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Mittwoch, 17.08.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Kunstinstallationen zu Fast Fashion, Plastikmüll und sozialer Ungleichheit im Zuge der Kanuslalom-WM

Drei Kunstinstallationen in der Augsburger Altstadt sind einen Spaziergang wert. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt, initiiert vom Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg.

 „Öl, das ich rief – die Müllwelle“ – Foto: Bruno Tenschert/Stadt Augsburg

Unter der Anleitung des Makerspace „Das Habitat Augsburg e.V.“ haben vier Studierende der Hochschule Augsburg die Kunstinstallationen konzipiert und in Kooperation mit Akteurinnen und Akteuren der Lokalen Agenda 21 in der Altstadt umgesetzt. Vom Park am Roten Tor bis hin zur Stadtmetzg werden Passanten damit auf drei große Herausforderungen unserer Zeit aufmerksam gemacht. Die erste Installation trägt den Namen „Öl, das ich rief – die Müllwelle“ und stellt eine riesige Plastikwelle dar, die unseren verschwenderischen Umgang mit Kunststoff und den Plastikmüll in unseren Gewässern visualisiert. Dieses Kunstwerk befindet sich bei Sankt Ursula. Künstler Stefan Kaindl verarbeitete 100 Kilogramm Plastikmüll – so viel, wie statistisch drei Bundesbürger jährlich produzieren.

Die zweite Installation „Hängengelassen – die Altkleiderwelle“ befindet sich in der Pfladergasse. Gebrauchte Kleider mit erschreckenden Zahlen über Opfer und Folgen der weltweiten Textilindustrie regen zum Nachdenken über das Problem der Fast Fashion und des eigenen Konsumverhaltens an. Fast Fashion ist die vorherrschende Praxis der Textilindustrie, schnell und trendbezogen zu möglichst geringen Kosten zu produzieren und zu niedrigen Preisen zu verkaufen.

Die dritte Installation „Soziale Ungleichheit – die Solidaritätswelle“ befindet sich vor der Stadtmetzg. Sie zeigt auf mehreren Tafeln, welche Möglichkeiten es gibt, sich in Augsburg zu engagieren, benachteiligte Personen und Gruppen zu stärken und das gesellschaftliche Zusammenleben insgesamt inklusiver und gerechter zu gestalten. Zwei Tafeln spannen den Bogen zwischen sozialer Ungleichheit und den Schwerpunkten Sport und Wasser.

Entlang des gesamten Weges und an den Installationen vermitteln Aufsteller nähere Informationen. Die angebrachten QR-Codes führen zur Webseite des Augsburger Lifeguide – Augsburgs Portal für nachhaltiges Handeln. Dort wird das gesamte Projekt vorgestellt und alle Themen ausführlicher behandelt – mit Handlungsalternativen für den Alltag.