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Montag, 09.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Universität

Meritul Bucovinei für das Bukowina-Institut

Rumänischer Verdienstorden würdigt den erfolgreichen Beitrag des An-Instituts der Universität Augsburg zum wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Bayerisch-Schwaben und der historischen Region Bukowina

Über einen hohen rumänischen Verdienstorden freut sich die Augsburger Historikerin Prof. Dr. Maren Röger in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg: Anlässlich seines Besuch am Instituts brachte der stellvertretende Präsident des Judeţ Suceava, des regionalen Parlaments im südlichen Teil der historischen Region Bukowina, gewissermaßen als Gastgeschenk die Medaille Meritul Bucovinei mit nach Augsburg.

Parlamentsvizepräsident Viorel Seredenciuc überreichte diesen „Bukowiner Verdienstorden“ für die erfolgreiche Arbeit, mit der das seit Frühjahr 2017 von der Neu- und Ost-/Südosteuropa-Historikerin Maren Röger geleitete An-Institut wie kaum eine andere der Integrations- und Nationalitätenforschung verpflichtete Einrichtung auf regionaler Ebene und damit denkbar konkret zum lebendigen Wissenschafts- und Kulturaustausch beitrage.

Erforschung und Wissensvermittlung

Im weiteren Kontext zurückgehend auf eine bereits 1955 vom Bezirk Schwaben übernommene symbolische Patenschaft für die Bukowina-Deutschen, widmet sich das Institut – seit seiner Errichtung im Jahr 1989 als Verein organisiert und seit 2003 als An-Institut der Universität Augsburg anerkannt – unter Beteiligung zahlreicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Augsburg der Erforschung der Kultur und der Geschichte der historischen Region Bukowina – eingebunden im weiteren Kontext von Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa-Studien und insbesondere auch mit dem Anspruch, Wissen über die heute teils Rumänien, teils der Ukraine zugehörige Region zu vermitteln.

Exemplarisch kann hier die aktuelle und noch bis zum 11. Januar am Institut gezeigte Ausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“ angeführt werden. Sie spürt der Rolle des Essens und des Trinkens im Kontext der Zwangsmigrationen aus den früheren deutschen Territorien und historischen deutschsprachigen Siedlungsgebieten in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa im 20. Jahrhundert nach. Sie skizziert die Ankunft der Flüchtlinge, Vertriebenen und Spätaussiedlerinnen und -aussiedler in der “Knappheit” der unmittelbaren Nachkriegsjahre und im “Überfluss” der Konsumgesellschaft nach 1991, gibt Einblick in die vielfältigen Küchentraditionen der einzelnen Regionen, aus denen sie kamen, und zeigt, wie neu- oder wiedergegründete Firmen und Produkte und Rezepte der Neuangekommenen das kulinarische Angebot vor Ort bereicherten.

Einzigartige Spezialbibliothek

Aktuelle Forschungsprojekte, die am Institut angesiedelt sind, befassen sich u. a. mit der visuellen Kultur, mit der Erfahrungsgeschichte oder mit dem deutsch-jüdischen literarischen Erbe und der Umweltgeschichte. Zu diesen und zahlreichen anderen Themen entstehen – teils auf der Grundlage der Spezialbibliothek, die mit über 15.000 Bänden als die größte Sammlung von Werken über die Bukowina im Westen gilt, und der hauseigenen Archivbestände des Instituts – kontinuierlich wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Universität Augsburg.

Archiv-Eröffnung zum 30-jährigen Institutsjubiläum im Oktober 2019

Das Institutsarchiv, das zum 30-jährigen Institutsjubiläum im Oktober 2019 offiziell eröffnet werden wird, stieß bei Parlamentsvizepräsident Seredenciuc auf besonderes Interesse. Beeindruckt von der einzigartigen Sammlung, sagte er seine engagierte Unterstützung insbesondere beim Ausbau des dreidimensionalen Bestandes zu und versicherte, dass das Augsburger Bukowina-Institut sich darüber hinaus auch insgesamt einer fördernden Aufmerksamkeit der Region, der es sich widmet, sicher sein dürfe.

Für Maren Röger ist der „Meritul Bucovinei“ – auch – Anlass zum Stolz auf die mit ihm anerkannten bisherigen Leistungen des Instituts, in erster Linie aber, wie sie sagt, „Bestätigung dafür, dass wir mit unserer Forschungsausrichtung und auch mit unserer Dokumentations- und Öffentlichkeitsarbeit auf dem richtigen Weg sind.“

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