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Sonntag, 21.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Eine Gartenschau für Augsburg?

Expertin­nen und Experten disku­tieren Chancen

Kann eine Lan­des- oder Bun­des­garten­schau Augs­burgs Stadt­ent­wick­lung voran­bringen? Mit dieser Frage hat die SPD-Land­tags­ab­ge­ord­nete Anna Rasehorn rund 30 Exper­tinnen und Experten aus Politik, Wissen­schaft, Ver­wal­tung und Stadt­ge­sell­schaft zu einem Rund­gang und Fach­ge­spräch eingeladen. Ober­bür­ger­meister Dr. Florian Freund und Um­welt­re­fe­rent Frank Pintsch waren eben­falls dabei. Die Idee: Eine Garten­schau mit Schwamm­stadt­maß­nahmen und dem Augs­burger Wasser-Welt­kul­tur­erbe ver­binden.

Von Bruno Stubenrauch

Anna Rasehorn und Frank Pintsch an der Kahnfahrt

Der Rund­gang startete am Augustus­brunnen und führte zu weiteren Sta­tio­nen des UNESCO-Wasser­welt­kul­turerbes. Im Mittel­punkt standen mög­liche Flächen, the­ma­ti­sche Schwer­punkte und die Vor­aus­set­zun­gen für eine erfolg­rei­che Bewer­bung.

Anna Rasehorn, MdL, er­klär­te: „Das Thema Wasser be­glei­tet mich seit Jahren – ob Hoch­wasser oder Hitze, bei­des hängt mit der Fähig­keit unserer Böden zu­sam­men, Wasser zu spei­chern. Genau hier setzt eine Garten­schau an: Flächen werden ent­siegelt – immer mit dem An­spruch, durch die Be­grü­nung mehr Lebens­qua­li­tät für die Men­schen vor Ort zu schaffen. Die Dis­kus­sion heute hat mir ge­zeigt, dass eine große Be­geis­te­rung für die Idee vor­han­den ist, die Ent­wick­lung unserer Stadt durch eine Garten­schau voran­zu­bringen.“

Idee steht bereits in der Kooperationsvereinbarung

Ober­bür­ger­meister Dr. Florian Freund be­ton­te: „Als neue Stadt­re­gie­rung haben wir in der Ko­ope­ra­tions­ver­ein­ba­rung fest­ge­hal­ten, dass wir uns mit der Idee einer Lan­des- oder Bun­des­garten­schau aus­ein­an­der­setzen werden. Erfah­rungen anderer Städte zeigen: Lan­des­garten­schauen schaffen blei­bende Werte – neue Parks, Wege, Brücken und Grün­räume, die über Jahr­zehnte wirken. Eine Garten­schau ist kein Pres­tig­pro­jekt, son­dern ein Hebel für die Zukunft Augs­burgs.“

Frank Pintsch, Re­fe­rent für Umwelt und Ord­nung, hob das Po­ten­zial her­vor: „Eine Lan­des- oder Bun­des­garten­schau ist keine Ver­an­stal­tung für wenige Monate, son­dern ein Stadt­ent­wick­lungs­pro­jekt für Jahre. Sie bietet die Chance, Ent­siege­lung, Be­grü­nung und das Leit­bild der Schwamm­stadt sicht­bar um­zu­setzen. Zu­gleich können in­no­va­ti­ve digi­tale Lö­sungen zeigen, wie eine mo­derne Stadt funk­tio­niert.“ Augs­burg könnte damit ein star­kes Zeichen für mehr öffent­liches Grün, Lebens­qua­li­tät und digi­tale Stadt­ent­wick­lung im 21. Jahr­hundert setzen.