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Mittwoch, 04.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Finanzen

Bürgerliche Mitte attackiert Ausgaben für städtische Empfänge

Kritik an „steuerfinanzierter Imagepflege“

Die Stadtratsfraktion „Bürgerliche Mitte“ (Freie Wähler, FDP, Pro Augsburg) übt scharfe Kritik an der Ausgaben­politik von Ober­bürger­meisterin Eva Weber. Laut Fraktions­chef Lars Vollmar habe die Zahl reprä­senta­tiver Ver­anstal­tungen seit Webers Amts­antritt drastisch zugenommen.

Von Bruno Stubenrauch

Symbolbild

Was ursprünglich als Impuls nach der Pandemie gedacht war, sei mittler­weile zu einer Form der Selbst­dar­stellung unter dem Deckmantel des gesell­schaft­lichen Zusammen­halts geworden, so der Vorwurf.

Steuerfinanzierte Imagepflege vor der Wahl

Im Zentrum der Kritik steht insbesondere der Neubürger­empfang. Dieser sollte aus Kosten­gründen – rund 45.000 Euro pro Durch­führung – eigentlich nur alle zwei Jahre statt­finden. Dass die Stadt die Veran­staltung nach 2024 nun bereits für 2025 erneut anberaumt hat, bezeichnet Vollmar als „fragwürdig“.

Die Fraktion sieht hier einen direkten Zusammen­hang mit den Kommunal­wahlen im März 2026. Zudem wird bemängelt, dass für die Veran­staltung der „Kongress am Park“ angemietet wurde, obwohl im regulären Turnus 2026 das dann sanierte Rathaus kostenfrei zur Verfügung gestanden hätte.

Geplatzte Umverteilung für den Helmut-Haller-Platz

Die Bürgerliche Mitte hatte im Zuge der Haus­halts­beratungen vor­ge­schlagen, diverse Empfänge für zwei Jahre auszusetzen. Die dadurch frei­werdenden Mittel in Höhe von etwa 600.000 Euro sollten zweck­gebunden in die Aufwertung des Helmut-Haller-Platzes in Oberhausen fließen. Diese Maßnahme war den Anwohnern im Kontext der dortigen Sucht­hilfe­stelle zugesagt worden. Der Spar­antrag fand im Finanz­ausschuss jedoch keine Mehrheit.

Vorwurf der Doppelmoral gegen die SPD

Neben der Regierungskoalition aus CSU und Grünen lehnte auch die SPD den Vorstoß ab. Letzterer wirft die Bürger­liche Mitte nun „Doppelmoral“ vor, da sich die Sozial­demokraten öffentlich ebenfalls kritisch zu den Ver­an­stal­tungs­kosten geäußert hatten, im ent­schei­denden Gremium jedoch gegen die konkrete Ein­sparung stimmten.

„Den Anspruch, sich durch Einsparungen bei den Verwal­tungs­ausgaben finan­zielle Spielräume zu er­arbeiten, um damit dringend notwendige Investi­tionen zu ermög­lichen, verfolgen wir als Bürger­liche Mitte offenbar bislang exklusiv“, so die Fraktion in ihrer Presse­mit­teilung vom Mittwoch abschließend.

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