DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Sonntag, 06.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lokalpolitik

Ledvance-Gelände steht zum Verkauf an: Stadt im Zugzwang

Die Stadt Augsburg hat sich für das Areal des Ledvance-Geländes ein Vorkaufsrecht gesichert. Nun könnte sie das Gelände kaufen, darf dafür aber keinen Kredit aufnehmen.

Die Stadt sei laut RvS nicht mehr kreditfähig und aus dem Haushalt heraus seien 40 Millionen für die Stadt nicht zu stemmen. Ein Topgründstück zu einem günstigen Preis steht zum Verkauf an und die Stadt muss passen © DAZ

Aktuell liegt Ledvance ein Angebot eines Immobilienentwicklers vor. Eine Kaufsumme von wohl zirka 40 Millionen Euro ist aufgerufen, wie aus einem Dringlichkeitsantrag der Ausschussgemeinschaft hervorgeht. Die Stadt muss sich nun entscheiden, ob sie bereit ist, etwa diesen Betrag für den Kauf des 120.000 Quadratmeter großen Grundstücks in die Hand zu nehmen, um selbst die Entwicklung des Areals zu betreiben – oder eben die Wohnbebauung einem Frankfurter Investor überlässt.

Da laut Finanzreferentin Eva Weber im Haushalt der Stadt kein Spielraum für diese Summe vorhanden sei, hat sie bei der Regierung von Schwaben angefragt, ob sie der Stadt einen Kredit in dieser Höhe genehmigen würde. Die Antwort war abschlägig: Im Gegensatz zur Schulsanierung, sei die Entwicklung von Grundstücken keine Pflichtaufgabe, es bestehe keine Verpflichtung zum Erwerb des Areals. Es müsse vielmehr mit Blick auf die kommenden Generationen ein geordneter Schuldenabbau erfolgen, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt zu erhalten. Außerdem führt die Regierung von Schwaben ins Feld, dass eine Refinanzierung nur vage einschätzbar sei, da mit Bodenbelastungen zu rechnen sei, also mit Folgekosten, die nicht zu kalkulieren sind.

Auf dem Gelände der ehemaligen Weltfirma Osram sollen Wohnungen gebaut werden © DAZ

Die Stadt folgt der Argumentation der Regierung von Schwaben mit einer Begründung, deren Eingangssatz der Regierung nach dem Mund spricht: „Für die Ausübung des Vorkaufsrechtes besteht, unbeschadet der fehlenden finanziellen Mittel, keine Notwendigkeit.“ Begründet wird die „Nichtnotwendigkeit“ damit, dass die Planungshoheit weiter über Bebauungspläne und planungsrechtliche Nutzungsverordnungen und städtebauliche Verträge gesichert sei.

Die abschlägige Antwort der Regierung von Schwaben und die Begründung der Stadt, dass der Erwerb des Grundstückes nicht notwendig sei, hat die sechsköpfige Ausschussgemeinschaft heute veranlasst, einen Dringlichkeitsantrag zu stellen, der im morgigen Stadtrat zu behandeln ist: „Wir stellen den Dringlichkeitsantrag, vom Vorkaufsrecht für das Ledvance-Gelände Gebrauch zu machen.“ 

Begründet wird der Antrag folgendermaßen: Der zur Stadtratssitzung vorgelegte Bericht beinhalte die überraschende Aussage, dass die Altlastenbeseitigung der Verkäufer zu tragen habe, „womit das Kaufpreisrisiko und damit die bisherige Einschätzung einer „blackbox“ entfällt“, ein Kostenrisiko würde somit ebenfalls entfallen. Außerdem sei der Kaufpreis im Vergleich zur derzeitigen Marktsituation günstig. „Die Käufer beabsichtigen das Areal gemeinsam mit der Stadt zu entwickeln, um damit eine profitable Wertsteigerung zu erreichen, die beim Weiterverkauf gute Spekulationsgewinne sichert. Damit werden die Preise auf dem Wohnungsmarkt in die Höhe getrieben,“ so die Stadträte Schafitel, Süßmair, Hutter, Pettinger, Stuber-Schneider und Nowak.

Außerdem hätte die Stadt, so die Ausschussgemeinschaft weiter, mit dem Kauf des Geländes die Möglichkeit, den Wohnungsmarkt zu stabilisieren und das Areal eigenständig zu entwickeln.

gesamten Beitrag lesen »



Kommunalwahl: Liste „Augsburg in Bürgerhand“ steht

Am vergangenen Freitag wurde in der Galerie Krüggling die Liste „Augsburg in Bürgerhand“ aufgestellt „Als OB-Kandidat wurde Bruno Marcon einstimmig bestätigt“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Diplom-Psychologe ist als langjähriger Bürgeraktivist in Augsburg bekannt. An insgesamt fünf Bürgerbegehren hatte er großen Anteil und war Sprecher im erfolgreichen Bürgerentscheid gegen den Thüga-Einstieg in die Stadtwerke-Energiesparte. […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommunalpolitik: Stadtrat Süßmair schließt sich Polit-WG an

Der parteilose Stadtrat Alexander Süßmair wechselt ab sofort zur Polit-WG Damit hat die Polit-WG seit heute zwei Sitze im Augsburger Stadtrat. „Uns freut es, dass mit Alexander Süßmair ein engagierter und erfahrener Mandatsträger zur Polit-WG wechselt. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm einen guten Mitstreiter für die politischen Ziele der Polit-WG hinzugewonnen haben. Seine […]

gesamten Beitrag lesen »



Stadtratsliste der V-Partei³ steht

Die Augsburger V-Partei³ hat die Weichen für die Kommunalwahl 2020 gestellt. Bei ihrer Nominierungsversammlung wurde eine vollständige Stadtratsliste mit 60 Personen aufgestellt – und ein Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Augsburg gewählt. Nach Vorstellung der Kandidaten wurde der Listenentwurf mit 60 Personen und 8 weiteren Ersatzpersonen einstimmig gewählt. Die Liste der V-Partei³ […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommunalwahl: WSA wiederholt Nominierungsaufstellung

Die Politgruppierung um Peter Grab und Anna Tabak „Wir sind Augsburg“ (WSA) wiederholt ihre Nominierungsaufstellung. Dabei geht es nicht um grundlegende Veränderungen: Listenplatz 59 und ein anderer Listenplatz auf den hinteren Rängen sollen neu besetzt werden. Nach Informationen der DAZ ist Günther W. verstorben, eine andere Person zieht aus persönlichen Gründen zurück. Sehr wahrscheinlich werden […]

gesamten Beitrag lesen »



SPD Augsburg stellt Programm zur Kommunalwahl vor

Unter dem Motto „Kümmern wir uns um Augsburg!“ hat die Augsburger SPD am vergangenen Samstag ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2020 verabschiedet. Mit dem Programm wollen die Sozialdemokraten den Wählern aufzeigen, wohin die SPD in der Zukunft strebt und die Unterschiede zu anderen Parteien deutlich machen. Eröffnet wurde der Parteitag mit dem Gedenken an die Opfer […]

gesamten Beitrag lesen »



OB-Schelte: Schafitel bezeichnet OB Gribl als „Revanchist“

Der OB-Rundumschlag via städtischer Pressestelle zieht weiter Kreise und die Debatte dazu verschärft sich im Ton. Heute Nachmittag hat Stadtrat Volker Schafitel reagiert: Es sei politisch untragbar und auch niveaulos, dass sich Gribl in seiner Funktion als OB für den Angriff aus der Parteienebene seiner Koalitionspartner gegen einen CSU-Referenten damit revanchiere, indem er die Referenten […]

gesamten Beitrag lesen »



Gefahr im Verzug: Stadtregierung zerlegt sich selbst

Besser als es die Opposition je könnte, entwickelt die „Augsburger Stadtregierung“ einen hochfunktionalen Dekonstruktionsmodus in eigener Sache und belegt somit die alte DAZ-These, dass man bei der Bezeichnung „Stadtregierung“ – wie einst die BILD bei der „DDR“ – stets die Gänsefüßchen zu gebrauchen habe. Von Siegfried Zagler Die Augsburger Schulsanierung sollte als Gesamtprojekt gestoppt werden, […]

gesamten Beitrag lesen »



Nach der Renovierung ist das Kulturhaus abraxas wieder geöffnet

In einer viermonatigen Sanierungsphase wurden der Bühnenboden, die Sitztribüne und die Bestuhlung des Theaters im Kulturhaus abraxas erneuert. Zudem wurde die Arbeitssicherheit im Theater durch neue Traversen und Seilzüge für die Beleuchtung erhöht. Die Baumaßnahme im Umfang von rund 450.000 Euro ist die größte Investition in das Haus seit seiner Übernahme durch die Stadt Augsburg im […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommunalwahl: Markus Bayerbach tritt als OB-Kandidat der AfD zurück und geht auch nicht auf die Liste

Der Kreisverband der Augsburger AfD befindet sich seit vielen Jahren im unsichtbaren Raum, obwohl er mit zirka 170 Mitgliedern wuchern könnte. Am kommenden Sonntag, den 6. Oktober, wird die AfD-Liste erstellt. Die Augsburger AfD wurde 2014 mit vier Sitzen in den Stadtrat gewählt ( Alexander Bolkhart/ThomasLis/Marc Zander/Markus Bayerbach). Bolkhart ließ sich bald vom Listennachrücker Thorsten Kunze ersetzen. […]

gesamten Beitrag lesen »