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Donnerstag, 01.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Finanzen

Staatstheater-Kosten treiben Bürgerliche Mitte auseinander

FDP und Pro Augsburg kritisieren den jüngsten Vorstoß des OB-Kandidaten der Freien Wähler, Hannes Aigner, zum Augsburger Staatstheater. Aigner hatte eine verbindliche Kostenobergrenze mit Abbruchkriterien gefordert, falls die Baukosten weiter steigen.

Von Bruno Stubenrauch

Nach Aigners Ansicht würden die stark gestiegenen Baukosten das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger belasten. In einem Instagram-Beitrag warnte er, ohne klare Grenzen könne das Projekt finanziell und politisch außer Kontrolle geraten.

FDP und Pro Augsburg halten diesen Vorstoß für gefährlich. „Ein Baustopp bei Erreichen der Kostengrenze würde bedeuten, dass wir mitten im Augsburger Zentrum eine 417 Millionen Euro teure Bauruine stehen hätten“, kommentiert Iris Steiner, OB-Kandidatin von FDP und Pro Augsburg. Sie verweist darauf, dass die Interims-Spielstätten, die Aigner im Fall eines Baustopps weiterhin nutzen möchte, ebenfalls hohe Kosten verursachen. Zudem könnte bei einem Baustopp die Förderung des Freistaats Bayern, die derzeit die Hälfte der angefallenen Kosten trägt, wegfallen. Jede Verzögerung treibe die Kosten noch weiter in die Höhe.

Schon jetzt kleineres Theater fürs selbe Geld

Steiner, die zwischen 2009 und 2011 als Kulturkoordinatorin bei der Stadt tätig war, betont, dass die Änderungen am kleinen Haus zwischen 2020 und 2022 aufgrund steigender Baukosten bereits zu einem kleineren Theater für dasselbe Geld geführt hätten. „Diesen Fehler sollten wir nicht aus bloßem Wahlkampfkalkül wiederholen“, so Steiner.

FDP und Pro Augsburg betonen daher, dass die Sanierung des Staatstheaters ohne weitere Verzögerungen erfolgen müsse, um die Kosten im Rahmen zu halten und die Fördermittel nicht zu gefährden.

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