Neubau des AWO Seniorenheims Augsburg-Herrenbach eingeweiht
Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe durch Architekt Michael Amberg (Höss Amberg + Partner) hat die AWO Schwaben am 24. Juli den Neubau des AWO Seniorenheims Augsburg-Herrenbach offiziell eingeweiht. An der Feier nahmen auch Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach und Klaus Holetschek, Fraktionsvorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, teil.
Von Bruno Stubenrauch

Der offene Eingangsbereich mit viel Tageslicht und Pflanzen heißt Bewohner und Besucher willkommen
Insgesamt 22 Millionen Euro hat das Großprojekt gekostet, gefördert vom Freistaat Bayern mit rund 4,2 Millionen Euro nach der Richtlinie „PflegesoNah“. „Durch die staatliche Förderung reduziert sich der Investitionskostenanteil für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und auch der Bezirk profitiert“, erklärte AWO-Präsidentin Brigitte Protschka. „Wir wollen älteren Menschen nicht nur einen Pflegeplatz anbieten, sondern ein Zuhause, in dem sie sich sicher, geborgen und wertgeschätzt fühlen.“
Nachhaltige, lichtdurchflutete Architektur
Bereits Anfang Juni konnten alle Bewohner aus dem Altbau in den vierstöckigen Neubau in der Matthias-Claudius-Straße umziehen. Das Haus bietet 106 Pflegeplätze und überzeugt durch eine lichtdurchflutete Architektur mit großen Fenstern. Die einzelnen Etagen erhielten Augsburger Namen – „Siebentischwald“, „Fuggerei – am Roten Tor“, „Lechauen – Herrenbach“ und „Hofgarten – Botanischer Garten“ – und wurden entsprechend farblich und mit Bildern gestaltet.
Nachhaltigkeit spielte eine große Rolle: Der Neubau wurde nach „KfW 40 Nachhaltigkeit“ gebaut, nach Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert, mit Fernwärme beheizt und verfügt über eine Photovoltaikanlage sowie 700 Quadratmeter begrünte Dachfläche.
Pflegeplätze für unterschiedliche Bedürfnisse
Ministerin Judith Gerlach betonte: „Gute Pflege soll den Menschen ermöglichen, sich wohlzufühlen und Teil ihres vertrauten Umfelds zu bleiben.“ Der Neubau in Augsburg sei ein starkes Beispiel: Hier seien 106 moderne Dauerpflegeplätze entstanden, auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten.
Im Erdgeschoss gibt es einen geschützten Wohnbereich für 16 demenzerkrankte Personen mit klaren Kontrasten, Orientierungshilfen und einem eigenen Gerontogarten. Eine große Dachterrasse, Cafeteria sowie zahlreiche Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume schaffen ein modernes Wohnumfeld.
AWO fordert verlässliche Förderung
Die AWO Schwaben nutzte die Einweihung auch für einen Appell: Vorstandsvorsitzender Dieter Egger forderte eine regelhafte, verlässliche Investitionskostenförderung durch die Politik, um Bewohner und Träger dauerhaft zu entlasten.

Bewohner-Treffpunkt: Jedes Stockwerk verfügt über einen offenen Küchen- und Aufenthaltsbereich (Bilder: JonsiDesign / Jonas Micheler)
Über die AWO Schwaben:
Der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e.V. wurde 1927 gegründet und ist mit rund 100 Einrichtungen und über 2.800 Mitarbeitern einer der größten sozialen Dienstleister in Schwaben. Im Mittelpunkt seiner Arbeit in den Bereichen Alten-, Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe stehen Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen.