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Samstag, 25.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Mozart: Knauer läuft ins Leere

Die vom Pianisten und künstlerischen Leiter Sebastian Knauer vorgeschlagene Konzeptidee, seine mozart@augsburg-Reihe mit dem städtischen Mozartfestival zusammenzuführen, stößt auf wenig Resonanz.

Von Siegfried Zagler

Wer steckt hinter dieser Maske?

Wer steckt hinter dieser Maske?


„Knauers Konzept sieht vor, dass bei einer Zusammenführung er, Knauer, allein für die künstlerische Leitung zuständig sein solle. Bei einer solchen Konstellation wäre der Verantwortliche für das in städtischer Regie ausgerichtete Mozartfest, Augsburgs Kulturamtsleiter Thomas Weitzel, künftig außen vor“, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Offensichtlich hat Konzeptträumer Knauer neben der Augsburger Allgemeinen bisher nur Kulturreferent Peter Grab seine „Übernahmepläne“ vorgestellt. Knauers Mozart-Konzept soll Peter Grab seit Dezember 2012 vorliegen. Von den „Synergieeffekten“ einer Zusammenführung der beiden bestehenden Festivals ist Grab überraschender Weise nicht überzeugt.

Grab will ein neues Mozartkonzept offensichtlich seinem Nachfolger überlassen

Peter Grab sieht wohl diesbezüglich keinen Handlungsbedarf, sondern priorisiert die Erstellung eines Gesamtkonzeptes, das alle Mozartreihen berücksichtigt. Die Erstellung eines neuen Großkonzeptes in Sachen Mozart will Kulturreferent Peter Grab, so der Eindruck, nach der Kommunalwahl seinem Nachfolger überlassen. Falls die SPD in der neuen Stadtregierung eine größere Rolle spielen sollte, ist nicht damit zu rechnen, dass Sebastian Knauer beim städtischen Mozartfestival die erste Geige spielt: „Wenn sich die Organisatoren einer erst zum zweiten Mal ausgetragen Konzertreihe bereits auf Augenhöhe mit Salzburg wähnen, geben sie die Stadt der Lächerlichkeit preis. Zu den bekannt gewordenen Forderungen ihrer Geschäftsleitung nimmt die SPD wie folgt Stellung: „In Augsburg ist die Stelle des künstlerischen Leiters derzeit nicht vakant. Wir stehen hingegen für eine Weiter- und Fortentwicklung des langjährigen, nachhaltigen Engagements“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Kiefer und der kulturpolitische Sprecher der SPD, Frank Mardaus, in ihrer heutigen Replik auf die in der Augsburger Allgemeinen vorgestellten Konzeptpläne Sebastian Knauers.

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