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Montag, 22.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Ein festliches Hallelujah! Zum Abschluss des Mozartjahres 2019

Mit einem festlichen Konzert zur Weihnachtszeit verabschiedete sich die Mozartstadt Augsburg für das Jahr 2019 von ihrem Publikum. Unter dem Titel „Hallelujah!“ bot das Berliner Ensemble für Alte Musik gemeinsam mit der Audi Jugendchor-Akademie einen Streifzug durch feierliche geistliche Musik.

Von Halrun Reinholz

Elbphilharmonie Großer Saal; das Philharmonische Staatsorchester ( Dirigent Kent Nagano) , UrauffŸührung `Arche`(von Jšörg Widmann) Foto: © Michael Zapf Pressefotografie www.michael-zapf.de

Dabei hob sich die Programmgestaltung angenehm ab vom gängigen Repertoire der Vorweihnachtszeit, war aber dennoch außerordentlich festlich und der Adventszeit angemessen. In der gut besetzten evangelischen St.Ulrichs-Kirche erklang vor der Pause der erste Teil von Händels Oratorium „Messiah“. Im zweiten Teil kamen so unterschiedliche Werke wie Mozarts „Exsultate“, Carl Friedrich Emanuel Bachs „Magnificat“ und zum krönenden Abschluss das titelgebende „Hallelujah“ aus Händels Messias. In kongenialem Zusammenspiel überzeugten die Akademie für Alte Musik Berlin („Akamus“), in dieser Saison Orchester in Residence der Mozartstadt Augsburg, der kolossale hoch qualitative Chor der Audi Jugendchorakademie und die hochkarätigen Solistinnen und Solisten des Abends unter der Gesamtleitung von Martin Steidler. 

Es war der krönende Abschluss des Mozartjahres 2019, das vor allem den 300-jährigen Jubilar Leopold im Fokus hatte und erneut ein Beweis für die hohe Qualität der Aufführungen, die unter diesem Label in der Mozartstadt Augsburg im Jahr 2019 zu sehen und hören waren. Die Audi Jugendchorakademie mit Sängerinnen und Sängern von 16 bis 27 Jahren ist ein reifer, hoch professionell wirkender Klangkörper, der auf der Bühne Leichtigkeit und Präzision zeigte und nicht von ungefähr auf den großen Bühnen wie kürzlich der Elbphilharmonie gastierte. 

Von den Solisten ragte die Sopranistin Sophie Klussmann nur deswegen besonders heraus, weil sie bei Mozarts „Exsultate“ einen Einzelauftritt mit dem traditionell stehenden Kammerorchester ohne Dirigat hatte. In den anderen Programmpunkten kamen neben ihr auch die Mezzosopranistin Sophie Harmsen, der Tenor Patrick Grahl und der Bass Matthias Winckhler in klanglicher Harmonie zum Einsatz.

Trotz des etwas überlangen Programms war das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt durch die saubere, präzise und klangharmonische Darbietung, die das Mozartstadt-Team unter Simon Pickel auch diesmal wieder ermöglicht hatte. Im Jahr 2020 kommt auch die Mozartstadt nicht an dem jubilierenden Beethoven vorbei: In dem steten Bemühen um Bezüge und Vernetzungen in der Musikgeschichte steht das Programm mit der vokalsparenden Überschrift MZRT & BTHVN dann unter dem Motto „Vollendung und Aufbruch“. 

Eröffnet wird es zum neuen Jahr am 11. Januar wieder vom Orchester in Residence „Akamus“ mit Mozarts Gran Partita B-Dur. Nach diesem Mozartjahr-Abschluss kann man sich als Konzertbesucher nur voller Ungeduld freuen auf die erlesenen Mozart-Kugeln des neuen Jahres!

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