Lückenschluss PLUS: Großbaustelle in der Rosenaustraße startet im März
In der Rosenaustraße beginnt eines der zentralen Infrastrukturprojekte für den Augsburger Nahverkehr: Die Stadtwerke Augsburg (swa) schließen die letzte Gleislücke zwischen der Tunnelausfahrt am Hauptbahnhof West und der Linie 6 in der Pferseer Straße. Unter dem Titel „Lückenschluss PLUS“ bündeln Stadt und swa dabei zahlreiche weitere Maßnahmen – von neuen Versorgungsleitungen bis zur Umgestaltung ganzer Straßenräume.
Von Bruno Stubenrauch
Ab Mai beginnt der Gleis- und Straßenbau zwischen Sebastian-Buchegger-Platz und Pferseer Kreuzung. (Foto: swa/ Thomas Hosemann)Ab dem 9. März 2026 starten die Arbeiten, die den Autoverkehr in der Rosenaustraße bis voraussichtlich Ende 2026 erheblich einschränken werden. Ziel ist es, die neue Gleistrasse vom Tunnelportal West unter dem Hauptbahnhof bis zur Pferseer Straße zu bauen. 2027 folgt dann der Anschluss an das bestehende Netz sowie der Umbau angrenzender Knotenpunkte.
Drei Bauabschnitte – unterschiedliche Sperrungen
Die Maßnahmen gliedern sich in drei Bereiche:
- Rosenaustraße Süd (Schießstättenstraße bis Sebastian-Buchegger-Platz),
- der eigentliche Lückenschluss zwischen Vorplatz West und Pferseer Straße,
- sowie Rosenaustraße Nord (Pferseer Straße bis Holzbachstraße).
Zunächst werden ab 9. März im mittleren Abschnitt Gas- und Wasserleitungen erneuert. Bis Ende April bleibt dieser Bereich als Einbahnstraße stadtauswärts befahrbar. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet.

Planfeststellungsbeschluss zur zweigleisigen Führung durch die Rosenaustraße
Ab Mai beginnt der Gleis- und Straßenbau zwischen Sebastian-Buchegger-Platz und Pferseer Kreuzung. Dann wird die Rosenaustraße voraussichtlich bis Jahresende komplett für den Autoverkehr gesperrt. Gleichzeitig starten im Süden sowie im Norden der Rosenaustraße weitere Leitungs- und Straßenbauarbeiten. Der nördliche Abschnitt soll ab Mitte September wieder freigegeben werden.
Mehr als nur Gleise
Das „PLUS“ im Projektnamen steht für die parallele Modernisierung: Versorgungsleitungen werden erneuert, Straßenoberflächen saniert, Geh- und Radwege neu gestaltet. Auch die Verkehrsführung wird angepasst, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen.
Im Thelottviertel fallen zeitweise Anwohnerparkplätze weg, Zufahrten für Anlieger und Lieferverkehr sollen jedoch weitgehend möglich bleiben. Für Fußgänger bleibt der Zugang über den Vorplatz West durchgehend offen, Fahrradabstellplätze stehen weiterhin zur Verfügung.
Tunnel, Linie 6 und neue Haltestelle
Parallel zum Lückenschluss stellen die swa bis Ende 2026 die Straßenbahnhaltestelle unter dem Hauptbahnhof fertig. Nach Schulungen des Fahrpersonals sollen ab Mitte 2027 die Linien 3 und 4 die neue unterirdische Haltestelle anfahren und dort wenden können.
Ab Frühjahr 2027 folgt der Anschluss an die Bestandsstrecke in der Pferseer Straße, inklusive Erneuerung der dortigen Gleise. Voraussichtlich ab Ende 2027 wird dann auch die Linie 6 durch den Tunnel in Richtung Westen fahren.
Die Stadt nutzt die Bauzeit zudem für die Neugestaltung mehrerer Knotenpunkte – darunter Pferseer Straße/ Johannes-Rösle-Straße sowie Pferseer Straße/ Perzheimstraße – und plant 2028 die Umgestaltung des Sebastian-Buchegger-Platzes.
Information für Anwohner
Vor der Vollsperrung im Mai ist im April eine Informationsveranstaltung für Anwohner geplant. Fragen zum Projekt beantwortet das swa-Baustellenmaskottchen „Eddi Erdmann“ per E-Mail. Weitere Details finden sich auf der Projektseite der Stadtwerke.



