Bahnausbau Augsburg-Ulm: Stadt und Landkreis pochen auf Ausbau des Hauptbahnhofs
Nach dem Bundestagsbeschluss zur weiteren Planung des Bahnprojekts Augsburg-Ulm dringen Stadt und Landkreis Augsburg auf eine zentrale Bedingung: Der Augsburger Hauptbahnhof muss als leistungsfähiger Knoten mitwachsen. OB Dr. Florian Freund und Landrat Martin Sailer kündigen an, sich gemeinsam in die nächsten Planungsschritte einzubringen.
Von Bruno Stubenrauch
Oberbürgermeister Dr. Florian Freund begrüßt die Entscheidung des Bundestags ausdrücklich, verbindet sie aber mit einer klaren Erwartung: „Der Bahnausbau Augsburg-Ulm birgt enormes Potential, entscheidend ist jetzt, dass der Hauptbahnhof Augsburg als leistungsfähiger Knoten mitwächst.“ Dazu gehörten leistungsfähigere Gleise, moderne Signaltechnik und eine bessere Verknüpfung der Zulaufstrecken. „Nur wenn Fern- und Nahverkehr hier reibungslos zusammenspielen, Züge pünktlich fahren und Anschlüsse funktionieren, profitieren wir Menschen vor Ort tatsächlich.“
Landrat Martin Sailer unterstützt diese Linie ausdrücklich: „Die Entscheidung des Bundestages bringt die Planung voran – das ist ein wichtiges Signal. Elementar wichtig ist jetzt, wie gut die zusätzlichen Verkehre vor Ort abgewickelt werden können.“
Hauptbahnhof entscheidend für Erfolg
Stadt und Landkreis wollen sich nun aktiv in die nächsten Schritte einbringen. Freund kündigt an, in den Austausch mit der Deutschen Bahn und dem Bund zu gehen. Beide Seiten wollen den weiteren Planungsprozess konstruktiv begleiten. „Wir wollen, dass dieses Projekt ein echter Gewinn für alle wird. Der Ausbau des Augsburger Hauptbahnhofs und die Interessen der gesamten Region sind dafür kein Nebenthema, sondern eine zentrale Voraussetzung“, so Freund und Sailer.
Mit der neuen Strecke sollen die Fahrzeiten im Fernverkehr deutlich verkürzt und zusätzliche Kapazitäten auf der stark belasteten Bestandsstrecke geschaffen werden (DAZ berichtete). Die Verbindung ist Teil der europäischen Magistrale von Paris über Stuttgart, Ulm und Augsburg bis nach München und weiter Richtung Osteuropa.
