25 Jahre AWO Kinderhaus Mühlbachviertel: Inklusion als gelebter Alltag
Das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Was 2000 als integrative Kita begann, ist heute ein modernes Kinderhaus im Augsburger Stadtteil Pfersee – mit einem klaren Bekenntnis zu Inklusion, Partizipation und kindgerechter Pädagogik.
Von Bruno Stubenrauch
Freuen sich über das 25-jährige Jubiläum des AWO Kinderhauses Augsburg-Mühlbachviertel, von links: Ramona Huster (stellvertretende Leitung, AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel), Birgit Achter (Leitung, AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel) und Silke Scherer (Vorständin Kinder, Jugend und Familie, AWO Schwaben). (Foto: AWO Schwaben / Helene Baumstark)Das Jubiläum wurde kürzlich mit einem großen Familienfest gefeiert. 25 Jahre, in denen das Kinderhaus zu einem festen Bestandteil des Stadtteils Pfersee geworden ist. „Wir haben ein wirklich engagiertes Team vor Ort, das unsere Einrichtung stetig weiterentwickelt und offen für Veränderungen ist“, erklärt Silke Scherer, Vorständin Kinder, Jugend und Familie bei der AWO Schwaben.
Eine solche Veränderung spiegelt sich auch im neuen Namen wider: Aus der ehemaligen „Integrativen Kita Mühlbachviertel“ wurde das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel. „Kinderhaus klingt familiärer und wirkt emotionaler als der eher sachliche Begriff Kindertagesstätte. Dadurch wird indirekt auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt“, so Scherer. Die Einrichtung begleitet Kinder von drei Jahren bis zur vierten Klasse in zwei Kindergartengruppen und einem Hort.
Inklusion ist keine Theorie
Die pädagogische Arbeit stützt sich auf drei Säulen: Inklusion, Partizipation und an Reggio orientierte Pädagogik. Letztere – in Norditalien entwickelt – betrachtet Kinder als kompetent und aktiv handelnde Personen, die ihre Entwicklung selbst mitgestalten. „Wir nehmen die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten wahr. Ihre Interessen und Bedürfnisse sowie die Förderung ihrer Stärken stehen im Mittelpunkt“, erklärt Einrichtungsleiterin Birgit Achter.
Kinder mit erhöhtem Förderbedarf erhalten Unterstützung durch Ergotherapie, Logopädie und heilpädagogische Frühförderung. „Inklusion ist für uns kein bloßes Konzept, sondern gelebte Praxis im Alltag. Jedes Kind gehört dazu und ist wertvoll“, betont Achter. Viele Familien begleiten die Einrichtung über lange Jahre – vom Kindergarten bis in den Hort. „Dieses vertrauensvolle Miteinander von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden trägt uns seit 25 Jahren. Diese enge Zusammenarbeit ist ein großer Schatz.“
Das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel gehört zum Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e.V. (AWO Schwaben), der seit 1927 zu den größten sozialen Dienstleistern in Schwaben zählt.