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Samstag, 08.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA: Stuttgart stürzt Augsburg in ein tiefes Loch

Auch gegen den Tabellenletzten aus Stuttgart hielt die Negativserie des FCA an. Gegen die bislang zu Hause sieglose Weinzierl-Truppe setzte es am 13. Spieltag die dritte Niederlage in Folge. Nach einer desolaten ersten Halbzeit, die in dem Stuttgarter Führungstreffer durch Anastasios Donis in der 39. Minute gipfelte, stemmte sich der FCA vergeblich gegen den Sturz in den Abstiegsstrudel.

Von Udo Legner

Manuel Baum reagierte auf die Konteranfälligkeit seiner Elf in der vorhergehenden Partie gegen Frankfurt und ersetzte Schmid und Jensen mit Framberger und Koo. In der Offensive fehlte weiterhin Toptorjäger Alfred Finnbogason, für den erneut Julian Schieber auflief.

Die erste Viertelstunde gehörte dem VfB, der erstmals in der 5. Minute gefährlich vor das Augsburger Tor kam. Nach einer Flanke von Aogo stand Gomez am langen Pfosten völlig frei, doch anstatt selbst aufs Tor zu köpfen, legte der ehemalige Nationalspieler noch einmal quer und vergab so diese erste Chance. Nicht besser machte es auf der Gegenseite Max, der einen Freistoß (8. Min.) weit über das Stuttgarter Tor setzte. Langsam gelang es dem FCA, sich dem Druck des VfB zu entziehen und sich freizuspielen. In der 20. Minute hatte Gregoritsch nach gelungener Kombination von Koo und Schieber die Riesenchance zur Führung, scheiterte jedoch aus nächster Distanz am stark parierenden Ron-Robert Zieler.

VfB-Führung gegen dominierende Augsburger

Ausgerechnet in der Phase, in der Augsburg das Spiel mehr und mehr dominierte, fiel die Führung für den VfB. Nach einem unglücklichen Ballverlust von Koo gegen Kempf, dem allerdings ein ungeahndetes Foulspiel vorausging, konnte Rückkehrer Donis den VfB-Konter erfolgreich abschließen (39. Min.). FCA-Keeper Luthe sah bei diesem Flachschuss von der Strafraumlinie alles andere als gut aus.

Fazit zur Halbzeit

Ein unglücklicher Rückstand des FCA, der sich einmal mehr darin übertraf, seine Chancen nicht zu nutzen. So richtig gefährlich wurden die Augsburger allerdings nur bei Eckbällen, wobei sich selbst da die Torgefährlichkeit in Grenzen hielt. Entweder verfehlten die Augsburger das Ziel oder ihre Abschlüsse wurden leichte Beute für VfB-Keeper Zieler.

Das alte Lied

In den ersten zwanzig Minuten der 2. Halbzeit deutete der FCA zumindest an, was in ihm steckt. Sieben Schüsse gab er auf das Stuttgarter Tor ab, woran die für Schieber und Koo eingewechselten Offensivkräfte Hahn (61. Min.) und Cordova (64. Min.) gehörigen Anteil hatten. – Doch nach dieser Drangphase war es mit der Augsburger Herrlichkeit auch schon wieder vorbei. Dem VfB gelang es, sich aus der Umklammerung zu befreien, und er kam durch den eingewechselten Ex-Augsburger Thommy zu zwei guten Chancen (77. und 85. Min.). Auch in der Nachspielzeit konnte der FCA aus seiner Überlegenheit – 64 Prozent Ballbesitz – kein Kapital schlagen.

So blieb es beim ersten Sieg des VfB unter Markus Weinzierl vor heimischer Kulisse, ein Ergebnis, das den FCA den Abstiegsplätzen gefährlich nahe bringt. Für den FCA geht es nach dieser dritten Pleite in Serie am Samstag in Leverkusen (15.30 Uhr) darum, Schlimmeres zu verhindern und endlich wieder zu punkten.

FC Augsburg: Luthe – Framberger, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Baier, Khedira – Koo, Gregoritsch, Caiuby – Schieber.



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