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Dienstag, 15.01.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

AEV schlägt München im Hexenkessel CFS

Der Traum geht weiter, besser: Er fängt gerade an! Die Augsburger Panther sind das Team der Stunde und in dieser Form ein Aspirant für die Deutsche Meisterschaft. Nach einem großartigen Eishockeyspiel besiegten die Augsburger den amtierenden Deutschen Meister EHC München vor 6139 Zuschauern im ausverkauften Hexenkessel CFS mit 3:2 (1:0, 0:2, 2:0). Die Panther flanschen sich somit an der Tabellenspitze fest.

Augsburg – München: Panther im Jubelmodus © Siegfried Kerpf

In den feschen Retrotrikots zeigten die Panthern von Beginn an bis zur Schlusssirene eine hochkonzentrierte Vorstellung und boten (wie bereits am Freitag in Mannheim) eine erstklassige Eishockeydemonstration mit  allem, was das Augsburger Herz begehrt: Tempo, Kampf, Wille, Disziplin und Drew LeBlance, dem vermutlich besten Spielmacher der DEL. In der 11. Minute brachte Daniel Schmölz den AEV in Überzahl in Führung. Münchens überragender Goalie Danny aus den Birken war machtlos. Das CFS brannte und der AEV investierte ungeheuer viel, hielt das Tempo hoch und brachten das Top-Team der vergangenen Jahre immer wieder in Schwierigkeiten, sodass die 1:0-Führung nach dem ersten Drittel hochverdient war.

Im zweiten Drittel steigerte sich das Niveau sogar noch einen Tick und wieder war der AEV das bessere Team, das jedoch kein Scheibenglück hatte und in der 50. Minute kam noch Pech dazu. Den Münchner Ausgleich erzielte Ex-Panther Trevor Parkes, der AEV-Verteidiger Simon Sezemsky anschoss, der die Scheibe ins AEV-Tor lenkte. Vier Sekunden vor der Schlusssirene des zweiten Drittels fälschte EHC-Neuzugang Yasin Ehliz den Puck zum 2:1 für München ab. Ein Schock ohne Langzweitwirkung, denn die Panther ließen auch im dritten Drittel keine Sekunde nach und ritten einen Angriff nach dem anderen und konnten dabei froh sein, dass Red Bull München nicht auf 3:1 stellte: Nach einer kleinen Unaufmerksamkeit der Panther Abwehr hatte Münchens Maximilian Kastner eine 1:1-Situation gegen Markus Keller, die der AEV-Goalie für sich entschied.

Der Ausgleich der Panther sollte spät fallen: In Überzahl erhielt Matt Frazer einen feinen Rückhandpass von Daniel Schmölz und Frazer überwand Danny aus den Birken zum 2:2 (56.). Der Siegtreffer fiel in der Schlussminute. Die Münchner verloren die Nerven und Disziplin und mussten die letzten Minute mit drei Mann überstehen: 21 Sekunden vor der letzten Schlusssirene konnte Adam Payerl per Nachschuss die Situation nutzen und das dritte Überzahltor der Panther erzielen. Das wars: Augsburg besiegt München. Das Publikum war aus dem Häuschen und feierte seine Helden minutenlang. In dieser Saison darf in Augsburg geträumt werden.

Bereits am Mittwoch, den 19. Dezember, muss der AEV in Wolfsburg (19.30 Uhr) gegen die Grizzlys seine bestechende Form bestätigen.

 



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