Blaualgen: Fraktionsgemeinschaft fordert Sanierungskonzept für den Bergheimer Baggersee
Im Bergheimer Baggersee wurden Blaualgen nachgewiesen, das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg warnt vor dem Baden. Die Bakterien können gesundheitsschädliche Stoffe bilden und gefährden Menschen wie Tiere. Für die Fraktionsgemeinschaft SPD/ÖDP/Volt im Augsburger Stadtrat ist das kein Randthema – sie fordert ein Sanierungskonzept und erhält Rückendeckung durch eine Initiative der SPD-Landtagsabgeordneten Anna Rasehorn.
Von Bruno Stubenrauch

Wie die DAZ berichtete, hatte das Amt für Gesundheit kürzlich vor dem Baden im Bergheimer Baggersee gewarnt und Schilder aufgestellt. Grund ist der Nachweis von Blaualgen der Gattung Oscillatoriales. Jetzt meldet sich die Politik zu Wort.
Kommunen werden alleingelassen
„Kommunen werden im Kampf gegen die Blaualge alleingelassen“, kritisiert Robert Kratzsch (SPD), Stadtrat für den Stadtteil Bergheim. „Der Bergheimer Baggersee ist ein wichtiger Ort für die Menschen vor Ort. Hier treffen sich Freunde und Familien in ihrer Freizeit zur Erholung – gerade auch diejenigen, die nicht in den Urlaub fahren, sondern zu Hause geblieben sind. Der See muss für die Bergheimerinnen und Bergheimer so schnell wie möglich wieder zugänglich gemacht werden.“
Bestandsaufnahme und Sanierungskonzept gefordert
Christian Pettinger (ÖDP), umweltpolitischer Sprecher der Fraktionsgemeinschaft SPD/ÖDP/Volt, fordert eine Bestandsaufnahme zur Wasserqualität am Bergheimer Baggersee: „Schon bisher sind Maßnahmen zum Erhalt der Wasserqualität nötig, wie das regelmäßige Entfernen von Wasserpflanzen durch Mähboote. Auf dieser Grundlage muss eine Bestandsaufnahme erfolgen, um ein Sanierungskonzept zu erstellen, bei dem gegebenenfalls auch der Düngereintrag in das Gewässer reduziert werden muss. Ziel muss es sein, den Bergheimer Baggersee dauerhaft als Badesee zu erhalten.“
Rückendeckung aus dem Landtag: Sofortprogramm gefordert
Rückendeckung erhält die Fraktionsgemeinschaft von der Landtagsabgeordneten Anna Rasehorn, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Bereits Anfang Juli hatte Rasehorn gemeinsam mit der SPD-Fraktion ein Sofortprogramm gegen Blaualgen gefordert.
„Blaualgen verschwinden nicht von selbst. Wer saubere Badeseen will, muss in ihre Wasserqualität investieren – bevor Sperrungen notwendig werden“, so Rasehorn. „Deshalb fordern wir von der Staatsregierung ein Sofortprogramm, das die Kommunen nicht allein lässt: mit finanzieller und fachlicher Unterstützung bei Gewässeranalysen, Sanierungskonzepten und Maßnahmen wie der Entschlammung belasteter Seen. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben saubere Badeseen verdient.“




