Die Augsburger Zeitung

DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur

Freitag, 24.5.2013 • Nr. 144 • Jahrgang 5 • www.daz-augsburg.de

Rückkehr der Nörgler

Manfred Seiler über den Kampf zwischen Nörgler und Weißwäscher – und über die bemerkenswerte Aprilausgabe der „Neuen Szene“.

Lange missachtet, später verehrt, heute gefeiert: Augsburgs berühmtester Nörgler Bert Brecht

Lange missachtet, später verehrt, heute gefeiert: Augsburgs berühmtester Nörgler Bert Brecht

Der Wildtyp mag nahezu ausgestorben sein und gehört eigentlich auf die UNESCO-Liste der bedrohten Arten. Man begegnet ihm allenfalls noch in diversen Vereinsheimen, wenn der FCA spielt und sky überträgt. Dort sitzen sie, die Silberrücken, und stimmen schon wenige Minuten nach Spielbeginn ihren unverwechselbaren Reviergesang an: „Meiomei.“ Oder, wenn der Erregungszustand der Verärgerung steigt, beispielsweise weil Mölders sich in einem Dribbling versucht: „Meiomeiomeiomei“. Ein Paradiesvogel mit durchweg düsterer Grundstimmung, der sich entgegen jeder Vernunft dem Zeitgeist widersetzt, beispielsweise der Diktatur des politisch korrekten Sprachgebrauchs: „Jetzt bin i gschpannt, ob der Neger was bringt.“

Der Begriff „Weißwäscher“ stammt von Brecht, der ein Nörgler war


Geschenkte Perlen

“Der Wahrheitsfindung vor Gericht dient das nicht”

Stadtrat und Bundestags­abgeordneter Alexander Süßmair (Linke) wurde von der DAZ gebeten, drei bis vier Sätze zur Debatte zum NS-Vergleich von Beate-Schabert Zeidler zu sagen. Süßmair schickte eine persönliche Stellungnahme, die sich schwer auf wenige Sätze herunterbrechen lässt, weshalb Süßmairs persönliche Ausführungen nun unter der DAZ-Rubrik “Geschenkte Perlen” eingestellt wurden. [...]

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Fegefeuer der Eitelkeiten

Tom Wolfe gehört zu den größten lebenden Romanciers der Weltliteratur. 1987 erschien sein Roman „Fegefeuer der Eitelkeiten“, eine realistische Abbildung der Gesellschaft New Yorks der Achtziger Jahre.

Sein „pralles Sittengemälde“ (Der Spiegel) hat auch nach einem Viertel­jahrhundert nichts an Aktualität eingebüßt, wie die Augsburger „Taxi-Affäre“ zeigt. [...]

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Die Welt des Augsburger Medienpreises

Der Augsburger Medienpreis ist neben der Augsburger Skandalzeitung das sonderbarste Label, das in Zusammenhang mit dem Namen der Stadt Augsburg geführt wird. „Bring Augsburg in die Welt, bring die Welt nach Augsburg“, so das Motto des Augsburger Medienforums e.V., das als Trägers dieser Veranstaltung firmiert. Die Sachlage ist einfach: Der Medienpreis ist eine Plattform [...]

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Geschenkte Perlen

Eine neue Reihe der DAZ

Von Siegfried Zagler

„Jede Revolution beginnt auf der Straße.“ So lautete ein Werbeslogan von Mercedes Benz in den Neunzigern, als plötzlich Che Guevara wieder durch die Modewelt geisterte. Heute beginnt jede Revolution im Netz, auch die blutigen. Die arabischen Revolutionen wären ohne Facebook kaum möglich gewesen. Die Welt befindet sich mitten [...]

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raz, DAZ, taz

In einer „Kolumne“ macht sich der Sportredakteur der in Berlin erscheinenden „taz“ Andreas Rüttenauer über die „merkwürdige Antistadt“ Augsburg und deren „Kicker“ des „merkwürdigen“ FC Augsburg lustig. Zumindest versucht er es. Erst hat der FCA den Aufstieg nicht verdient und jetzt hält er auch noch „zum Entsetzen aller Fußballexperten“ die Klasse. DAZ-Autor Manfred Seiler antwortet.

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Der Fall Grass

Marcel Reich-Ranicki hat Günter Grass´ „Absicht, den Judenstaat zu attackieren“, als „Gemeinheit“ und als „Unsinn“ bezeichnet. Das von der Süddeutschen Zeitung veröffentlichte Gedicht „Was gesagt werden muss“ sei literarisch wie politisch wertlos.

Damit wäre im Prinzip alles gesagt, hätte die israelische Regierung Günter Grass nicht zur persona non grata erklärt. Aufgrund des verhängten Einreiseverbots gerät nun [...]

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