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DAZ-Archiv vom 15. Dezember 2016 • www.daz-augsburg.de

FCA: Kommt jetzt der richtige Schuster?

Die Gründe, die zur Freistellung Dirk Schusters führten, sind so unklar wie die Frage, wer ihn beerben wird

Kommentar von Siegfried Zagler

Eine Schmeichelei ist deshalb als solche klassifizierbar, weil ihre Motivlage meist erkennbar ist. Trotzdem kann man sich schlecht dagegen wehren. Aus diesem Grund soll an dieser Stelle den zahlreichen DAZ-Lesern für ihre Meinung gedankt sein, die DAZ habe mit ihrer Hamburg-Analyse „schnell mal einen Trainer weggeschrieben“. Das ist, wie gesagt, zwar schmeichelhaft, aber wenig zutreffend.

Dirk Schusters Freistellung mag ein richtiger Hammer sein, ein Paukenschlag der besonderen Art. Dass aber Schuster deshalb gefeuert wurde, weil der FCA-Trainer in Hamburg quasi im Alleingang ein Spiel verlor, ist nicht anzunehmen. Es entspräche nicht der FCA-Philosophie, einen Trainer aus sportlichen Gründen und ohne Not zu entlassen. Von einer Ergebniskrise kann nämlich ebenso wenig die Rede sein wie von einer sportlichen Krise, da Schusters FCA zuletzt gegen drei viertplatzierte Bundesligisten remisierte und mit 14 Punkten nach 14 Spielen relativ ordentlich in der Tabelle platziert ist. Nicht zu vergessen ist auch, dass Dirk Schuster wichtige Stammspieler langzeitverletzt fehlten.



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