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Donnerstag, 02.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Soziales

25 Jahre AWO Kinderhaus Mühlbach­viertel: Inklusion als gelebter Alltag

Das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbach­viertel feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Was 2000 als integrative Kita begann, ist heute ein modernes Kinderhaus im Augsburger Stadtteil Pfersee – mit einem klaren Bekenntnis zu Inklusion, Partizipation und kind­gerechter Pädagogik.

Von Bruno Stubenrauch

Freuen sich über das 25-jährige Jubiläum des AWO Kinderhauses Augsburg-Mühlbachviertel, von links: Ramona Huster (stellvertretende Leitung, AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel), Birgit Achter (Leitung, AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbachviertel) und Silke Scherer (Vorständin Kinder, Jugend und Familie, AWO Schwaben). (Foto: AWO Schwaben / Helene Baumstark)

Das Jubiläum wurde kürzlich mit einem großen Familien­fest gefeiert. 25 Jahre, in denen das Kinderhaus zu einem festen Bestandteil des Stadt­teils Pfersee geworden ist. „Wir haben ein wirklich engagiertes Team vor Ort, das unsere Ein­richtung stetig weiter­entwickelt und offen für Veränderungen ist“, erklärt Silke Scherer, Vorständin Kinder, Jugend und Familie bei der AWO Schwaben.

Eine solche Veränderung spiegelt sich auch im neuen Namen wider: Aus der ehemaligen „Integrativen Kita Mühlbach­viertel“ wurde das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbach­viertel. „Kinderhaus klingt familiärer und wirkt emotionaler als der eher sachliche Begriff Kinder­tages­stätte. Dadurch wird indirekt auch das Gemeinschafts­gefühl gestärkt“, so Scherer. Die Ein­richtung begleitet Kinder von drei Jahren bis zur vierten Klasse in zwei Kindergarten­gruppen und einem Hort.

Inklusion ist keine Theorie

Die pädagogische Arbeit stützt sich auf drei Säulen: Inklusion, Parti­zipation und an Reggio orientierte Pädagogik. Letztere – in Norditalien entwickelt – betrachtet Kinder als kompetent und aktiv handelnde Personen, die ihre Entwicklung selbst mit­gestalten. „Wir nehmen die Kinder als eigen­ständige Persönlichkeiten wahr. Ihre Interessen und Bedürfnisse sowie die Förderung ihrer Stärken stehen im Mittel­punkt“, erklärt Ein­richtungs­leiterin Birgit Achter.

Kinder mit erhöhtem Förder­bedarf erhalten Unter­stützung durch Ergo­therapie, Logo­pädie und heil­päda­gogische Früh­förderung. „Inklusion ist für uns kein bloßes Konzept, sondern gelebte Praxis im Alltag. Jedes Kind gehört dazu und ist wertvoll“, betont Achter. Viele Familien begleiten die Ein­richtung über lange Jahre – vom Kindergarten bis in den Hort. „Dieses vertrauens­volle Mit­einander von Kindern, Eltern und Mit­arbeitenden trägt uns seit 25 Jahren. Diese enge Zusammen­arbeit ist ein großer Schatz.“

Das AWO Kinderhaus Augsburg-Mühlbach­viertel gehört zum Arbeiter­wohl­fahrt Bezirks­verband Schwaben e.V. (AWO Schwaben), der seit 1927 zu den größten sozialen Dienst­leistern in Schwaben zählt.

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