Freilichtbühnen-Debakel: Was ist jetzt mit den Eintrittskarten?
Die Nachricht von der kurzfristigen Sperrung der Augsburger Freilichtbühne aufgrund statischer Mängel hat bei vielen Ticketinhabern für Verunsicherung gesorgt. Da die Traditionsspielstätte für die gesamte Saison 2026 ausfällt und stattdessen das Gaswerk-Areal als Ersatzspielstätte dient, fragen sich nun Tausende, was aus ihren bereits bezahlten Plätzen wird.
Von Bruno Stubenrauch

Freilichtbühne – Foto: DAZ / Stefan Steinhagen
Die gute Nachricht vorab: Die meisten Karten behalten ihre Gültigkeit oder werden unkompliziert erstattet. Für die Fans von Schiller (10. August) und Gerhard Polt & den Well-Brüdern (11. August) gibt es bereits Gewissheit: Die Veranstaltungen werden an das Gaswerk verlegt. Auch für das Konzert von Gert Steinbäcker wird dieser Umzug aktuell vorbereitet. Der Veranstalter Lothar Schlessmann betont jedoch, dass dieser Standortwechsel für die Künstler ein Kompromiss ist – die Konzerte finden nur statt, wenn das Publikum den Umzug mitmacht.
Neue Sitzordnung erfordert Ticket-Umtausch
Wer bereits ein Ticket besitzt, muss am Gaswerk mit einer neuen Sitzordnung rechnen. Da dort auf einer ebenen, bestuhlten Fläche statt auf einer steilen Tribüne gespielt wird, ist ein Ticket-Umtausch erforderlich. Online-Käufer müssen nicht selbst aktiv werden; sie erhalten ihre neuen Karten zwischen dem 15. März und 30. April 2026 automatisch per E-Mail. Wer jedoch sein Hardticket in einer Vorverkaufsstelle erworben hat, muss dieses dort bis spätestens einen Tag vor dem Konzertbesuch gegen ein neues Dokument eintauschen.
Sportfreunde Stiller haben abgesagt
Nicht alle geplanten Highlights können gerettet werden. Die Band Sportfreunde Stiller hat ihren Auftritt am 15. August aufgrund der fehlenden Freilichtbühne abgesagt. In diesem Fall erfolgt die Rückerstattung bei Online-Käufen automatisch über den jeweiligen Zahlungsanbieter. Käufer, die ihre Karten in einer Vorverkaufsstelle erworben haben, werden gebeten, eine E-Mail mit ihrem Namen und der Sitzplatznummer an die Adresse Freilichtbuehnenticket@augsburg.de zu senden.
Uneinheitliches Vorgehen beim Theater
Auch beim Staatstheater Augsburg gibt es Einschnitte: Die Oper „Turandot“ entfällt ersatzlos. Das Musical „Spamalot“ hingegen zieht ebenfalls ins Gaswerk um. Hier verfährt das Theater jedoch anders als die Konzertagenturen: Sämtliche alten Tickets für die Freilichtbühne werden automatisch storniert und innerhalb von 30 Tagen zurückgezahlt. Wer bereits ein Ticket hatte, geht aber nicht leer aus: Diese Personen erhalten ein exklusives, einwöchiges Vorkaufsrecht für die neuen Termine am Gaswerk, sobald der Vorverkauf im März neu startet.
Stadtsommer: Rückgabe auf Kulanz bis Ende April
Für alle, die den neuen Standort im Gaswerk nicht besuchen möchten oder mit dem neuen Sitzplatz unzufrieden sind, bietet die Stadt eine Kulanzregelung an. Bis zum 30. April 2026 können die Tickets für die Stadtsommer-Konzerte über die oben genannte E-Mail-Adresse zurückgegeben werden. Ab dem 15. März wird zudem der neue Sitzplan online veröffentlicht, sodass sich Besucher ein Bild von der Situation vor Ort machen können.