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Freitag, 25.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Baukultur

Tag des offenen Denkmals: 50 Orte in Augs­burg laden zum Ent­de­cken ein

Am Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber 2026, öff­net Augs­burg seine ver­bor­ge­nen Schät­ze: Über 50 Denk­mä­ler, die nor­ma­ler­weise ver­schlos­sen blei­ben, zei­gen, wie eng Bau­kul­tur und Stadt­ge­schich­te ver­wo­ben sind. Das Motto „Netz­WERKE: Denk­mä­ler & Infra­struk­tur“ macht die Ver­bin­dun­gen hin­ter den Mau­ern er­leb­bar – und der Ein­tritt ist frei.

Von Bruno Stubenrauch

Im Jakobertor (Bild: DAZ)

Der Tag des offenen Denkmals ist Deutsch­lands größ­te Kul­tur­ver­an­stal­tung – und in Augs­burg wird er in diesem Jahr be­son­ders span­nend. Denn hier geht es nicht nur um ein­zel­ne Bau­wer­ke, son­dern um das große Ganze: um die Netz­werke, die die Stadt seit Jahr­hun­der­ten prä­gen.

Ein Motto mit Tiefe: „Netz­WERKE“

„Denk­mä­ler ste­hen selten für sich allein“, erklärt die Stadt. Sie sind Teil eines Gefüges aus Stra­ßen, Was­ser­läu­fen, Sak­ral­bau­ten und Wohn­häu­sern. Jede Gene­ra­tion hat ihre Spuren hin­ter­las­sen – und genau die kön­nen Besucher an diesem Tag ent­de­cken. Ob Handel, Hand­werk oder Zusam­men­le­ben: Die Infra­struk­tur Augs­burgs war schon immer mehr als nur Steine und Beton.

Ein High­light ist das his­to­ri­sche Was­ser­ma­nage­ment-Sys­tem, das die Stadt seit Jahr­hun­der­ten prägt. Besucher können das Was­ser­werk am Hoch­ablass besich­ti­gen, die imposanten Was­ser­türme am Roten Tor be­stei­gen oder im Un­te­ren St.-Jakobs-Was­ser­turm die Tech­nik von einst be­wun­dern. Auch die Pul­ver­mühl­schleu­se gibt Ein­bli­cke in die Ver­bin­dung von Was­ser­bau und Stadt­ent­wick­lung.

Geist­li­che Netz­werke, Handel, Macht und Bür­ger­sinn

Die Sak­ral­bau­ten Augs­burgs erzäh­len von reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Ver­flechtun­gen: St. Anna, der Dom, St. Ulrich und Afra oder die ehe­ma­li­ge Syn­ago­ge Kriegs­ha­ber ste­hen für die Vielfalt, die die Stadt über Jahr­hun­derte ge­prägt hat. Hier wurde nicht nur ge­be­tet, son­dern auch Ge­schich­te ge­schrie­ben.

Die Fug­ge­rei, die Fug­ger­häu­ser oder das Schaez­ler­pa­lais öff­nen ihre Türen und zei­gen, wie Handel und Politik Augs­burg zu einer der be­deu­tends­ten Städ­te Euro­pas mach­ten. Die ehe­ma­li­ge Fürs­t­bis­chöf­li­che Re­si­denz und das Maxi­mi­li­ans­mu­se­um im Hain­ho­fer­haus ergän­zen das Bild einer Stadt, die von Unter­neh­mer­geist und Bür­ger­engage­ment lebt.

Ver­tei­di­gung und Er­in­ne­rung

Die Stadt­be­fes­ti­gung wird durch das Zeug­haus, das Jako­ber­tor, den Fünf­fingerlesturm oder den Wertachbrucker Tor-Turm er­leb­bar. Er­in­ne­rungs­or­te wie die Hal­le 116, die ehe­ma­li­gen Of­fi­zi­ers­ka­si­nos der Sheridan- und Somme-Ka­ser­ne, der Lern- und Ge­denk­ort West­fried­hof oder der Er­in­ne­rungs­weg „Le Walk“ machen die jüngere Ge­schich­te greif­bar. Auch die rö­mi­sche Ver­gan­gen­heit kommt nicht zu kurz: Im „Rö­mer­la­ger“ des Zeug­hau­ses und im Zen­tral­de­pot der Stadt­ar­chäo­lo­gie gibt es Spu­ren aus der Anti­ke zu ent­de­cken.


Tag des offenen Denkmals 2026

  • Motto: NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur
  • Wann: 13. September 2026
  • Orte: Über 50 Denk­mä­ler in Augsburg
  • Eintritt: frei
  • Ver­an­stal­ter: Stadt Augsburg, Initiativen, Vereine, Ehrenamtliche

Mehr Info:

Das Pro­gramm­heft liegt kos­ten­frei in der Bür­ger­in­for­ma­tion am Rath­aus­platz aus und ist als PDF (18,1 MB, via augsburg.de) ver­füg­bar. Noch be­que­mer geht es mit der offi­zi­el­len App „Tag des offenen Denkmals®“: Hier kön­nen Sie alle Pro­gramm­punk­te spei­chern, sich an Events er­in­nern las­sen und mit der Rou­ten­pla­nung von Denkmal zu Denkmal na­vi­gie­ren.

Kapelle im Exerzitienhaus Leitershofen (Bild: DAZ)

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