FCA am Abgrund
Am heutigen Freitagabend ist in der siebten Runde der Fußballbundesliga der SV Werder Bremen in Augsburg zu Gast (20.30). Die Bremer können in Bestbesetzung antreten, während der FCA noch nicht einmal eine Vorstellung davon entwickelt hat, wie seine Bestbesetzung aussehen könnte.

Über den Kampf zum Spiel finden
Markus Weinzierls Aufgabe beim aktuellen FCA ist zwar weitaus komplexer als zu jener Zeit, als der FCA von Jos Luhukay trainiert wurde, doch von einem Trainer der Ersten Bundesliga sollte man erwarten dürfen, dass er in der Lage ist, eine Mannschaft zu kreieren. Unter Luhukay galt bei jedem Spiel derselbe Spruch: Volle Pulle über den Kampf zum Spiel finden. Wenn es nicht funktionierte, dann lag es an der Qualität der Gegner. In der Nachbetrachtung könnte man meinen, dass die sportliche Aufgabenstellung dem Sprachvermögen des damaligen Cheftrainers angepasst wurde. Dem FCA stehen in diesem Jahr bessere Spieler zur Verfügung als in der Vorsaison und trotzdem muss man festhalten, dass mit Torsten Oehrl und Tobias Werner zwei Spieler aktuell zur ersten Garde gehören, die bereits in der Vorsaison – na ja – nicht unbedingt zu den Glanznummern der Mannschaft zählten. Festzuhalten ist darüber hinaus – es mag paradox klingen – dass der FCA im Schnitt bisher besser spielte als in den ersten sechs Spielen der Vorsaison. Damals fand sich die Mannschaft in der Rolle des Outlaws, heute zeichnet sich nichts anderes als Ratlosigkeit ab. Der FCA steht am Abgrund – und damit ist nicht nur der Tabellenstand gemeint. Den Bremern kann das egal sein: Werder-Trainer Thomas Schaaf will Anschluss an die Spitze halten. Alles andere als ein Sieg wäre dafür untauglich.