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Freitag, 13.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Soziales

SPD fordert „Wohnen für Hilfe“ in Augsburg

Generationen-Deal gegen Wohnungsnot

In Augsburg ist bezahlbarer Wohnraum für Studierende Mangelware, während viele Senioren in zu groß gewordenen Wohnungen leben und im Alltag Unter­stützung gebrauchen könnten. Die SPD-Stadtrats­fraktion will diese beiden Probleme nun mit einem bewährten Konzept zusammen­führen: Dem Projekt „Wohnen für Hilfe“.

Von Bruno Stubenrauch

Wenn die Wohnung zu  groß wird: Altbau im Beethoven­viertel (Symbolbild)

Das Prinzip ist simpel: Studierende ziehen bei Seniorinnen oder Senioren ein. Statt einer klassischen Kaltmiete leisten sie Unter­stützung im Alltag – etwa beim Einkaufen, Putzen oder als Begleitung zu Arzt­terminen. Als Faustregel gilt oft: Eine Stunde Hilfe pro Monat für einen Quadrat­meter Wohnraum. Lediglich die Nebenkosten werden finanziell abgegolten. Wichtig dabei: Pflegerische Leistungen sind explizit ausgeschlossen.

Hilfe im Alltag statt hoher Miete: Gewinn für beide Seiten

Für Fraktionschef Dr. Florian Freund ist das Projekt längst überfällig. Er sieht die Stadt in der Pflicht, auf das Studie­renden­werk und gemein­nützige Träger zuzugehen: „Es braucht eine professionelle Vermittlungs­stelle, die alle Parteien prüft und bei Konflikten als Ansprech­partner dient“, so Freund.

Auch wenn das Projekt die allgemeine Wohnungs­not in der Fuggerstadt nicht im Alleingang lösen wird, betont der bau­politische Sprecher Gregor Lang die Bedeutung für die Zielgruppe: „Gerade Studierende tun sich am Wohnungs­markt besonders schwer. Hier schaffen wir eine zusätzliche, bezahlbare Option.“

Kampf gegen die Einsamkeit

Sieglinde Wisniewski auf einem aktuellen Wahlplakat der SPD

Neben dem pragmatischen Nutzen steht der soziale Aspekt im Fokus. Sieglinde Wisniewski, SPD-Vertreterin im Senioren­beirat, sieht darin eine Chance gegen die Ver­ein­samung im Alter: „Vielen Senioren fehlt Unter­stützung im Haushalt, und Angehörige kommen oft an ihre Grenzen. Die Studie­ren­den könnten hier eine echte Hilfe sein.“

Wisniewski mahnt jedoch auch eine sorgfältige Be­gleitung an, da das Teilen der eigenen vier Wände mit anfangs Fremden eine psycho­logische Hürde darstelle. Eine verläss­liche Betreuung des Projekts sei daher Grund­vor­aus­setzung für den Erfolg in Augsburg.

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Zehn Jahre „Play Me, Augsburg“: Jubiläums-Klaviere suchen kreative Ideen

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City-Club-Razzia: Eva Weber mahnt zur Verhältnismäßigkeit

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Jahresprogramm 2026 für Seniorinnen und Senioren ist da

Das Jahresprogramm 2026 für Seniorinnen und Senioren der Stadt Augsburg liegt vor. Die 86-seitige Broschüre bietet einen umfassenden Überblick über Ver­an­staltungen, Kurse und Unter­stützungs­angebote für ältere Menschen in der Stadt. Von Bruno Stubenrauch Enthalten sind Programme des Senioren­beirats sowie zahlreicher Organi­sationen aus den Bereichen Bildung, Sport und Kultur, ebenso wie Angebote von Altenclubs. Neben Kursen […]

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Zukunft der Kita Don Bosco gesichert

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Politik für alle: ÖDP setzt auf „Einfache Sprache“ und KI

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