RefugeeWeek 2026: Zeichen für Schutz und Vielfalt
Vom 12. bis 26. Juni 2026 findet in Augsburg bereits zum elften Mal die RefugeeWeek statt. Rund um den Internationalen Tag des Flüchtlings am 20. Juni setzen zahlreiche Veranstaltungen ein Zeichen für Flüchtlingsschutz, gesellschaftliche Vielfalt und gelebte Nachbarschaft.
Von Bruno Stubenrauch
Inspiriert von einer britischen Themenwoche aus den 1990er Jahren entstand Anfang 2016 bei Tür an Tür die Idee für eine lokale RefugeeWeek – nicht zuletzt unter dem Eindruck der großen Zahl von Geflüchteten, die im Sommer 2015 in Deutschland Schutz suchten. Ziel ist es, Verständnis füreinander aufzubauen, Gemeinsamkeiten zu finden, Unterschiede zu verstehen und sich um eine gelingende Nachbarschaft zu bemühen. Die RefugeeWeek wird koordiniert von Tür an Tür, dem Integrationslotsen-Projekt, dem Augsburger Forum Flucht und Asyl sowie dem Integrationsbeirat der Stadt Augsburg.
Kulinarisches, Musik, Filme und viel Information
Während der gesamten Woche lädt die Stadtbücherei zu einer digitalen Schnitzeljagd (Action Bound) durch ihre Räume ein – in einfacher Sprache, mit Stationen zu Deutschlernangeboten, „Bibliothek der Dinge“ und Tauschregal. Am 13. Juni, von 11 bis 14 Uhr, heißt es im Grandhotel Cosmopolis „Mitbring-Brunch – Der Geschmack meiner Heimat“. Jeder bringt eine Kleinigkeit zu essen aus seiner Heimat mit (nur vegetarisch/vegan).
Am 16. Juni steigt von 13 bis 17 Uhr auf dem Wollmarkt ein Sommerfest mit Spielmobil, Glücksrad, Märchenstunde, Livemusik und Informationsständen zu Bildung, Arbeit, Therapie und Wohnen. Am 18. Juni zeigt das Liliom Kino von 18 bis 20 Uhr die Dokumentation „Wir sind jetzt hier“, in der sieben junge Männer vom Ankommen in Deutschland erzählen. Im Anschluss diskutiert der Regisseur mit dem Publikum.
Einen Tag vor dem Weltflüchtlingstag, am 19. Juni von 16 bis 20 Uhr, laden Refugio und das Freiwilligen-Zentrum zum „Fest der Vielfalt“ – mit Buffet, Musik, offenem Mikrofon und Kinderaktionen. Am 23. Juni, 19 Uhr im Grandhotel Cosmopolis, folgt der Film „Ich Capitano“ über zwei junge Senegalesen auf dem Weg nach Europa. Anschließend bietet sich die Gelegenheit, mit Aktivistinnen von SOS Humanity ins Gespräch zu kommen. Ein Online-Vortrag am 25. Juni, 17 Uhr, widmet sich dem Thema Folter: Dr. Guido Terlinden (Refugio München) erklärt Folgen und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.
Mehr Info:
Das vollständige Programm aller Veranstaltungen der RefugeeWeek 2026 findet sich unter refugeeweek.de/veranstaltungen.
