen, so die Veranstalter.
Symbolische Fahrt über die B17
Die Radlnacht wurde zum dritten Mal von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit dem ADFC, Fridays for Future und weiteren Initiativen organisiert. Die Route über die B17 sollte nach Angaben der Veranstalter symbolisch verdeutlichen, dass dem Radverkehr künftig mehr Raum eingeräumt werden müsse.
Unter dem Motto „Lücken schließen – für ein durchgängiges, sicheres und komfortables Radwegenetz in Augsburg“ forderten die Organisatoren unter anderem den schnelleren Ausbau bestehender Radwege und den Lückenschluss wichtiger Verbindungen, etwa in der Donauwörther Straße und der Schaezlerstraße.
Mehr Platz für den Radverkehr gefordert
Bei der Auftaktkundgebung kamen auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu Wort, die auf spezielle Fahrräder angewiesen sind. Nach Auffassung der Veranstalter zeigt die hohe Beteiligung, dass viele Augsburgerinnen und Augsburger sich eine bessere und sicherere Fahrradinfrastruktur wünschen.
Mit der Radlnacht verbinden die Organisatoren zugleich einen Appell an die neue Stadtregierung, den Ausbau des Radwegenetzes zügiger voranzutreiben.